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Die Diskussionen um die Impfung werden immer gehässiger. Eine Demokratie muss Impf-Gegner aushalten können

Wenig emotionalisiert eine Gesellschaft so sehr wie das Impfen.

Ich bin geimpft. Trotzdem kann ich mich infizieren und andere anstecken. Dennoch empfehle ich das Giegsen jedermann.

Und ich wäre froh, wenn mehr Schweizerinnen und Schweizer geimpft wären.

Aber ich bin in aller Schärfe gegen ein Impflicht, wie sie auch hierzulande – oft in gehässigem Ton – von manchen Medizinern, Politikern und Mitbürgern gefordert wird.

Eine Impfpflicht würde die Schweiz zerreissen.

Freiheit ist nicht schrankenlos, aber Freiheitsrechte müssen gewahrt werden.

Impf-Gegner kann man zwar nicht überzeugen. Aber die meisten von ihnen sind keine Dummköpfe. Diese Leute nutzen ihr Recht auf Selbstbestimmung.

Es war schon immer so: In Sachen Eigenverantwortung hat der Staat kaum Vertrauen in die Bürger.

Eine Demokratie muss jede Meinung aushalten. Auch die Impfgegner.

Und: Menschen, die von ihrem Recht Gebrauch machen, Eingriffe in ihren Körper abzulehnen, dürfen nicht kriminalisiert werden.

Der Druck auf die Ungeimpften wird immer massiver. Muss ist ein bitter Kraut. In Österreich und Deutschland wird den Ungeimpften das Leben zur Hölle gemacht. Täglich werden ihnen auch in der Schweiz neue Furcht-Fakten um die Ohren gehauen.

Liesse sich das Virus wirklich aus der Welt schaffen, wenn alle Menschen geimpft wären?

Ich bezweifle das. Merke: Erzwungene Sachen werden nie huldreich. Zwang hält nicht lang.

Und ein Freiwilliger ist immer besser als zehn Gezwungene.

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AUTOR

Rene Hildbrand

DATUM

November 18, 2021

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