Die Sea-Watch 3 im Mittelmeer.Foto: FEDERICO SCOPPA/AFP/Getty Images

Das deutsche NGO-Schiff „Sea-Watch 3“ darf mit mehr als 250 aus dem Mittelmeer aufgenommenen Migranten und Flüchtlingen an Bord in Italien anlegen. Das Schiff sei auf dem Weg ins sizilianische Trapani, schrieb die deutsche Organisation Sea-Watch am Freitag auf Twitter. Die „Sea-Watch 3“ hatte seit dem vergangenen Wochenende 257 Menschen an Bord aufgenommen.

Seitdem appellierte die Organisation an die Regierungen von Italien und Malta, das Schiff anlegen zu lassen. Die Situation der Menschen an Bord sei „kritisch“, twitterte Sea-Watch. Viele Menschen zeigten nach einer Woche auf See Symptome von Dehydrierung und wiesen Verletzungen auf. Auch seien mehr als 70 Minderjährige auf dem Schiff.

Bei mehreren Einsätzen auf dem Mittelmeer hatten die „Sea-Watch 3“ und das Schiff der europäischen Organisation SOS Méditerranée, die „Ocean Viking“, am Wochenende mehr als 700 Menschen aufgenommen.

Seit Beginn des Jahres sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration bereits mindestens 1.146 Migranten und Flüchtlinge bei der gefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer gestorben. Nach offiziellen Zahlen waren es im vergangenen Jahr mehr als 1.200 Todesopfer. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. SOS Méditerranée gibt an, seit Februar 2016 mehr als 30.000 Menschen aufgenommen zu haben. (afp/er)



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