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2022: USA wichtigster Flüssigerdgas-Exporteur – vor allem nach Europa

Freeport LNG für natürliche Gasvorkommen in Quintana, Texas.Foto: Screenshot via Google Maps

Wegen der Russland-Sanktionen steigt in Europa die Nachfrage nach Flüssigerdgas aus alternativen Quellen. In den letzten sechs Monaten steigerten die USA ihre Exporte um zwölf Prozent.

Die USA waren in der ersten Jahreshälfte 2022 der weltweit größte Exporteur von Flüssigerdgas (LNG), heißt es in dem jüngsten Bericht der US-Behörde Energy Information Administration (EIA) vom 25. Juli.

In den ersten sechs Monaten des Jahres stiegen die Flüssigerdgas-Exporte um zwölf Prozent auf durchschnittlich 11,2 Milliarden Kubikfuß pro Tag (Bcf/d) im Vergleich zu den letzten sechs Monaten des Jahres 2021.

Der Exportanstieg wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt: die vermehrten Exportkapazitäten, die steigende Nachfrage in Europa sowie die höheren internationalen Preise für Erdgas und LNG.

Im vierten Quartal 2021 und in der ersten Jahreshälfte 2022 erreichten die internationalen LNG- und Erdgaspreise Rekordhöhen.

Gas zu Spitzenpreisen gehandelt

An der Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden wird Energie seit Oktober 2021 zu rekordverdächtigen Preisen gehandelt. In der ersten Hälfte des Jahres 2022 lag der Durchschnittspreis an der TTF bei 30,94 Dollar pro Million British Thermal Units (MMBtu).

Angesichts der Nachfrage erhöhten die Energieunternehmen die Produktionskapazitäten in den LNG-Anlagen in Corpus Christi und Sabine Pass in Texas sowie in der Calcasieu Pass LNG-Anlage in Louisiana.

In den USA stieg die nominale LNG-Exportkapazität um 1,9 Bcf/d. Seit November stieg sie sogar um 2,1 Bcf/d. Die durchschnittliche LNG-Verflüssigungskapazität in den USA lag im Juli 2022 bei 11,4 Bcf/d, die Spitzenkapazität war 13,9 Bcf/d.

Ein Ausfall der Freeport LNG-Exportanlage in Quintana, Texas, führte im Juni zu einem Rückgang der US-Exporte um elf Prozent im Vergleich zu denen der ersten fünf Monate des Jahres.

Die Freeport LNG-Anlage Anfang soll Oktober 2022 den Betrieb wieder aufnehmen.

Verflüssigtes Erdgas in der EU

Insgesamt 81 Prozent der gesamten US-Exporte von Januar bis Mai 2022 gingen nach Großbritannien und die Europäische Union.

47 Prozent von Europas Flüssigerdgas-Importen in der ersten Hälfte des Jahres 2022 stammen aus den USA. Zwischen Januar und Juni 2022 stiegen sie um 63 Prozent.

Die Nachfrage nach Flüssigerdgas in der EU boomt aufgrund der niedrigen Erdgasvorkommen sowie der aktuellen Ukraine-Krise.

Kreml könnte Gaslieferungen vollends stoppen

Seit Moskaus Einmarsch in der Ukraine Ende Februar hat die EU mehrere Sanktionen gegen die russische Regierung verhängt. Als Reaktion darauf hat der Kreml die Gaslieferungen über Nord Stream 1 nach Europa gedrosselt.

Die EU-Kommission schrieb in einer Erklärung am 20. Juli, „dass ein vollständiger und langwieriger Stopp der russischen Gaslieferungen abrupt und einseitig eintreten könnte.“

In einem Tweet (20. Juli) wies die EU-Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, darauf hin, dass die Gasspeicher in der EU zu 64 Prozent gefüllt sind.

„Das Gasangebot aus anderen Quellen ist im Vergleich zum letzten Jahr um 75 Prozent gestiegen“, sagte sie.

Dieser Artikel erschien im Original auf theepochtimes.com unter dem Titel: United States Was Top Exporter of Liquefied Natural Gas, Mostly to Europe, During First Half of 2022 (deutsche Bearbeitung nh)

Naveen Athrappully ist Nachrichtenreporter für Wirtschaft und Weltgeschehen bei der Epoch Times.



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AUTOR

Epochtimes

DATUM

Juli 30, 2022

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