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Afghanistans Präsident mahnt Einhaltung von „Sicherheit“ in Kabul an

Ein Taliban.Kämpfer.Foto: AFP via Getty Images

Hier die neuesten Kurznachrichten zum Thema Afghanistan aus aller Welt:

13:24 Uhr: Afghanistans Präsident mahnt Einhaltung von „Sicherheit“ in Kabul an

Nach dem Vorstoß der radikalislamischen Taliban bis an den Stadtrand von Kabul hat Afghanistans Präsident Aschraf Ghani die Regierungstruppen aufgefordert, in der Hauptstadt weiterhin für „die Sicherheit aller Bürger“ zu sorgen. Die Verbreitung von „Chaos“ oder Plünderungen würden nicht geduldet, erklärte Ghani in einer am Sonntag verbreiteten Videobotschaft.

Zuvor waren Taliban-Kämpfer bis an den Stadtrand von Kabul vorgerückt. Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal kündigte eine „friedliche Machtübergabe“ an. Nach seinen Worten soll eine „Übergangsregierung“ gebildet werden. In den vergangenen Tagen waren alle anderen Großstädte des Landes von den Islamisten erobert worden, viele davon kampflos.

Die Geschwindigkeit des Taliban-Vormarsches seit Beginn des Abzugs der Nato-Truppen im Mai sorgte international für Fassungslosigkeit. Unter Hochdruck arbeiten westliche Staaten, darunter die USA, Großbritannien und Deutschland, an der Rückführung von Botschaftspersonal sowie der Ausreise von afghanischen Ortskräften aus Kabul.

13:09 Uhr: Johnson will Parlament wegen Afghanistan aus Sommerpause zurückholen

Angesichts der dramatischen Entwicklungen in Afghanistan will der britische Premierminister Boris Johnson laut Medienberichten das Parlament für eine Dringlichkeitssitzung aus der Sommerpause zurückholen. Wie der Sender Sky News und die britische Nachrichtenagentur Press Association am Sonntag unter Berufung auf Vertreter der Downing Street berichteten, sollen die Abgeordneten über das weitere britische Vorgehen in Afghanistan beraten.

Nach einer Blitzoffensive durch Afghanistan waren die Taliban am Sonntag an den Stadtrand von Kabul vorgerückt, der letzten Bastion der afghanischen Regierungstruppen. Nach eigenen Angaben wollen sie die Stadt aber nicht mit Gewalt einnehmen. Afghanistans Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal kündigte eine „friedliche Machtübergabe“ an eine „Übergangsregierung“ an.

Die Geschwindigkeit des Taliban-Vormarsches seit Beginn des Abzugs der Nato-Truppen im Mai sorgte international für Fassungslosigkeit. Unter Hochdruck arbeiten westliche Staaten, darunter die USA, Großbritannien und Deutschland, derzeit an der Rückführung von Botschaftspersonal sowie der Ausreise von afghanischen Ortskräften aus Kabul. In den rund 20 Jahren andauernden Kämpfen gegen die radikalislamische Miliz waren 457 britische Soldaten getötet worden.

12:15 Uhr: Seehofer erwartet neue Flüchtlingswelle

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erwartet nach dem Vormarsch der Taliban in Afghanistan eine neue Flüchtlingswelle. „Man muss damit rechnen, dass sich Menschen in Bewegung setzen, auch in Richtung Europa“, sagte der CSU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“. Das sei „keine Angstmache, sondern eine realistische Beschreibung der Situation“.

Dabei müsse man nicht nur den Krisenherd Afghanistan im Blick behalten, sondern genauso unter anderem Weißrussland, Pakistan, den Iran, die Türkei, Tunesien, Marokko und Libyen. „Wir stehen vor schwierigen Entwicklungen“, so Seehofer. Der Innenminister verteidigte seine Entscheidung, Abschiebungen nach Afghanistan auszusetzen. An der Richtigkeit der Entscheidung könne man nicht ernsthaft zweifeln, denn die Situation vor Ort habe sich zuletzt noch verschärft. „So wichtig es ist, dass Straftäter und Gefährder abgeschoben werden: Ich kann das angesichts des derzeit bestehenden hohen Risikos nicht verantworten“, sagte Seehofer.

11:50 Uhr: Afghanische Regierung kündigt „friedliche Machtübergabe“ an

Die afghanische Regierung hat angesichts der bis an den Stadtrand der Hauptstadt Kabul vorgerückten Taliban eine „friedliche Machtübergabe“ angekündigt. „Es wird keinen Angriff auf die Stadt geben“, sagte Innenminister Abdul Sattar Mirsakwal am Sonntag in einer aufgezeichneten Ansprache. Demnach soll eine „Übergangsregierung“ gebildet werden.

Die radikalislamischen Taliban hatten in den vergangenen Tagen eine afghanische Provinz nach der anderen eingenommen. Die Hauptstadt Kabul blieb daraufhin die letzte Bastion der Regierungstruppen. Die Kämpfer hätten nun Anordnung, an den Toren der Hauptstadt Halt zu machen und nicht in die Stadt einzudringen, erklärte ein Taliban-Sprecher am Sonntag.

Russland kündigte  eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage in Afghanistan an. „Wir arbeiten daran“, sagte ein Vertreter des Außenministeriums laut russischen Nachrichtenagenturen. (afp/oz)



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AUTOR

Epochtimes

DATUM

August 15, 2021

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