Russischer TV-Sender in Moskau. Symbolbild.Foto: AFP via Getty Images

Eigenen Angaben zufolge unter dem Eindruck des Verlustes eines Freundes im Krieg hat Fakhrudin Sharafmal im ukrainischen „Kanal 24“ zum Mord an russischen Familien aufgerufen. Mittlerweile soll er festgenommen worden sein.


Ein TV-Skandal hat den ukrainischen Fernsehsender „Kanal 24“ erschüttert und dem russischen Narrativ hinsichtlich eines Mainstreamings neonationalsozialistischer Ansichten in der Ukraine Vorschub geleistet.

In einem persönlichen Statement hatte der Analyst Fakhrudin Sharafmal am Samstag (12.3.) angekündigt, alle russischen Bürger zu töten sowie deren Kinder, die sich auf ukrainischem Boden befänden – und in diesem Zusammenhang den deutschen Kriegsverbrecher Adolf Eichmann zitiert.

Mordaufruf

Der Blog „Krass und Konkret“ hat die Aussagen Sharafmals, der 2020 an der Nationalen Iwan-Franko-Universität in Lwiw, einer Hochburg der rechtsextremen „Swoboda“-Partei, sein Diplom erworben hat, in voller Länge dokumentiert.

Sharafmal erklärt, wie schwierig es sei, als Journalist in der derzeitigen Situation objektiv zu sein. Anschließend äußert er: „Und da wir in Russland Nazis, Faschisten und so weiter genannt werden, erlaube ich mir, die Worte von Adolf Eichmann zu zitieren“. In seiner verstörenden Rede, rief er dazu auf, Kinder zu töten.

Den Streitkräften der Ukraine sei es „durch verschiedene Konventionen“ verboten, so zu handeln. Er persönlich gehöre aber nicht zu den Streitkräften der Ukraine und sehe sich daran entsprechend nicht gebunden.

In weiterer Folge äußerte er seine Hoffnung, dass „eine solche Nation wie Russland und die Russen nie wieder auf dieser Erde sein werden“ – und die Ukrainer hätten „jetzt die Möglichkeit, was sie im Prinzip schon tun – Moskowiter zu zerstören. Und ich hoffe, dass alle dazu beitragen, mindestens einen Moskowiter zu töten.“

Russische Medien verbreiten Video weiter

Erwartungsgemäß verbreiteten russische Medien und diplomatische Vertretungen das Video erstmals am darauffolgenden Dienstag – wobei sie zur Illustration der Aussagen ein Porträt Eichmanns einblendeten und so den Eindruck erweckten, dies sei Teil der Übertragung von Kanal 24 gewesen.

Das Portal „Clicker“ berichtet unter Berufung auf den früheren russischen Staatsduma-Abgeordneten Ilja Ponomarew, der ukrainische Geheimdienst (SBU) habe Sharafmal noch am selben Tag festgenommen.

Ponomarew stellte Sharafmal als „unbekannte Person“ dar, die plötzlich auf dem Bildschirm erschienen sei und mit dem Ausbruch gegen das ukrainische Gesetz verstoßen habe, das Propaganda für den Faschismus verbiete.

Ponomarew deutete an, dass es sich bei dem Auftritt um eine „Provokation durch den Kreml“ handeln könnte und dass Sharafmal ein Provokationsagent russischer Geheimdienste sei. Er kritisierte die „Inkompetenz und mangelnde Wachsamkeit“, die „Kanal 24“ offenbart habe, als er die Ausstrahlung nicht stoppte.

Entschuldigungen von Vorwürfen an den Kreml begleitet

Einen Tag nach seinem Auftritt äußerte Sharafmal Bedauern über seinen Auftritt. Er rechtfertigte diesen damit, dass er zuvor vom Tod seines persönlichen Freundes Pavel Sbitov erfahren habe, der Kommandant des 503. Separaten Marinebataillons gewesen sei.

Seine Aussagen seien „für einen Journalisten und Menschen inakzeptabel“ gewesen, die Ukraine werde „sich an alle internationalen Normen, inklusive der Genfer Konvention, halten und nie einen solchen Genozid auf ihrem Territorium erlauben“. Dies gelte „allerdings nicht für jene Russen, die in unser Land kommen, um Menschen zu töten“.

Auch Roman Andrejko, Generaldirektor von Lux Medien, der Eigentümer von „Kanal 24“, bedauerte den „sehr unglücklichen Zwischenfall“. Sharafmal habe „die Kontrolle über seine Emotionen verloren“ und eine Tirade losgelassen, die „weder mit dem Redaktionsstatut von „Kanal 24“ noch mit den generell akzeptierten moralischen Prinzipien der Menschheit vereinbar“ sei.

Statt Konsequenzen für den Journalisten anzukündigen, klagt Andrejko in seiner Entschuldigung über „Kreml-Propagandisten“, die Sharafmals Entschuldigung nicht akzeptiert hätten und stattdessen ein „aus dem Kontext gerissenes“ Video verbreiten würden.



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