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Röbi Rodriguez, der Golden-Parachute-Sozi, ist zurück

Roberto „Röbi“ Rodriguez hat geschafft, was in Zürich Seltenheitswert hat. Er offenbarte die Hybris der „ewig“ regierenden Sozialdemokraten in der wichtigsten Schweizer Stadt.

Mit einem Goldenen Fallschirm von gegen 700’000 Franken. Rodriguez kroch zu Kreuze, verschwand in der Versenkung.

Ein Jahr später taucht er ein paar Kilometer weg in der Provinz des Wirtschaftskantons wieder auf. Als neuer Schulleiter von Aesch bei Birmensdorf, hinter dem Zürcher Üetliberg gelegen.

Rodriguez‘ Wahl gibt zu reden. Der 57jährige Boni-Sozi wurde den Eltern von Aeschs Schülern ohne grosse Worte als neuer Chef vorgestellt – als ob er vor nur 12 Monaten keinen Polit-Wirbel der Extraklasse ausgelöst hätte.

Dessen Folgen reichen weit. Kürzlich strich das Zürcher Stadtparlament die exzessiven Abgangs-Entschädigungen der Beamten zusammen – selbst die links-grüne Mehrheit im Rat hatte es eilig mit dem alten Zopf.

Zu explosiv, das Thema.

Für den selber erst kürzlich ins Amt gewählte Präsidenten der Schulpflege von Aesch, Dominik Egli, ist Röbi Rodriguez der beste Mann für den Job.

„Herr Rodriguez überzeugte im Auswahlverfahren sowohl durch seine fachlichen Fähigkeiten als auch in verschiedenen Gesprächen mit Mitarbeitenden und der Schulpflege.“

Ihn nach dem Sturm vor einem Jahr anders als Andere anzukündigen, das sei nicht nötig gewesen. „Die Kommunikation an die Eltern und Schulgemeinde hat über die für solche Informationen üblichen Kanäle und in üblicher Form stattgefunden“, so Egli.

Auch Staatsdiener verdienen Golden Good-bye:

Zu Rodriguez‘ Verdienst hält sich der Politiker bedeckt. „Sowohl das Pensum als auch das Salär richtet sich nach den kantonalen Vorgaben.“

Die Zürcher Stadt-Sozialdemokraten unter Führung von Langzeit-Präsidenten Corine Mauch geniessen die Annehmlichkeiten der absoluten Herrschaft.

Ihr „Klassenreisli“ mit Partner und hippem Stadthotel in Strassburg ist das jüngste Zeichen von Neo-Feudalismus linker Ausprägung.

Umso schneller „köpfen“ Mauch & Co. Genossen, die für die Polit-Topshots zur Belastung werden. Claudia Nielsen wurde nach ihrem Triemli-Finanzloch ebenso abserviert wie Schul-Politiker Rodriguez.

Der hatte es auf die Spitze getrieben. Als einer von Zürichs Schulkreis-Präsidenten trat er zurück, um gleich den Job als Leiter einer städtischen Schule anzutreten– in jenem Schulkreis, den er zuvor selber präsidiert hatte.

Checks and Balances, Code of Conduct? C’mon, mir sind Züri.

Weil Rodriguez in seiner neuen Aufgabe nur Teilzeit arbeiten würde und so auf 70’000 Franken weniger als die jährlich 186’000 als Schulkreis-Präsident kommen würde, strich er die Extra-Abfindung von weit über einer halben Million ein.

Nach dem Medienaufschrei verzichtete Röbi Rodiguez auf die Anstellung. Nun feiert er in der Zürcher Pampa sein Comeback – still und leise.

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AUTOR

Lukas Haessig

DATUM

Juli 29, 2022

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