Die Linke hat schon oft versagt, trotz ihrer grundsätzlich sympathischen Grundideen von Solidarität, Gemeinschaft und Hilfe für Benachteiligte. Das Versagen der Linken im Zusammenhang mit Covid jedoch ist weitreichender als alle Fehler, die jemals vorher von ihr begangen wurden. Es ist vollumfänglich, absolut und grausam. Eine Wutrede.

Von Gastautor Robert Kappel

Um zunächst Missverständnissen vorzubeugen: mit „die Linke“ meine ich nicht die Partei „die Linke“, sondern nahezu alle dem politischen Spektrum „links“ zuzuordnenden, in der Öffentlichkeit stehenden Personen.

Ich würde mich gerne als links bezeichnen, da ich die Werte, die hinter dieser Verortung stehen, teile. Leider kann ich mich nicht als links bezeichnen, da mir die gemeinhin als links bezeichneten Theorien zu komplex, die linken Lösungsvorschläge jedoch zu undurchdacht vorkommen.

Die Linke versagt beim Thema Diskriminierung

Hätte ich vor zwei Jahren Bekannte, Arbeitskollegen oder Freunde gefragt, ob ihr Impfschutz gegen Polio aktuell ist, wäre ich ziemlich schräg angeschaut worden. Zu Recht. Impfen ist eine persönliche, medizinische Entscheidung und geht niemanden sonst etwas an. Man kann Argumente für eine bestimmte Impfung haben, genauso kann es Gegenargumente geben. Darüber kann man diskutieren. Nicht diskutieren kann man über die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen für oder gegen diese Impfung.

Die Linke ist vorne mit dabei, die Gesellschaft in zwei Gruppen zu spalten: die Geimpften und die Ungeimpften. Wer auf der „richtigen“ Seite steht, darf inzwischen unter Beifall Vieler verbal beleidigen, nötigen und verächtlich machen. Lassen Sie sich das bitte nochmal langsam durch den Kopf gehen. Die Linke – die Linke! ist vorne mit dabei.

Die Linke versagt beim Schutz des „kleinen Mannes“

Stattdessen unterstützt sie eine gigantische Umverteilung von Vermögenswerten hin zu Großkonzernen. Bei allen getroffenen Maßnahmen während Covid hilft eine kurze Frage, um viele Hintergründe zu erkennen: „Wem nutzt es?“, vielleicht noch ergänzt durch: „Wem schadet es?“

Staaten geben Steuergelder im Billionenbereich, die der kleine Mann erwirtschaftet hat, aus, die ohne Umwege bei wenigen Großkonzernen bzw. Investoren landen. Die Pharmaindustrie mit ihren Impfstoff-Geheimverträgen sei hier genannt oder auch Masken- und Testhersteller. Lockdowns, 2G, 3G, alle diese Maßnahmen zerstören die Lebensgrundlage von kleinen Betrieben, Geschäften, Gastwirten usw. Nutzen davon haben – richtig – Großkonzerne wie Amazon und Co.

Die Linke versagt beim Diskurs

Die Linke hat sich früh festgelegt auf einfache Wahrheiten: Covid ist eine Jahrhundertbedrohung, Impfen ist gut, Lockdown hilft. Viele Fragen jenseits dieses einfachen Narrativs wurden leider nicht gestellt:

  • Wer genau ist denn bedroht durch Covid?
  • Schützen wir diese Gruppe sinnvoll?
  • Ist Panik schüren unter der Gesamtbevölkerung sinnvoll?
  • Wirken die Impfstoffe so gut, wie die Werbebroschüren der Hersteller versprechen?
  • Sind die Impfstoffe wirklich so sicher wie behauptet?
  • Wie läuft es eigentlich in Regionen/Ländern, die keine Lockdowns verhängen?
  • Ist es wirklich sinnvoll, Kinder mit einer bedingt zugelassenen Substanz zu impfen, obwohl sie von Covid nicht bedroht sind?
  • Was sind eigentlich die Kollateralschäden der Maßnahmen und stehen sie in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen?
  • Wie valide sind die Zahlen, die wir ständig zu hören bekommen?

Mehr noch, die Linke hat mit dazu beigetragen, Menschen zu verunglimpfen, die solche validen Fragen gestellt haben.

Die Linke versagt beim Demokratieverständnis

Seit Corona werden Freiheitsrechte des Grundgesetzes wie Gewaltenteilung, Versammlungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung teilweise totalitär eingeschränkt. Das Grundgesetz ist kein Schönwettergesetz. Gerade in schwierigen Zeiten sollte es die Grundrechte jedes Einzelnen garantieren. Gerade dann, wenn er eine abweichende Meinung hat.

Unter teilweise lautem Beifall der Linken werden reihenweise maßnahmenkritische Proteste verboten bzw. aufgelöst. Wohingegen genehme Versammlungen beklatscht werden. Wenn etwas eindeutig totalitär ist, muss man es auch so nennen, liebe Linke!

Die Innenministerin ist der Meinung, man könne ja seine Meinung sagen, müsse sich deswegen ja nicht gleich versammeln. Der Bundespräsident ruft Bürger dazu auf, sich Extremismus entgegenzustellen. Herr Präsident, mit Verlaub, das machen die Bürger, gerade die, die sich versammeln! Sie demonstrieren für die Geltung des Grundgesetzes, gegen totalitäre Tendenzen. Oder welchen Extremismus meinen Sie?

Und was ist mit der Antifa?

Die Antifa als Erfüllungsgehilfe des Corona-Staates, als Steigbügelhalter von Big Pharma und Big Tech, darauf muss man erst einmal kommen. Damit ist alles gesagt.

Anzumerken ist natürlich, dass auch die überwiegende Mehrheit der Personen, die dem rechten politischen Spektrum zuzuordnen sind, bei diesen Punkten versagt haben. Jedoch ist die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der linken Seite ungleich größer.

Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich veröffentliche sie aber gerne, um ein vielfältigeres Bild zu geben. Die Leserinnen und Leser dieses Blogs sind auch in der Lage sich selbst ein Bild zu machen.

Robert Kappel schreibt unter einem Pseudonym, Name der Redaktion bekannt.



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