Das russische Fernsehen über die „gender-theoretische Perspektive“ der US-Wirtschaft

In den USA weigert sich die Regierung, die Realitäten anzuerkennen und definiert kurzerhand den Begriff „Rezession“ um.

In diesen Tagen werden wir Zeugen einer sehr absurden Show. Die US-Finanzministerin bestreitet, dass sich die USA in einer Rezession befinden. Der Spiegel spielt das Spiel – der US-Regierung wie immer treu ergeben – mit und veröffentlicht allen Ernstes Artikel mit Überschriften wie „Debatte um Konjunktur – US-Finanzministerin sieht keine Anzeichen für Rezession„, in denen der Spiegel, wie ein Sprecher der US-Regierung, das Offensichtliche abstreitet: Die USA befinden sich in einer Rezession und die Biden-Regierung scheitert auf ganzer Linie, auch wirtschaftlich.

Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA war den russischen Fernsehen einen Korrespondentbericht wert, der vollkommen anders klingt, als die Meldungen in westlichen Medien. Ich habe den russischen Bericht übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Biden-Regierung versucht, den krachenden wirtschaftlichen Absturz zu vertuschen

In den Vereinigten Staaten müssen die wirtschaftlichen Probleme nun schnellstens angegangen werden. Die Verbraucherpreisindizes haben einen 17 Jahre alten Anti-Rekord erreicht, die amerikanischen Staatsausgaben sind doppelt so hoch wie die Einnahmen, der Dollar ist gegenüber den Weltwährungen gefallen und hat ein dreiwöchiges Tief erreicht. In der Wirtschaft spricht man von einer Rezession, aber die US-Regierung vermeiden dieses Wort um jeden Preis.

Joe Biden und seine „Bidenomics“ sind seit dem ersten Tag seiner Präsidentschaft ein Thema. Nach weniger als zwei Jahren hat sich Amerika mitten in einer Rezession wiedergefunden.

Minus 0,9 Prozent beim BIP von April bis Juni. Minus 1,6 Prozent beim BIP von Januar bis März. Das US-Handelsministerium verzeichnet einen Rückgang der Ausgaben der Bundesregierung und der Investitionen in die private Produktion. Alles ist wie aus dem Lehrbuch. Aber der US-Präsident tut so, als hätte er es nie gelesen.

„An der Wall Street und unter Experten wird viel darüber gesprochen werden, ob wir uns in einer Rezession befinden. Aber wenn man sich den Arbeitsmarkt, die Verbraucherausgaben und die Unternehmensinvestitionen ansieht, werden wir auch im zweiten Quartal Anzeichen für wirtschaftliche Fortschritte sehen. Natürlich besteht kein Zweifel daran, dass wir eine Verlangsamung des Wachstums im Vergleich zum letzten Jahr erwarten, als wir eine hohe Wachstumsrate hatten. Sie steht jedoch im Einklang mit dem Übergang zu einem stabilen, ununterbrochenen Wachstum und einer niedrigeren Inflation“, sagte Biden.

Er hätte auch etwas über negatives Wachstum einstreuen oder die US-Wirtschaft aus einer gender-theoretischen Perspektive betrachten können: Eine Rezession, die sich selbst für einen Aufschwung hält. Zu kühn? Aber wie es aussieht, wird es bald auch so weit gehen.

„Das Weiße Haus versucht, mit diesen Zahlen umzugehen, indem es uns sagt, dass eine Rezession keine Rezession ist. Aber wir alle wissen, was es ist. Auf diese Zahl verlassen sich die Wirtschaftswissenschaftler schon so lange, wie ich mich mit diesem Thema beschäftige – 30 Jahre. Zwei Quartale wirtschaftlichen Rückgangs sind eine Rezession“, sagt Maria Bartiromo von Fox Business.

Die endgültige Diagnose wird vom National Bureau of Economic Research gestellt. Aber dort ist man, wie immer, vorsichtig. Sie zögern es hinaus. So war es 2008, und jetzt zählen Biden und die Demokraten jeden Monat, der bis zu den Zwischenwahlen verbleibt. Erst einmal wurde beschlossen, Janet Yellen auftreten zu lassen.

„Die meisten Ökonomen und Amerikaner definieren eine Rezession ähnlich: spürbare Arbeitsplatzverluste und massive Entlassungen, Unternehmensschließungen, nachlassende Aktivität des Privatsektors, Familienbudgets unter Druck, eine breit angelegte Schwächung der Wirtschaft. Das ist nicht das, was wir im Moment in der Wirtschaft sehen“, sagte Yellen.

Die US-Wirtschaft trete in eine neue Übergangsphase ein, fügte Yellen hinzu. Offenbar von nirgendwo nach nirgendwo. Übrigens schweigt die Finanzministerin vorsichtshalber über die neun Prozent Inflation, ein Rekordhoch in vierzig Jahren. Es ist an ihrem Nachfolger bei der Fed, Jerome Powell, dieses Feuer zu löschen, indem er den Leitzins bereits dreimal erhöht hat. Sie haben keine gute Wahl. Entweder man opfert das Wachstum, um die Inflation zu senken, oder umgekehrt.

„Die doppelte Bedrohung, die von der Wirtschaft ausgeht, die sich zusehends verlangsamt und gleichzeitig mit explodierenden Preisen kämpft, hat die Verbündeten der Regierung gespalten. Senatorin Elizabeth Warren und viele linke Ökonomen befürchten, dass eine Anhebung der Zinssätze zum Verlust von Arbeitsplätzen führen und die unter der Regierung Biden erzielten Erfolge zunichte machen könnte. Gleichzeitig sagen andere, das Weiße Haus solle sich zurückhalten, weil die FED radikale Schritte zur Senkung der explodierenden Inflation ergreift“, schreibt die Washington Post.

Eigentlich bleibt einem nichts anderes übrig, als sich über die Formulierungen lustig zu machen.

„Wenn alles so gut ist, warum versuchen Offizielle des Weißen Hauses dann, die Definition der Rezession neu zu schreiben?“, wurde Bidens Sprecherin gefragt.

„Nein, wir werden die Definition der Rezession nicht ändern“, entgegnete Carine Jean-Pierre ohne den Schatten eines Zweifels.

Gehen Sie zu Wikipedia, hätte sie hinzufügen können. Dort gab es einen regelrechten Edit-War. Die Seite zum Thema Rezession wurde an einem Tag 47 Mal geändert. Am Ende hat die Seite den Artikel eingefroren und von Vandalismus gesprochen. In der neuesten Version des Artikels wurden die Vorgänge als Bidenomics bezeichnet. Diejenigen, die etwas weiter vorausblicken, sind jedoch überzeugt, dass die Rezession nur ein erster Weckruf ist.

„Die Daten für das zweite Quartal deuten darauf hin, dass wir uns nicht in einer Rezession befinden. Man sagt sogar, wir befänden uns bereits in einer Depression. Nahezu jeder Wirtschaftsindikator entsprach nicht dem Konsens der Wall Street-Prognosen. Sie haben um eine ganze Meile danebengelegen. Die Probleme mit Geld zu fluten ist das, was in erster Linie dazu geführt hat. Die Demokraten müssen aufhören, vor den Zwischenwahlen politische Gewinne erzielen zu wollen, und sich endlich um die Amerikaner kümmern“, sagt Charles Payne, Moderator von Fox Business.

Aber die Demokraten scheinen entschlossen zu sein, alles, was sie haben, zu verschlingen. Der stürmische Senator Joe Manchin und der Mehrheitsführer Chuck Schumer haben eine Einigung über das Steuer- und Klimapaket erzielt. Weitere 369 Milliarden Dollar werden für die grüne Agenda und eine erschwingliche Krankenversicherung verwendet. Die Republikaner meinen, ihre Gegner würden das Feuer mit Benzin löschen.

„Das ist ein völlig absurder Gesetzentwurf, den sie auch noch Inflationsbekämpfung nennen. Das wird die Inflation auf jeden Fall erhöhen. Ich meine, wenn man die Steuern für diejenigen erhöht, die Arbeitsplätze schaffen, und die gesamte Art und Weise ändert, wie ihre Steuern festgelegt werden, wird das alles die Inflation erhöhen. Das ist meiner Meinung nach absurd“, sagt Senator Kevin Kramer.

Einige von Bidens Parteifreunden beginnen jedoch bereits, die Botschaft zu verstehen. Der Bürgermeister von New York zum Beispiel. „Ich wende mich an Sie als Stadt und sage: ‚Wir stecken in einer Finanzkrise, die Sie sich nicht einmal vorstellen können. Die Wall Street bricht zusammen, wir befinden uns in einer Rezession.’“

Allerdings war Eric Adams nur zehn Minuten lang mutig. Als Reporter ihn nach der Rede ansprachen, begann er, Biden zuzustimmen. Er sagte, der wisse es besser. Nur Selensky scheint nicht zu verstehen, wie heikel dieses Thema für Bidens Klientel ist.

„Die Rettung der Demokratie in der Ukraine ist viel wichtiger als die Inflation und Ihre dummen Ängste über die Wirtschaft. Selensky, unser neuer George Washington, hat beschlossen, nicht einmal so zu tun, als ob ihm die USA am Herzen lägen. Er wurde gefragt: Kann Amerika es sich leisten, 60 Milliarden Dollar für Ihre korrupte Diktatur auszugeben, damit Sie so dramatische Bilder für Zeitschriften wie Vogue machen? Natürlich, antwortete Selensky. Inflation? Wen kümmert schon diese Inflation! Wir kämpfen hier für gemeinsame Werte. Was? Wessen Werte?! Wir haben nichts mit Ihnen gemeinsam. Sie sind für ein korruptes kleines osteuropäisches Land zuständig. Und wir müssen an unser Land denken“, sagte der TV-Moderator Tucker Carlson zu Selensky.

Selensky weigert sich zu glauben, dass auch in Washington bald jemand anderes über Amerika und die Ukraine nachdenken wird. Das ist ein Fehler.

Nur 18 Prozent der Amerikaner glauben, dass die Wirtschaft mehr oder weniger gut läuft. 79 Prozent glauben, dass sich die Situation verschlechtert. Die Zahlen sind praktisch wie aus dem Jahr 2008. Diese Krise wurde in den USA als große Rezession bezeichnet. Und auch Biden kann sie nicht umbenennen.

Ende der Übersetzung


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AUTOR

Anti Spiegel

DATUM

Juli 31, 2022

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