Die US-Regierung hat neue Sanktionen im Zusammenhang mit der beinahe fertiggestellten deutsch-russischen Gas-Pipeline Nord Stream 2 erlassen, meldet handelsblatt.com. US-Außenminister Antony Blinken habe am Freitag mitgeteilt, in seinem jüngsten Bericht an den US-Kongress würden in dem Zusammenhang zwei russische Personen oder Einrichtungen sowie ein russisches Schiff aufgeführt, die an Nord Stream 2 beteiligt seien.

Blinken habe keine Angaben dazu gemacht, gegen wen sich die US-Strafmaßnahmen konkret richteten. Der Minister hätte betont, die neuen Maßnahmen stünden im Einklang mit dem anhaltenden Widerstand der US-Regierung gegen die Pipeline, die Gas unter Umgehung der Ukraine von Russland nach Deutschland bringen soll.

Im jahrelangen Streit um das Projekt hatten die Bundesregierung und die Regierung von US-Präsident Joe Biden im vergangenen Monat eigentlich einen Durchbruch verkündet und eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der der Ukraine Unterstützung zugesagt worden sei.

In Blinkens Mitteilung habe es am Freitag geheißen, auch wenn die US-Regierung weiterhin gegen Nord Stream 2 sei, arbeite man mit Deutschland und anderen Verbündeten zusammen, um die Risiken zu verringern, die von der Pipeline für die Ukraine und andere Staaten ausgingen.

Nach Angaben der US-Regierung seien im Zusammenhang mit Nord Stream 2 nun sieben Personen oder Einrichtungen mit Sanktionen belegt. 17 Schiffe hätten die USA demnach als „gesperrtes Eigentum“ eingestuft. Der jüngste Bericht des US-Außenministeriums an den Kongress sei zunächst nicht veröffentlicht worden.

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