Bahnstreik der GDL.Foto: Carsten Koall/Getty Images

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat neue Streiks im Güter- und Personenverkehr geplant. Nur ein knappes Drittel der Deutschen hält die Streiks für angemessen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat ab Samstag um 17.00 Uhr zum Streik im Güterverkehr der Deutschen Bahn (DB) aufgerufen. Enden soll die Arbeitsniederlegung am Mittwoch um 02.00 Uhr.

Wirtschaftsverbände warnten, eine Unterbrechung der Lieferketten durch längere Streiks im Güterverkehr setze die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise aufs Spiel.

Dem Streik im Güterverkehr sollen Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr am Montagmorgen um 02.00 Uhr folgen. Auch sie sollen bis Mittwochmorgen dauern.

Es ist die zweite Streikwelle im aktuellen Tarifkonflikt zwischen GDL und DB. Die Gewerkschaft fordert eine zweistufige Lohnerhöhung von 3,2 Prozent, eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und eine längere Laufzeit.

Umfrage: Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnt Bahnstreik ab

Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnen einer Umfrage zufolge die Bahnstreiks der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL) ab und halten sie für unangemessen.

56 Prozent der Deutschen seien dieser Ansicht, nur 32,5 Prozent oder ein knappes Drittel halte die Streiks für angemessen, ergab einem Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben) zufolge eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey.

51,4 Prozent der Befragten halten dem Bericht zufolge die Streiks für unangemessen, weil sie „die Bahn nach Corona unnötig schwächen“. 49 Prozent lehnen sie ab, weil sie „die Urlauber in den Ferien zu hart betreffen“, 49,5 Prozent, „weil sie die Wirtschaft nach Corona hart treffen“.

Die Umfrage mit rund 2.500 Befragten hatte der Bahn-Arbeitgeberverband MOVE in Auftrag gegeben. (afp)



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