Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen. Hier lesen Sie die neuesten Entwicklungen.

Liveticker zum Ukraine-Krieg: Kommt es zur Offensive auf Nikolajew und Odessa?

Quelle: Sputnik © Russian Defence Ministry/Sputnik

  • 22.07.2022 20:25 Uhr

    20:25 Uhr

    Bericht: Polen kritisiert „inakzeptable Angebote“ aus Deutschland bei Ringtausch von Waffen

    Laut einem Spiegel-Bericht kritisierte Polen die Bundesregierung im Zusammenhang mit dem geplanten Ringtausch für Waffenlieferungen an die Ukraine. „Die deutschen Versprechen zum Panzer-Ringtausch haben sich als Täuschungsmanöver erwiesen“, sagte Vizeaußenminister Szymon Szynkowski vel Sęk.

    Zunächst habe Deutschland den Polen Panzer angeboten, „die älter waren als diejenigen, die wir der Ukraine gegeben hatten“, klagte er. Diese Offerte sei „nicht zu akzeptieren, denn wir haben kein Interesse daran, den Zustand unserer Bewaffnung zu verschlechtern und unsere Soldaten auf Gerät aus den Sechzigerjahren zu schulen“.

    Angeboten worden sei „eine symbolische Anzahl Panzer“, erklärt der Vizeaußenminister:

    „Das kann man schwerlich als ernst zu nehmenden Vorschlag werten, nachdem wir der Ukraine über 200 Panzer in zwei Monaten geliefert haben.“

    Deswegen rede Polen nun mit anderen NATO-Partnern und erhalte derzeit Panzer aus den USA und Großbritannien, sagte der Politiker.

  • 20:00 Uhr

    Steht eine Offensive in Richtung Nikolajew und Odessa bevor?

    Einem kurzen Videobericht des Telegram-Kanals Glawnoje w Chersone zufolge könnte es in nächster Zeit zu einer Offensive auf Nikolajew und Odessa kommen.

    Demnach habe die sogenannte Odessa-Brigade ihre Kampfbereitschaft im Gebiet Cherson vervollständigt.

    „In naher Zukunft werden wir gemeinsam mit den verbündeten Streitkräften mit der Befreiung der Stadt Nikolajew und der Heldenstadt Odessa beginnen. Wir werden keine Gnade für Ukronazis, Söldner und alle Arten von Bandera-Abschaum zeigen“, sagte ein Vertreter der Brigade.

    Die einzige Möglichkeit für die ukrainischen Truppen, ihr Leben zu retten, sei, ihre Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Andernfalls würden sie vernichtet.

    Seinen Worten zufolge besteht die Brigade aus Einheimischen aus der Südukraine, den Regionen Odessa, Nikolajew und dem Donbass, aber es seien auch Personen aus Kiew und sogar jemand aus der Westukraine dabei. Am Ende stellt er fest:

    „Dies ist unser Land, wir säubern es von nazistischem Unrat, hier befinden sich die Gräber unserer Vorfahren.“

  • 19:40 Uhr

    Russisches Katastrophenschutzministerium sendet 90 Tonnen humanitäre Hilfsgüter in das Gebiet Charkow

    Die russische Nachrichtenagentur TASS zeigt einen kurzen Videobericht ihres Korrespondenten aus der Stadt Kupjansk im Gebiet Charkow.

    Demzufolge hat das russische Katastrophenschutzministerium 90 Tonnen humanitäre Hilfe dorthin geliefert.

  • 19:15 Uhr

    Gazprom verlangt von Siemens zum dritten Mal Unterlagen für Nord-Stream-Turbine

    Der russische Energiekonzern Gazprom beklagt ausbleibende Unterlagen zu einer Turbine für die Gas-Pipeline Nord Stream 1. Der Konzern habe bereits zum dritten Mal eine offizielle Bestätigung von Siemens Energy für die Rückgabe der fehlenden Turbine verlangt, hieß es am Freitag in einer offiziellen Mitteilung. 

    Gazprom habe Siemens erneut darum gebeten, eine schriftliche Bestätigung für eine Ausnahme von geltenden Sanktionsregelungen vorzulegen, die wiederum die Grundlage für die Rückkehr der Turbine nach Russland sei. „Aber Siemens hat die Dokumente bislang nicht vorgelegt.“

    Zuvor hatten Beamte in Berlin berichtet, dass die Turbine aus Kanada nach Deutschland geliefert worden sei. Gleichzeitig zitierte die Nachrichtenagentur Reuters Quellen, wonach die Turbine in Deutschland festsitze, da Moskau keine Genehmigung für den Transport erteilt habe.

  • 18:50 Uhr

    Wieder ukrainischer Granatenbeschuss auf zivile Objekte in Donezk – Großbäckerei getroffen

    TASS zeigt die Folgen des jüngsten ukrainischen Angriffs auf Donezk. Demnach hätten ukrainische Truppen mehr als zehn großkalibrige Granaten auf die Hauptstadt der Volksrepublik Donezk abgefeuert.

    Dabei gerieten die Kiew- und Kirow-Bezirke der Stadt unter Beschuss. Die ukrainischen Truppen nahmen wieder zivile Ziele unter Feuer. Dadurch wurde unter anderem das Gebäude einer Großbäckerei beschädigt, deren Verglasung und Ausrüstung teilweise zerstört und zudem fertige Produkte verdorben. Die Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten sind im Gange. Die Bäckerei arbeitet weiter.

    Die örtlichen Behörden versicherten jedoch, dass es auch nach diesem Artillerieangriff keinen Mangel an Brot geben werde.

  • 18:30 Uhr

    Erdoğan hofft auf baldigen Frieden „ohne Verlierer“ in der Ukraine

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Ukraine geäußert. Während der Unterzeichnung des Abkommens zur Lösung der Lebensmittelkrise am heutigen Freitag sagte er:

    „Dieser Krieg dauert schon fünf Monate. Leider konnten wir nach dem ersten Treffen der Delegationen Russlands und der Ukraine in Istanbul keinen Punkt setzen. Dennoch hoffen wir auf eine friedliche Lösung, hier wird es keine Verlierer geben.“

  • 18:10 Uhr

    Russische Zentralbank verspricht, Umlauf von US-Dollar „in jedem Szenario“ beizubehalten

    Der US-Dollar in Bargeld werde in Russland selbst im apokalyptischsten Szenario im Umlauf bleiben, sagte die Leiterin der russischen Zentralbank Elwira Nabiullina bei einer Pressekonferenz am Freitag:

    „Selbst im apokalyptischsten, schwierigsten Szenario werden wir Bargeld-Dollar im Land haben.“

    Sie warnte jedoch gleichzeitig, dass die Regulierungsbehörde eine Politik der Währungsabwertung und Umwandlung der Fremdwährungen in Rubel oder andere freundliche Währungen fördern werde.

    Nach Angaben der Notenbank besitzt die russische Bevölkerung Fremdwährung in Bargeld in Höhe von etwa 85 Milliarden US-Dollar. 

    Dass einige Marken und Waren auf dem russischen Markt nicht mehr verfügbar sind, sei kein systemisches Problem, erklärte Nabiullina:

    „Was die mögliche Warenknappheit betrifft: Ja, natürlich sind bestimmte Waren und Marken von unserem Markt verschwunden. Aber wir sehen, dass sie ersetzt werden durch andere Marken, andere Hersteller.“

  • 17:50 Uhr

    Parlamentssprecher der DVR: Verhältnis der Bevölkerung in befreiten Gebieten zur Regierung normal

    Der Sprecher des Parlaments der Volksrepublik Donezk Wladimir Bidewka hat berichtet, dass die Bevölkerung der befreiten Gebiete ein normales Verhältnis zur Regierung der Republik habe. Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti zufolge sagte er:

    „Ich denke, das Verhältnis ist normal. Wir sind ein Volk, wir sprechen die gleiche Sprache, Russisch. Natürlich hat die Propaganda, die es acht Jahre lang in der Ukraine, auch in unseren Gebieten gab, Spuren hinterlassen, aber ich glaube, dass sie ihr Endziel nicht erreicht hat. Die Volksrepublik Donezk bleibt einig in ihren konstitutionellen Grenzen.“

    Seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine waren in der Volksrepublik Donezk unter anderem die strategisch wichtige Stadt Wolnowacha sowie die größte Hafenstadt am Asowschen Meer Mariupol befreit worden.

  • 17:30 Uhr

    Bewohner von Isjum durch ukrainischen Beschuss gestorben

    Die militärisch-zivile Verwaltung des Gebiets Charkow hat bekannt gegeben, dass mindestens ein Bewohner der Stadt Isjum durch ukrainischen Beschuss ums Leben gekommen sei. Die Behörde schrieb auf Telegram:

    „Die ukrainischen Nazis haben wiederholt Wohngebiete von Isjum beschossen. Nach vorläufigen Angaben ist ein Zivilist gestorben, ein weiterer wurde verwundet.“

  • 17:10 Uhr

    Zerstörte Häuser und Wohnungsnot in Mariupol: Erste Modulhäuser als Behelfsquartiere eingetroffen

    Der Telegram-Kanal Tipitschnyj Donezk zeigt Aufnahmen von der Anlieferung mehrerer kleiner modularer Häuser nach Mariupol. Die vorgefertigten provisorischen Unterkünfte haben dem Augenschein nach etwa die Ausmaße von Fertiggaragen – daher können sie per Lkw-Tieflader transportiert werden.

    Berichten zufolge sollen Einwohner von Mariupol, deren Häuser zu mehr als 30 Prozent durch die Kampfhandlungen beschädigt worden sind, vorübergehend in solchen Häusern untergebracht werden.

    Über die enormen Zerstörungen und die Anfänge der Wiederaufbauarbeiten berichtete RT DE bereits.