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ServusTV trifft die vergessenen Stimmen – und liefert einen unaufgeregten, neuen Blick auf die Pandemie

Published On: 25. Juli 2021 17:59

Der österreichische Privatsender ServusTV liefert eine empfehlenswerte Dokumentation über die Corona-Pandemie. Weltweit traf man die Wissenschaftler, die in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie Wichtiges zu sagen haben.

Screenshot Servus TV

Für „ServusTV“ geht der Virologe Martin Haditsch auf Welttour. Rund um den Globus spricht er mit Wissenschaftlern und Experten über Corona, Impfen und Lockdowns. Der österreichische Privatsender liefert eine andere Sicht auf Pandemie, Impfungen und Lockdowns – ohne Lehrauftrag fragt Haditsch weltweit bei kritischen Stimmen nach, die nicht aus unseriösen Verschwörungs-Milleus, sondern aus der Mitte der akademisch-wissenschaftlichen Community kommen.

Bei den sogenannten Faktencheckern von Correctiv gilt Haditsch als Persona non Grata. Durch Kontaktschuld-Konstruktionen will man ihn dort in die Nähe von Kriminellen, Verschwörungstheoretikern und sogar Rassisten rücken. Er gehöre zu den „Corona-Relativierern“, meint Correctiv. Er ist jedoch weniger ein Corona- als ein Panikrelativierer. Haditsch warnte bereits im März 2020 vor medieninduzierter Panik. Jetzt, über eineinhalb Jahre später, geht er für ServusTV auf Welttournee, um den kritischen Blick auf alles, was um die Pandemie herum diskutiert wird, zu schärfen.

Kollateralschäden schwerer als die des Virus

Diese Welttournee beginnt in Deutschland. Dort trifft Haditsch Dr. Ulrike Kämmerer. Die PCR-Spezialistin und Bundestagskandidatin für „die Basis“ schrieb das Gerichtsgutachten für das Amtsgericht Weimar, welches Hausdurchsuchungen nicht nur beim Richter, sondern auch bei Dr. Kämmerer selbst zur Folge hatte (TE berichtete). Dr. Martin Schwab, Professor für bürgerliches Recht an der Universität Bielefeld und Ebenfalls „Basis“-Mitglied, ordnet diese Durchsuchungen als komplett haltlos ein – es „könnte auch ein Einschüchterungsversuch im Bezug auf die Wissenschaftler sein“, mutmaßt der Jurist.

Ihre kritische Meinung zum PCR-Test lässt sich Dr. Kämmerer jedenfalls nicht nehmen. Sie erklärt, wie dieser nicht Infektionen, sondern lediglich Virusspuren nachweise – und damit aufgrund der falschpositiven-Rate gar nicht als Instrument zur seriösen Bestimmung des Infektionsgeschehens taugt. Die Festlegung von Inzidenzmarken oder gar „ZeroCovid“-Zielen sei so nicht haltbar: „Wer solche Werte festlegt ist entweder Bösartig oder hat keine Ahnung“. Mittlerweile haben sich auch einige Labors vom PCR-Test distanziert.

Martin Haditsch fliegt weiter in die USA. Dort trifft er Professor Jay Battacharya, Medizin-Professor an der rennomierten Stanford-University. Seine Studien trugen zur großflächigen Suspendierung der Maskenpflicht in den Vereinigten Staaten bei, er beriet die Regierung des US-Bundesstaats Florida bei dessen erfolgreicher Öffnungsstrategie und dem Exit aus dem Lockdown. Battacharya ist Maskenkritiker, zieht auf Basis von seriösen Studien die Wirksamkeit des Mund-Nasen-Schutzes in Zweifel. „Ich habe bisher keine substanziellen Belege dafür gesehen, dass die Maske die Epidemie eindämmt“. Stattdessen sei die Maske in den USA längst ein politisches Symbol. Lockdowns nennt er mit einem Blick in Entwicklungsländer, wo Covid aufgrund der Altersstruktur der dortigen Gesellschaften weit weniger gefährlich ist, einen „verheerenden Fehler“. Lockdowns hätten am Ende wahrscheinlich mehr Tote verursacht als verhindert, konstatiert der Wissenschaftler – allein 20.000 Kinder seien nach UN-Schätzungen aufgrund des Lockdowns gestorben. Battacharya gehört zu den Initiatioren der Lockdownkritischen „Barrington-Erklärung“ und plädierte früh für gezielten Schutz von Risikogruppen. Dafür wurde er vom US-Chefepidemiologen Anthony Fauci verleumdet und beschuldigt, er wolle das Virus „grassieren“ lassen.

Hätten 85 Prozent der Coronatoten verhindert werden können? 

Insbesondere die Corona-Folgen für Kinder beschäftigen den Mediziner. In seiner Funktion als Sachverständiger für den floridanischen Gouverneur Ron DeSantis war Battacharya unter anderem daran beteiligt, die Schulen im Bundesstaat offen zu halten. Impfpflicht für Kinder hält er für „umethisch“: „Eine Impfung vorzuschreiben ist nicht richtig. Schulen und Universitäten haben das getan, und ich finde, dass das ein äußerst unmoralisches Vorgehen ist. Es ist auch nicht richtig.“ Haditsch und Battacharya beklagen die „moving targets“, die sich ständig veränderten Zielsetzungen bei der Coronabekämpfung. „Die Art und Weise, wie die Maßnahmen uns verkauft wurden, war in vielerlei Hinsicht unehrlich“, urteilt Battacharya. „Was der Lockdownpolitik über diese 16, 18 Monate hinweg zugrunde lag, ist: ‚Wir können unser Leben nicht weiterleben, bis das Coronavirus weltweit eleminiert ist.‘ Das Problem ist nur, dass es sich dabei um eine Phantasie handelt.“ Corona könne man nicht ausmerzen, stellt der Wissenschaftler fest.

Gerhard Scheuch im TE-Interview

In den USA spricht Haditsch auch mit dem Epidemiologen Dr. Peter McCollough. Er entwickelte früh ein Medikament gegen Corona. McCollough kritisiert: Niemand kümmere sich um eine Therapie gegen die Krankheit. Medikamente wie Hydroxochloroquin wurden politisch-medial verschrien – auf Basis falscher Artikel, wie der Epidemiologe sagt. Das erste mal sah man global, dass überhaupt nicht versucht wurde, eine Krankheit zu heilen. „Es ist erstaunlich, wie der Elfenbeinturm, die akademischen Einrichtungen der Vereinigten Staaten, Europas und Südamerikas es nicht einmal versucht haben!“ Studien McColloughs zeigten, dass Medikamentenkombinationen durchaus hilfreich bei der Behandlung von Covid-19 waren. Doch „wenn heute ein Patient bei einem Krankenhaus anruft und sagt, dass er Corona hat, 75 Jahre alt ist und an einer Herz-Lungenerkrankung leidet, dann wäre die Antwort: Tu nichts, und wenn du keine Luft mehr bekommst, komm ins Krankenhaus. Das ist ein Zeugnis des vollständigen, erbärmlichen Scheiterns!“ Durch die Änderung des Behandlungsprotokolls hätte man in den USA Leben retten können, konstatieren McCollough und Haditsch. Doch daran scheint offensichtlich kein Interesse bestanden zu haben. „Abermillionen Menschen erkrankten und wurden ins Krankenhaus eingeliefert und bis Heute gibt es keine Informationen zu den einfachsten Maßnahmen, die bei Corona zu setzen sind!“

In Mittelamerika, so McCollough, habe man einen anderen Ansatz als in den Amerikanisch-Europäischen Staaten gewählt. Dort verteilte man „Corona-Kits“ mit Therapiekits. In Mexiko-Stadt reduzierte dieser Ansatz die Sterberate um 85%. Gabriela Sotomayor schrieb den Artikel, der eines der Kit-Medikamente in den Fokus der mexikanischen Regierung rückte. Auch sie trifft Martin Haditsch. Sotomayor berichtet vom Corona-Managment in Mexiko-Stadt. Bei positiven PCR-Tests gab es die besagten „Corona-Kits“ mit den Medikamenten Ivermectin und Aspirin. Ivermectin scheint das Corona-Therapeutikum zu sein, welches es angeblich nicht geben soll. Auch hier wirft ServusTV ein Blick auf das, worüber sonst nicht gesprochen wird – Behandlung von Corona-Erkrankungen werden als Option in Deutschland so gut wie gar nicht diskutiert, das Impfen gilt als einziges Mittel gegen Corona. Fälschlicherweise, wie das Beispiel Mexiko-Stadt zeigt.

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