Categories: Inside Paradeplatz, Medien, News379 words1,6 min read

CS-Personal geschockt: Körner-Lehmann-Diethelm-Takeover

Eine Übernahme braucht es nicht mehr, die Credit Suisse ist bereits in fremde Hände geraten. Sie steht ab sofort unter der Kontrolle von drei UBS-Chefs.

Axel Lehmann, der Präsident, Ulrich Körner, der CEO, Markus Diethelm, der Rechtschef: drei Mal zentral für die Nummer 2, drei Mal Herkunft von der Nummer 1.

Rettung qua Köpfe. Ob’s gelingt, wird sich weisen.

UBS-Import zum Ersten: U. Körner (CS)

Gestern hatte „Uli the Knife“-Körner, wie ihn die Financial Times wegen dessen Sanierungskünsten nennt, seinen ersten CEO-Auftritt im CS-eigenen Konferenzzentrum St.Peter-Forum.

„Er kam super an“, meint ein Mann aus dem Körner-Lager zum Townhall, dass physisch und über die Leitung stattfand. „Die Leute spürten: Körner ist der Richtige für die Zerschlagung des mächtigen Investment Bankings.“

Eine kalte Schnauze, nötig, um die Masters of the Universe in New York und London zu entmachten, so diese Stimme. Am Vorhaben habe sich schon Tidjane Thiam die Zähne ausgebissen, entsprechend brauche es ein „cooles“ Kaliber.

Andere CS-Insider zeigten sich skeptisch. Sie sehen Körner als schlechte Wahl.

Vor allem unter den Frauen im CS-Personal, welche die CS bekanntlich besonders fördern will, herrscht laut einem Insider ungläubiges Staunen, nahezu Schock.

UBS-Import zum Zweiten: M. Diethelm (CS)

Körner gab zu reden bei der UBS mit einer Direktunterstellten, die der Chef besonders gefördert habe und mit der gerne er auf Geschäftsreisen gegangen sei.

Nach einer Whistleblowing-Meldung wechselte die Managerin vor 2 Jahren zur Credit Suisse, wo sie im Private Banking als hohe Kaderfrau eine Region leitet.

Körner stiess ein Jahr später zur CS. Laut der Bank gebe es keinen Link zwischen den beiden Anstellungen.

UBS-Import zum Dritten: A. Lehmann (CS)

Die Kritik unter den Managerinnen der Credit Suisse an der Wahl des neuen CEOs hängt mit dessen Führungsstil zusammen. Die NZZ nennt Körner heute „introvertiert„, der Tages-Anzeiger kritisiert, dass Körner sich gestern nicht den Medien gestellt habe.

Körners Umgang mit den Mitarbeitern gibt auf dem Finanzplatz seit Jahren zu reden. Die Rede war von rüdem Ton, einem ungehobelten Stil.

Körner wisse um seine Schwächen, sagt ein Vertrauter. Für den anstehenden „Hosenlupf“ mit den angelsächsischen Investmentbankern sei eine Spur Arroganz goldrichtig.

Leave A Comment

AUTOR

Lukas Haessig

DATUM

Juli 28, 2022

SHARE
NEUE VIDEOS/AUDIOS

Ähnliche Beiträge