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Spiel nicht mit den Schmuddel-Kindern: Friedrich Merz verzichtet auf AfD-Wähler. Kann er sich das leisten?

Ihre Funktionäre und Parlamentarier sind schon lange Parias: Mit AfD-Vertretern redet man nicht, man lädt sie nicht in Talkshows ein, man grüsst sie nicht im Bundestag.

Friedrich Merz ist nun noch weiter gegangen: Er will sich auch mit AfD-Wählern nicht die Finger schmutzig machen.

Diese «radikalisierten» Bürger wolle er nicht zurück haben, sagte er. Nur wer «reumütig» zu Kreuze krieche, fände vielleicht Gnade.

Ein merkwürdiges Demokratieverständnis, wenn man Millionen Deutsche in politische Quarantäne schickt, nur weil sie die falsche Partei wählen.

Warum entzieht man ihnen nicht gleich das Wahlrecht?

Nun könnte man sagen: Wer nicht will, der hat schon. Ich brauche diese Wähler nicht.

Wirklich? Bundesweit kommt die CDU – ohne CSU – nicht mal auf 20 Prozent.

Glaubt Merz im Ernst, die zur Mehrheit fehlenden Wähler bei Grünen und SPD zu finden? Die wählen das Original, keine rot-grüne Kopie.

Mal sehen, was von Merz‘ Worten bleibt, wenn irgendwo die Schmuddel-Kinder die meisten Stimmen bekommen.

Wetten, dass man sie dann ganz schnell zum Spielen einlädt?

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AUTOR

Wolfgang Koydl

DATUM

November 18, 2021

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