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Wikileaks-Gründer Assange erneut vor Gericht

Der Rechtsstreit des inhaftierten Wikileaks-Gründers Julian Assange mit den USA geht heute in eine neue Runde, meldet handelsblatt.com. Vor einem Gericht in London beginnte eine neue Anhörung, in der es um den Einspruch der Vereinigten Staaten gegen ein früheres Urteil gehe. Unterstützer würden die sofortige Freilassung des 50 Jahre alten Australiers fordern, der seit mehr als zwei Jahren in Großbritannien inhaftiert sei. Assange werde zu dem Termin persönlich erwartet.

Die US-Justiz werfe dem Australier bekanntlich vor, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er hätte damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht, heißt es von der US-Justiz weiter. Seine Unterstützer sähen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht gebracht hätte. In den USA würden ihm bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft drohen.

Das Strafgericht Old Bailey in London hatte im Januar einen US-Auslieferungsantrag wegen der schlechten psychischen Gesundheit Assanges und der zu erwartenden Haftbedingungen in den Vereinigten Staaten abgelehnt. Doch Assange sei nicht auf freien Fuß gekommen, weil die USA Berufung eingelegt hätten. Diese sei zugelassen worden, allerdings seien nicht alle von den Amerikanern dargelegten Gründe akzeptiert worden.

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August 11, 2021

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