Schon Napoleon Bonaparte zelebrierte den prickelnden Perlwein aus der Region der Champagne in Frankreich. Laut Überlieferungen wusste bereits der Kaiser auf Errungenschaften und Siege mit dem edlen Tropfen anzustoßen. Auch heute, exakt 300 Jahre nach seinem Tod, genießt kein anderes Getränk weltweit solch ein hohes Ansehen und wird in vielen Teilen der Welt als das festlichste aller Getränke gehandelt.

Die Nachfrage erstreckt sich inzwischen über den gesamten Globus. Der Anbau des edlen Tropfens ist jedoch nach streng festgelegten Richtlinien auf eine kleine Region etwa 100 km nordöstlich von Paris, der Champagne, reduziert. Ausschließlich Schaumweine aus dieser Region dürfen den geschützten Namen Champagner tragen. Eine weltweit einzigartige Kombination aus Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen schafft die besonderen Voraussetzungen. Die Namensgebende Champagne gehört, neben Burgund und St.-Emilion in Bordeaux zum illustren Kreis des UNESCO-Weltkulturerbes. Eine Bezeichnung, die strengen Kriterien unterliegt. Sowohl die historischen Weingärten der Champagne als auch die Kellereien und die Weinhäuser werden zur Weltkulturstätte gezählt. Diese zeugen auch heute noch von den Ursprüngen und der Entwicklung des traditionellen Weinbaus in der Champagne.

Einzigartige Voraussetzungen zur Herstellung

Doch nicht nur die limitierte Anbaufläche trägt zur Exklusivität des Perlweins bei. Auch das einzigartige Herstellungsverfahren wurde über Jahrhunderte in der Region an die kommenden Generationen weiterüberliefert. So werden Weine aus der Champagne ausschließlich durch einen natürlichen Flaschengärungsprozess durch zugesetzte Hefekulturen produziert. Die Mindestreifezeit beträgt dabei 15 Monate in der Flasche. Strenge Richtlinien und gesetzliche Verordnungen tragen zur Wahrung des Qualitätsniveaus bei. Zugelassen sind beispielsweise nur die Rebsorten: Chardonnay, Pinot Noir, Meunier, Arbane, Petit Meslier, Pinot Blanc und Pinot Gris. Geerntet werden darf nur ein bestimmter Traubenertrag pro Hektar, der jährlich festgelegt wird. Die Wahrung der Qualität ist oberstes Gebot in der Champagne.

Die hohe Kunst der Champagner-Herstellung lässt sich für Interessierte vor Ort begutachten. Das älteste und noch heute bestehende Champagnerhaus der Welt wurde bereits 1729 vom berühmten Nicolas Ruinart gegründet. Das prestigeträchtige Gebäude wird für exklusive Führungen geöffnet und bietet einen umfassenden Einblick in die facettenreiche Welt des Champagners. Ruinart als auch die renommierten Häusern wie Heidsieck, Moët, Perrier-Jouët und Bollinger trugen maßgeblich zur Beliebtheit des Schaumweins und folglich zum internationalen Erfolg des Getränks bei.

Champagner genießt heute aus vielerlei Gründen einen enorm hohen Stellenwert. Neben dem exzellenten Geschmackserlebnis und der hohen Qualität, ist es auch die Tradition und das über Generationen weitergegebene Handwerk, das eine Faszination und Sehnsucht in uns auslöst. Der Champagner erzählt uns ein Stück wertvoller Geschichte.



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