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Bei Pictet fliegt die nächste Collardi-Frau

Amanda Kayne gehörte zu den „vier Engeln“ für ein tolles Wirtschafts-Fernsehen. Sie heuerte bei CNN Money Switzerland an, wo sie als „Anchor“ eine gute Falle machte.

Im Studio sass Anfang 2018 auch Boris Collardi. Da war der Spitzenbanker gerade arbeitslos. Bei der Julius Bär hatte er Hals über Kopf das Weite gesucht, am neuen Ort, bei der Pictet, würde er erst in ein paar Monaten loslegen.

Als Collardi bei der Edelbank dann ab Mitte 2018 Gas gab, gings nicht lange, bis auch Amanda Kayne dazustiess. Im August 2019, ein Jahr später, startete sie bei der Vorzeige-Privatbank.

Engagiert, eloquent: Aus Anchor wird Banker (Youtube)

Ihr Titel: Vice President. Ihre Aufgabe: Geschäfte entwickeln und Kunden an Land ziehen. Dafür sollte die Ex-Moderatorin alles Nötige mitbringen.

Gewinnendes Auftreten, gepaart mit Fachwissen – Studium an der renommierten London School of Economnics sei Dank.

Was zum nächsten Karriere-Sprungbrett hätte werden sollen, hat sich als Kurz-Abenteuer mit abruptem Ende entpuppt. Amanda Kayne hat die Pictet kürzlich verlassen. Verweildauer: zwei Jahre und wenige Monate.

Ihr Abgang mit unbekanntem Ziel ist ein Fanal. Bei der Pictet geht einer nach dem anderen, der zur Seilschaft von Collardi zählt. Der hatte im Sommer sein Büro geräumt – fast so schnell wie damals vor 4 Jahren bei der Bank Bär.

Good Old Times (CNN Money Switzerland, Youtube)

Die Pictet-Chefs machen mit Collardis Hinterlassenschaft kurzen Prozess. Die „Cracks“, die dem flamboyanten Big Boy zur Pictet gefolgt waren, haben bei den Genfern nicht reüssiert.

Darüber sprechen möchten sie selbstredend nicht. Auf Anfragen gibts null Antwort. Beispielsweise vom Zürich-Teamleiter von Daniel Savary, der ganz Arabien unter sich hat.

Der heisst Saman Habibian und hat kürzlich die Fronten gewechselt. Zwar prangt sein Konterfei weiterhin auf der Pictet-Homepage. Doch in Zukunft wird er für die Edmond Rothschild versuchen, Geld zu verdienen.

Ausser Spesen nichts gewesen: Operation Boris wurde für die Nobel-Pictets zur grossen Ernüchterung. Sie sagen sich: Eh oui – lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schrecken ohne Ende.

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AUTOR

Lukas Haessig

DATUM

November 19, 2021

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