Hier die neuesten Kurznachrichten zum Thema Corona aus aller Welt:

15:03 Uhr: Gericht kippt vorläufig Tanzverbot für Corona-Geimpfte und Genesene in Berlin

Das Verwaltungsgericht Berlin hat das generelle Verbot von Tanzveranstaltungen in der Hauptstadt in einer Eilentscheidung gekippt. Veranstaltungen ausschließlich für geimpfte und von Corona genesene Menschen würden vorläufig zugelassen, teilte das Gericht am Freitag mit. Für ungeimpfte und lediglich getestete Menschen gelte das Verbot dagegen weiterhin, weil ein Test nur eine Momentaufnahme darstelle. (Az. VG 14 L 467/21)

Geklagt hatte eine Diskothek in der Nähe des Kurfürstendamms. Es bestehe zwar nach wie vor eine epidemische Lage von nationaler Tragweite, sodass die entsprechenden Regelungen des Infektionsschutzgesetzes weiter anzuwenden seien, erklärte das Gericht. Für Geimpfte und Genesene sei ein Tanzverbot jedoch voraussichtlich unverhältnismäßig.

Die Einschränkungen der Berufsausübungsfreiheit von Diskotheken stünden nach den bisher vorliegenden Daten in keinem angemessenen Verhältnis zu den „sehr überschaubaren Auswirkungen“, die Corona-Infektionen von Geimpften und Genesenen auf das Infektionsgeschehen hätten, hieß es. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

10:52 Uhr: Weiterhin keine Bund-Länder-Vereinbarung zu Luftfiltern an Schulen

Mehr als einen Monat nach dem Kabinettsbeschluss zur Ausstattung von Schulen mit Luftfiltern gibt es zum Beginn des neuen Schuljahres noch keine entsprechende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern. „In Kürze wird das stehen“, sagte eine Sprecherin des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie nicht. Zuerst hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Demnach können die Länder bisher keine Ausschreibungen für die Geräte formulieren.

Mitte Juli hatte das Kabinett die Förderung für mobile Luftfilter an Schulen beschlossen. Der Bund will den Ländern und Kommunen 200 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das Kabinett will Luftfilter in Räumen mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren fördern.

Zum Zeitpunkt des Kabinettsbeschlusses hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angekündigt, binnen zwei Wochen sollten entsprechende Verwaltungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Die Ministeriumssprecherin machte am Freitag keine Angaben dazu, wieso die Vereinbarungen noch nicht finalisiert wurden.

Das „Handelsblatt“ berichtete von inhaltlichem Streit zwischen Bund und Ländern: Die Länder würden eine Ausweitung auf alle Räume und nicht nur diejenigen mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit fordern, schrieb die Zeitung. Eingeschränkt ist die Lüftung beispielsweise, wenn Fenster nur gekippt und nicht komplett geöffnet werden können.

Jedoch soll die Vereinbarung auch rückwirkend gelten und nicht nur Anlagen fördern, die nach der Unterzeichnung der Vereinbarung gekauft werden, versicherte die Ministeriumssprecherin. In mehren Bundesländer hat das neue Schuljahr bereits begonnen.

10:11 Uhr: Corona-Impftempo wieder leicht rückläufig

Das Impftempo in Deutschland (nur Erstimpfungen) ist wieder leicht rückläufig, nachdem es zuvor acht Tage kontinuierlich gestiegen war. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor. Die Erstimpfquote stieg demnach von 63,7 Prozent am Donnerstag auf 63,8 Prozent Stand Freitagmorgen.

Der Anteil der vollständig gegen Corona Geimpften erhöhte sich unterdessen von 58,2 auf 58,5 Prozent. Im Sieben-Tage-Mittel liegt die Zahl der Erstimpfungen nun bei knapp 93.000 Verabreichungen pro Tag. Bei den Zweitimpfungen verlangsamt sich das Tempo weiter deutlich: Der Durchschnittswert beträgt nur noch etwas mehr als 200.000.

8:19 Uhr: Scholz gegen erneuten Corona-Lockdown

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich trotz steigender Corona-Zahlen gegen einen erneuten Lockdown ausgesprochen. „Aus meiner Sicht darf es keinen neuen Lockdown geben. Der wäre angesichts der Impfquote schwer begründbar“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Freitagsausgabe). „Wer sich schützen will, kann sich impfen lassen. Wer auf diesen Schutz verzichtet, kann nicht erwarten, dass die gesamte Gesellschaft noch einmal solch einschneidende Maßnahmen mitträgt“, fügte er hinzu.

Schulöffnungen nur noch für 2G-Schüler, also geimpfte und getestete Schüler, schloss Scholz aus. „Das schließe ich aus. Es gibt die Schulpflicht – und das Recht auf Bildung. Nach den langen Schulschließungen, nach Wechsel- und Fernunterricht, bin ich ein klarer Verfechter von Präsenzunterricht an Schulen. Die Schulen müssen offen bleiben.“

Der SPD-Kanzlerkandidat warb für das Impfen. „Ich verstehe die Skepsis, die mancher anfangs vor der Impfung hatte. Doch angesichts von mehr als 100 Millionen Impfungen allein in Deutschland zeigt sich doch, dass die Sorge vor den Folgen der Impfungen unbegründet ist. Die Impfung schützt. Wer nicht geimpft ist, riskiert seine Gesundheit und sein Leben.“

5:25 Uhr: Laschet schließt Lockdown aus

Ungeachtet örtlich wieder steigender Corona-Werte hat der CDU-Vorsitzende Armin Laschet einen erneuten Lockdown ausgeschlossen. „Wir wollen, müssen und werden einen weiteren Lockdown verhindern“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe). Gleiches gelte für pauschale Schulschließungen. „Unterricht in Präsenz ist elementar für die Entwicklung von Kindern“, sagte der Kanzlerkandidat der Union.

Die ab diesem Freitag geltende neue Corona-Schutzverordnung in Nordrhein-Westfalen sei geprägt von dem Grundsatz, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstünden. „Damit nehmen wir die Grundrechtseingriffe wieder zurück“, so Laschet.

Ungeimpfte bräuchten einen negativen Test. „Das ist aber mittlerweile geübte Praxis, und ich halte diese Einschränkungen, die wir im Moment noch brauchen, für zumutbar“, sagte der Ministerpräsident des Landes. Gleiches gelte dafür, dass Tests ab dem 11. Oktober selbst zu bezahlen seien, falls jemand auf die bestehende Möglichkeit einer Impfung verzichte.

5:21 Uhr: Bericht: Bund will Teile Griechenlands zu Hochrisikogebiet erklären

Nach Plänen der Bundesregierung sollen Teile von Griechenland sowie mehrere Regionen in Irland zu Hochrisikogebieten hochgestuft werden. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung auf eigene Informationen. Demnach sind von dem Schritt neben Kreta, auch die Ionischen Inseln und die südliche Ägäis betroffen.

Auch das Kosovo und Nordmazedonien sollen hochgestuft werden. Gleichzeitig will die Regierung die spanischen Regionen Asturien, Kastilien, Katalonien sowie die Kanarischen Inseln und Valencia, die bislang als Hochrisikogebiet galten, wieder herabstufen. Brasilien und Uruguay sollen zudem nicht länger als Virusvariantengebiet gelten. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen in eine zehntägige Quarantäne gehen, wenn sie kein Impf- oder Genesenenzertifikat vorweisen können. Die Selbstisolierung kann frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test auf Covid-19 beendet werden. (dts/dpa/afp)



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