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Berset und Co. blasen erneut zur Impf-Kampagne. Aber warum eigentlich? Haben sie Angst vor fehlenden Kapazitäten in den Spitäler…

Der Kanton Bern vergangene Woche: Die Situation an der Corona-Front ist stabil. Es stecken sich auch viel weniger Leute an. Gegen 70 Prozent der Bevölkerung sei mindestens einmal geimpft. Trotzdem will der Berner Gesundheitsdirektor eine grosse Impf-Offensive lancieren, das Testen verbieten und auf Biegen und Brechen unbedingt noch 100.000 Personen impfen.

Zuvor hatte bereits Gesundheitsminister Alain Berset mit 50-Franken-Gutscheinen, Impf-Mobilen und sogar Hausbesuchen eine weitere Kampagne angekündigt. Und dies, obwohl inzwischen fast 60 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft sind. 

Zählt man nur die Erwachsenen, ist der Anteil der immunisierten Personen um einiges höher.

Was treibt Berset und einzelne Regierungsräte an, dass sie trotz ausgeweiteter Zertifikatspflicht immer schrillere Appelle an die Bevölkerung richten? 

Die fehlende Kapazität in den Spitälern kann es nicht sein. Die Hospitalisierungen gehen stark zurück, ebenso die Fallzahlen. Will man vor der Abstimmung über das Covid-19-Gesetz noch schnell eine grosse Mehrheit impfen, um auf Nummer sicher zu gehen?

Oder liegt es, wie einige vermuten, am Verfallsdatum der Vakzine? 

Die Dosen von Moderna und Biontech/Pfizer haben eine Haltbarkeit von sechs bis sieben Monaten. Da das Impf-Tempo nicht wirklich hoch ist, kann es durchaus sein, dass ein Teil der eingekauften Seren plötzlich unbrauchbar wird. Das wäre eine teure Panne.

Es würde aber zumindest den Eifer von Alain Berset und einzelner Kantone erklären.

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AUTOR

Hubert Mooser

DATUM

Oktober 12, 2021

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