Categories: Bonus, Inside Paradeplatz, News355 words1.3 min read

Luzerner KB straft Top-Brüder mit Minuszins

Ein Kunde der Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat Wertpapiere über eine Million im Depot der Bank. Als versierter Anleger kümmert er sich selbst um sein Geld.

Der LUKB wars recht. Sie freute sich, dass ihr Kunde happy war. So happy, dass er auch seinen Bruder zur Staatsbank lotste.

Dafür legte sich der LUKB-Berater ins Zeug. Er und seine Bank wollten das Brüderpaar unbedingt bei sich als Kunden, im Multipack.

Gebühren, what else.

So weit, so gut. Dann verkaufte der Bruder des Ursprungskunden das Elternhaus. Plötzlich sass er auf 1,5 Millionen Cash.

Wohin? Zur LUKB, klar. Die sind nett und verdienen ja schon an der Million des Bruderherzes.

Umso happiger die Überraschung. Entweder Sie investieren ihre anderthalb Kisten in unsere Produkte, oder wir lassen Sie mit 0,45 Prozent Strafzins zur Ader, befand die KB.

Die war plötzlich gar nicht mehr nett. Der Obolus gelte ab dem 1. Oktober – gerade mal einen Monat nach dem Hausdeal.

Es sei denn , Du bist willig: 1,3 Prozent wollte die LUKB für ihre Dienste auf die 1,5 Millionen verrechnen – jährlich.

Kommt nicht in die Tüte, befand der erfahrene der beiden Brüder. Und fragte: Haben Sie Alternativen? ETFs? Direkt-Anlagen?

Leider nein, tönte es aus Luzern.

„Entgegen meiner Aussage am Telefon ist es nach nochmaliger Rücksprache mit unserem bankinternen Liquiditätsgremium momentan gar nicht mehr möglich mittels Aktien oder ETF Anlagen eine höhere Freigrenze zu erkaufen“, so der Berater per Mail.

„Daraus ersehen Sie, wie angespannt die aktuelle Situation ist.“

Und hoffte auf Verständnis: „Gerne würde ich Ihnen bessere Nachrichten überbringen. Die von Ihnen am Telefon erwähnten Varianten wie Erbvorbezug für die Kinder, Immobilienprojekte oder das Verteilen der Liquidität auf andere Banken sind wohl die besten Wege um den Negativzinsen zu entgehen.“

Auf Anfrage wollte sich die Bank nicht äussern – Kundengeheimnis.

Die Lehre: Verkaufen Sie nie Ihr Haus, ohne zu wissen, was Sie mit dem Cash anstellen wollen.

Die LUKB ist nicht allein schuld. Die SNB macht die Zinsen. Die Negativzinsen.

Die Geschäftsbanken zahlen auf den Cash bei der Zentralbank bis zu -0,75 Prozent. Die Folge ist eine XXL-Immo-Blase.

Leave A Comment

AUTOR

Lukas Haessig

DATUM

September 22, 2021

SHARE
NEUE VIDEOS/AUDIOS

Ähnliche Beiträge