Seit Frühjahr 2020 zeigen immer wieder Studien, dass weder Kinder noch offene Schulen mit Präsenzunterricht eine Gefahr darstellen. Zumindest nicht für Infektionen mit dem Coronavirus. Aber offenbar hat sich festgesetzt, dass Kinder sehr anfällig für Grippe sind. Aber Influenza sind andere Viren als das Coronavirus. Eine neue Studie zeigt dies wieder.

Die begutachtete Studie wurde am 2. September 2021 im British Medical Jounral (BMJ) veröffentlicht. Das Ergebnis kurz zusammengefasst ist, dass Lehrer und ihre Haushaltsmitglieder zu keinem Zeitpunkt des Schuljahres 2020-21 ein erhöhtes Risiko für eine Krankenhauseinweisung mit Covid-19 hatten, im Vergleich zu ähnlichen Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter, auch nicht zu Zeiten, in denen die Schulen vollständig geöffnet waren.

Ausgewertet wurden alle Fälle von Covid-19 bei Erwachsenen im Alter von 21 bis 65 Jahren (n=132.420) und eine Zufallsstichprobe von Kontrollen, die in Bezug auf Alter, Geschlecht abgestimmt waren (n=1.306.566). Die Erwachsenen wurden vom General Teaching Council for Scotland als aktiv an einer schottischen Schule unterrichtend gefunden und ihre Haushaltsmitglieder wurden anhand der eindeutigen Referenznummer identifiziert. Die Vergleichsgruppen waren Erwachsene, die beim Gesundheitswesens in Schottland tätig sind, sowie deren Haushaltsmitglieder und die übrige Allgemeinbevölkerung im erwerbsfähigen Alter.

Als primäre Kriterium war die Krankenhauseinweisung mit Covid-19. Schwere Covid-19-Erkrankungen wurden definiert als Einweisung in die Intensivstation oder Tod innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Testergebnis.

Die meisten Lehrer waren jung (Durchschnittsalter 42 Jahre), Frauen (80 %) und hatten keine Komorbiditäten (84 %). Das Risiko (kumulative Inzidenz) einer Krankenhauseinweisung mit Covid-19 lag für alle Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter in der Allgemeinbevölkerung bei unter 1 %.

Die Schlussfolgerung der Studie: Im Vergleich zu Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter, die ansonsten ähnlich sind, wurde bei Lehrern und ihren Haushaltsmitgliedern kein erhöhtes Risiko für eine Krankenhauseinweisung mit Covid-19 und ein geringeres Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung festgestellt. Diese Ergebnisse sollten diejenigen beruhigen, die im persönlich in der Klasse unterrichten.

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung von National Records Scotland (NRS) zeigt ein noch deutlicheres Bild. Für alle Berufstätigen liegt die standardisierte Covid-Sterblichkeitsrate bei 23,4 während sie für Lehrer Erzieher nur 7,3 beträgt. Wahrscheinlich dank einer durch frühere häufige Kontakte mit anderen Coronaviren erlangten soliden Grundimmunität. Im Gegensatz zu Influenza hat beim Coronavirus der Kontakt mit Kindern sogar eine Schutzfunktion für Erwachsene.


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