Categories: Inside Paradeplatz, News, Politik346 words1.3 min read

Ceregato hatte noch ein Straf-Verfahren: Jetzt eingestellt

Letzte Woche kaufte Peter Spuhlers Spezialfahrzeug-Firma Aebi Schmidt gross in Übersee dazu. Nun schreibt die SonntagsZeitung von nächstem Börsengang, nach Spuhlers erstem IPO mit Stadler.

Bei Aebi Schmidt sitzt auch Nadja Ceregato, die Ex-Partnerin von Pierin Vincenz. Spuhler, Vincenz und Ceregato verbindet eine lange Freundschaft, Spuhler gab Vincenz Millionenkredite.

Geld für gestrauchelten Banker, Job für Ehefrau: Spuhlers dargebotene Hand gab zu reden. Selbst will der Schweizer Vorzeige-Patron nichts sagen. Auf einen Anruf reagierte der einstige SVP-Topshot nicht.

Auch Ceregato hält sich bedeckt. Diese ist geständig des Geheimnisverrats im Fall Raiffeisen und deren früherem Private Equity-Vehikel namens Investnet. Ceregato kam mit einer Geldstrafe davon.

Was bisher nicht bekannt war: Die Zürcher Justiz hatte gegen Ceregato noch ein zweites Strafverfahren am Laufen. Dieses ist kürzlich eingestellt worden.

„Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hat ein Strafverfahren gegen Nadja Ceregato geführt wegen des Vorwurfs der ungetreuen Geschäftsbesorgung“, bestätigte letzte Woche ein Sprecher der Justizbehörde.

„Das Verfahren wurde Ende September 2021 eingestellt. Die Einstellungsverfügung ist bereits in Rechtskraft erwachsen.“

Bei den Ermittlungen ging es ebenfalls um Investment – und die Vorwürfe waren happiger als im Verfahren rund um die Frage, was Ceregato Vincenz mittels WhatsApp-Screenshots verraten hatte.

Ungetreue Geschäftsbesorgung soll Ceregato rund um die Raiffeisen-Tochter begangen haben – ein ungleich schwerer Vorwurf.

Im Zentrum der Ermittlungen der Zürcher Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte stand eine Überweisung von 2,9 Millionen Franken vom Sommer 2015. Absender war Vincenz-Buddy Beat Stocker, Empfänger Pierin Vincenz.

Und dessen damalige Frau. Sie hatte ebenso Zugang zum Konto der Raiffeisen Lugano, auf dem die Millionensumme gelandet war, wie ihr Mann. Ein Joint-Account, nennt man das.

Alles, was auf dem Raiffeisen-Lugano-Konto lag, gehörte also sowohl Vincenz als auch seiner damaligen Frau. Laut den Ermittlungsbehörden habe Ceregato jedoch nichts von der behaupteten, geheim gehaltenen Beteiligung ihres Ex-Manns an der Investnet gewusst.

Aus diesem Grund hat die Zürcher Strafbehörde Ceregato nun springen lassen. Sie hat den Fall Vincenz hinter sich, was wohl erklärt, warum Peter Spuhler ihr weiter die Stange hält.

Leave A Comment

AUTOR

Lukas Haessig

DATUM

November 22, 2021

SHARE
NEUE VIDEOS/AUDIOS

Ähnliche Beiträge