In einem Meeting am 13. Jänner hat die WHO empfohlen, die Reisebeschränkungen aufgrund von Covid-19 aufzuheben oder zumindest zu lockern. Diese seien größtenteils unwirksam und gescheitert. Glaubt man dem Meeting, bei dem auch der WHO-Generaldirektor teilgenommen hat, dürfte sich das bis zur WHO durchgesprochen haben.  

Von Waldo Holz*

Still und leise forderte die WHO vor einigen Tagen in ihrem Meeting die Aufhebung Covid-Reisebeschränkungen. So heißt im sechsen Punkt der Beschlüsse: „Aufhebung oder Lockerung der internationalen Reiseverbote, da sie keinen Nutzen bringen und weiterhin zur wirtschaftlichen und sozialen Belastung der Vertragsländer beitragen“. Veröffentlicht wurde dieser am Mittwoch.

Reisebeschränkungen „gescheitert“

Reisebeschränkungen seien gescheitert und unwirksam, die Ausbreitung von Omicron zu begrenzen. Die Reisebeschränkungen, wie „Maskierung, Tests, Isolierung/Quarantäne und Impfung“, sollten auf „Risikobewertungen“ beruhen. Diese dürfte mittlerweile auch für die WHO nicht mehr all zu akkurat sein.

Außerdem sollten Reisemöglichkeiten keinesfalls von einer Gentherapie abhängig gemacht werden. Das Argument der WHO ist aber nicht die offensichtliche Enttäuschung über die gentherapeutischen Behandlungsstoffe gegen Sars-Cov-2. Aufgrund der ungleichen Verteilung der Stoffe sei dies aktuell nicht gegeben. Die WHO empfiehlt einen „risikobasierten Ansatz“ im Zusammenhang mit internationalen Reisen.

Kollabiert nun das Narrativ? Die WHO hält fest, dass weiterhin viele Gesundheitssysteme unter Covid eine „Last“ zu tragen hätten. Die vulnerablen Gruppen aller Länder sollten weiterhin zügig eine Gen-Impfung zur Verfügung gestellt werden. Gegen Booster, vor allem für die jüngere und gesunde Bevölkerung, hatte sich die WHO schon länger ausgesprochen.

Auch was die Besprechungen zum Jahr 2022 betreffen, ist keine gänzliche Trendumkehr zu erkennen. Man besprach mögliche neue Varianten und die aktuelle Omicron-Welle. Doch was den internationalen Personenverkehr anbelangt, scheint die WHO erstmals eine Wende hinzulegen.

Interessante Informationen zur Rolle der WHO gibt es in diesem RTV Talk mit Verwaltungsjuristin Dr. Silvia Berendt aus Salzburg und Rechtsanwalt Philipp Kruse aus Zürich, die die internationalen Hintergründe und die Rolle der WHO und der Impfallianz „Gavi“  beleuchten.

Bild wikicommons

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