Der Präsident der Bundesvereinigung des Technischen Hilfswerks (THW), Marian Wendt, beschuldigt die politisch Verantwortlichen in den Flutgebieten, durch Fehlverhalten die Zahl der Todesopfer deutlich gesteigert zu haben. „Die Wucht der Flut war so nicht zu verhindern und auch nicht alle Todesopfer“, sagte Wendt der „Bild“-Zeitung (Donnerstagsausgabe). „Aber Fakt ist: Es hätten sich bei richtigem Handeln der politisch Verantwortlichen vor Ort deutlich mehr Menschen in Sicherheit bringen können.“

„Nach allem, was wir aus dem Landkreis Ahrweiler wissen, hat es dort eben keine rechtzeitigen Warnungen, die es hätte geben können und geben müssen, gegeben“, sagte Wendt dem Blatt. Dabei hätten Warnungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und des Wetterdienstes sowie auch von Bürgermeistern vorgelegen.

Wendt, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter ist, verlangte „ein anderes, zentraleres System“ zur Warnung. Derzeit liege die gesamte Verantwortung bei politischen Wahlbeamten wie den Landräten. „In allen polizeilichen Großlagen oder beim Militär wird das von Profis wie den Polizeipräsidenten oder Generalen gemanagt und entschieden, nur im Katastrophenfall nicht“, sagte Wendt. Das müsse sich ändern.

Extreme Starkregenfälle hatten vor drei Wochen verheerende Überschwemmungen an Flüssen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgelöst. Viele Gemeinden, insbesondere im rheinland-pfälzischen Ahrtal, wurden verwüstet. Auch Straßen und Brücken wurden zerstört.

In Rheinland-Pfalz starben 141 Menschen, 17 weitere werden vermisst. In Nordrhein-Westfalen gab es 47 Tote. (afp)



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