Ablenkungs-Mumbo-Jumbo oder die falsche Binäre?

Veröffentlicht am 2. August 2022 von RL.

Wie funktionieren Zaubertricks? Indem man parallel zur eigentlichen Handlung ein Ablenkungsfeld schafft. Um eine Illusion zu erreichen, gelangen eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken zur Anwendung: Psychologie, Ausnutzung von Wahrnehmungslücken, Kunstgriffe, optische Täuschungen, trickreiche Apparaturen, Ablenkung, Ausnutzung gemeinhin unbekannter physikalischer Zusammenhänge und mathematischer Gesetze.

Haargenau so kommunizieren Obrigkeiten, verschärft seit März 2020, aber auch schon seit spätestens «9/11», mit uns Bürgerinnen und Bürgern. So bringt man ganze Populationen «auf Linie und Kurs» in einem sich zunehmend verengenden Debattierkorridor.

Das Online-Portal Off-Guardian beschrieb unlängst eine der effektivsten Methoden, um der breiten Masse einen x-beliebigen Konsens einzubläuen. Die Rede ist von der «falschen Binäre». Noam Chomsky, ehemaliger Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und «Kritiker» der US-Politik, zitierend, erklärt das Portal:

«Der intelligente Weg, um die Passivität und Gehorsam von Menschen zu garantieren, ist die strenge Einschränkung des zulässigen Meinungsspektrums, doch in diesem Spektrum eine sehr lebhafte Debatte zuzulassen – gar die kritischeren und abweichenderen Ansichten zu unterstützen. Dies verleiht den Menschen das Gefühl, dass tatsächlich freies Denken stattfände, während die Voraussetzungen des Systems stetig durch die Reichweitegrenzen der Debatte bestärkt werden.»

Off-Guardian erklärt, dass die obenstehende Erläuterung das Wesen und die Funktion der falschen Binäre zutreffend umschreibt, und erläutert:

«Hierbei handelt es sich um das Aufzwingen der Vorstellung, dass Gesichtspunkt A das offiziell anerkannte Narrativ sei und demnach Gesichtspunkt B die Antithese darstelle. Insofern können Punkte C bis Z ignoriert werden. Es ist eine unverkennbare Tatsache, dass sowohl Gesichtspunkt A als auch Gesichtspunkt B das allumfassende unterbreitete Narrativ bekräftigen und beide (Wege) nach Rom führen.»

Beide sind in einem engen offiziell zugelassenen Meinungskorridor angesiedelt.

«Es ist ein unglaublich effektives Management-Tool. Eine falsche Binäre befähigt einen nicht nur, die automatisch parierenden Normalos und Untertanen zu manipulieren, sondern auch diejenigen, die sich als ‹Anti-Establishment›, Nonkonformisten oder ‹Rebellen› ansehen. Man vermittelt ihnen, dass doch kritisch nachgedacht und berichtet würde.»

Ich nenne das auch Feigenblatt-Beiträge. Klassisch dafür die «NZZ». Ihr Chefredaktor Eric Gujer schrieb jeweils am Samstag mal einen kritischen Corona-Artikel, auf den folgenden Seiten dann wieder der übliche Mainstream-Einheitsbrei «auf Linie». Eine von dem Portal aufgelistete beispielhafte dreigliedrige Methodik, wie man eine falsche Binäre erzeugt, liest sich folgendermassen:

«Verwendung der Leitmedien, um Gesichtspunkt B weitgehend zu verbreiten, während der Anschein erweckt wird, dass man diesen bestreitet, anfechtet oder verhöhnt. Ferner: Durch das ‹Leaking› von angeblich vertraulichen Dokumenten jenen Gesichtspunkt B als die ‹verborgene Wahrheit› ‹enthüllen›. Dies geschieht üblicherweise durch die Leitmedien. Hingegen ist es weitaus effektiver, wenn man es im Sektor der unabhängigen Medien zu lancieren vermag. Ganz nach dem Motto: Sehr ihr, auch die berichten davon!»

Nach meinem Verständnis ist die falsche Binäre eine ausschliesslich vorgegaukelte narratorische Rivalität. Wobei sich zwei angeblich miteinander im Clinch liegende Sichtweisen im grossen Kontext ziemlich einig sind und die jeweiligen Versionen (beide!!) als eigentliche Katalysatoren für das grosse Narrativ fungieren.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Es gibt etliche Yeti-Forscher auf der Welt, die sich einig darüber sind, dass eine über drei Meter grosse, aufrecht gehende, pelzige und sagenumwobene Kreatur zweifelsohne existiert. Doch betreffend des Ursprungs tragen sie unerbittliche rhetorische Grabenkämpfe aus. Alle sind der felsenfesten Überzeugung, dass es den Yeti gibt, doch streiten sich darüber, wo er denn eigentlich herkommen soll.

Diese Konstellation aus dem Monsterjäger-Sektor mag eine natürliche Evolution der gegebenen Umstände sein, doch dies sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Installation einer falschen Opposition eine unvergleichbare Effizienz aufweist, Meinungsmache zu betreiben. Die falsche Binäre ist in vielerlei Hinsicht das durchschlagkräftigste Instrument, um die öffentliche Wahrnehmung zu täuschen.

Nach unserem Dafürhalten zeugt es von einer intelligenten Raffinesse, Gegenpole aufzubauen, die mehr Anziehungskraft als Abstossung aufweisen. Wie verbiegt, verzerrt, improvisiert und verkauft man als Spin-Doktor die eigenen Absichten, um Phantome und Mythen als Realität darzustellen? Man mobilisiert eine Gegenpartei, welche das grosse Ganze nicht infrage stellt, sondern nur das Drumherum, die Details. Wie etwa pedantisch hervorgehobene nichtige Facetten der Phantomjagd und Mythenbildung:

Dosierte Opposition zur Affirmation

In der George W. Bush-Ära gingen Antikriegsaktivisten auf die Barrikaden, um die Invasion Afghanistans und des Irak zu kritisieren, ohne jemals den aufoktroyierten Tathergang und Sachverhalt von 9/11 zu hinterfragen, gewissermassen the «Smoking Gun»: das Gebäude 7. Die erschlagenden Indizienbeweise (und mehr!) für einen Inside-Job waren nie ein Thema, wodurch die Pazifisten-Bewegungen, wissentlich oder unwissentlich, die offizielle Coverstory vom saudischen Terror-Fürsten billigend in Kauf nahmen.

Sprich: Ein mutmasslich schwer nierenkranker, dialysepflichtiger, im Hindukusch verschanzter Dschihad-Kommandeur habe die Strippen gezogen, um die Twin-Tower zum Einsturz zu bringen, einen Flügel des Pentagon in Schutt und Asche zu legen und eine Passagiermaschine nicht nur abstürzen, sondern auch gleich komplett verschwinden zu lassen (Shanksville/Pennsylvania: Wo Loch, da nichts.). Sich lediglich auf die Kriegskritik fokussierend, erwies das sogenannte Anti-War-Movement der Gesellschaft letztendlich einen Bärendienst.

Zur Aktualität, der Corona-Krise: Die Laborunfall-Hypothese steht, entgegen der allgemeinen Auffassung, alles andere als im direkten Widerspruch zur Zoonose-Story, also einem natürlich auf den Menschen durch Fledermäuse übertragenen ebenso natürlichen Virus. Seit längerem habe ich den Verdacht, dass die einst verpönte, doch inzwischen umarmte Theorie unweigerlich eine Menge «Zeugen Coronas» konvertieren wird – kurzfristig. Off Guardian hat auch diesen Denkansatz auf den Punkt gebracht. Das Portal schreibt hierzu:

«Die Laborunfall-Theorie, die der Vorstellung Vorschub leistet, dass Sars-Cov-2 im Rahmen eines Funktionsgewinn-Forschungsprogramms [gain of function; Anm. d. Red.] biotechnologisch im Labor erzeugt und entweder versehentlich freigesetzt oder vorsätzlich auf eine ahnungslose Bevölkerung losgelassen wurde, tauchte bereits im Januar 2020 auf den Titelblättern auf.

Seinerzeit wurde sie vom Grossteil der Medien für eine ‹rassistische› ‹China-feindliche› ‹Verschwörungstheorie› gehalten, und fiel vom Narrativ ab.»

In diesem Zusammenhang weist das Portal darauf hin, dass es 2021 urplötzlich zu einem schizophren anmutenden Sinneswandel kam und die Laborthese nun doch als possibel erachtet wurde, temporär für Furore sorgend, doch dann abermals tief in der Versenkung verschwindend. Nur um nun, u.a. dank der Weltgesundheitsorganisation (WHO), ein grosses Comeback zu feiern. Off Guardian dazu: «Jetzt ist sie zurück. Und gewinnt an Momentum.»

Tatsächlich «outete» sich die (WHO) als Laborunfall-Theoretiker und «verlangt» von Peking, Licht ins Dunkle zu bringen. China weist die neu aufgeflammte «Offensive» kategorisch mit dem Vermerk zurück, dass die Labor-Theorie ein Hirngespinst sei, und wenn, dann müsse es ein amerikanisches Labor sein. Alles andere sei «schlichtweg antichinesische Propaganda», wie es die kommunistische Partei artikulierte. Die intendiert also, den «Schwarzen Peter» dem «Erzrivalen» USA zuzuschieben. Sprich die Vereinigten Staaten hätten «Sars-Cov-2» aus einem ihrer Labors entfliehen lassen. Die Konvergenz ist unbestreitbar. Darauf näher eingehend, erörtert Off-Guardian:

«Kurzum: Zwei scheinbar oppositionelle Lager erheben sich. Der Westen schafft die Grundlage, um China der Pandemie wegen zu beschuldigen, während China (und bestimmt irgendwann auch Russland) die USA des Gleichen bezichtigen. Das ist eine klassische falsche Binäre, wie sie im Lehrbuch steht. Und haben Sie etwas Zusätzliches bemerkt? Nein? Ich sag’s Ihnen: Man spricht bei der nichtnatürlichen Labortheorie nicht davon, dass man es unter Umständen auch bewusst freigesetzt hat, sondern stringent von einem Laborunfall! Sie müssen bemerken, dass diese beiden angeblich gegnerischen Seiten sich über den wichtigsten Aspekt der Pandemie-Lüge einig sind: dass Covid eine einzigartige neue und gefährliche Krankheit ist, die mit Masken, Social Distancing, Lockdowns und Impfstoffen behandelt werden muss – und sich nur heftig darüber streiten, wo diese ‹reale und tödliche neue Krankheit› möglicherweise herkam. Eine saubere Ablenkung von den deletären Massnahmen und noch schlimmeren ‹Impfstoffen›.»

Der Off-Guardian weiter:

«Sie wollen, das Sie vergessen, dass ‹Covid› nur ein bedeutungsloser neuer Name für ein altbekanntes Cluster ‹saisonaler› Symptome ist. Sie sollen vergessen, dass die ganze Geschichte ein Betrug an der Menschheit war, und stattdessen in einer vorgeschriebenen, lärmenden und total unaufrichtigen ‹Ursprungsdebatte› Partei ergreifen. Sobald Sie sich daran beteiligen, hat man Sie in der Falle. Denn wenn Sie anfangen, darüber zu debattieren, wo ‹es› herkommt, haben Sie akzeptiert, dass ‹es›, sprich ein neues tödliches Virus, existiert und behandelt werden muss.»

Koste es, was es wolle, auch an Menschenleben. – Und weiter:

«Das ist alles, was sie von Ihnen verlangen: Die Massnahmen sind dann durchsetzbar inkl. der totalen Kontrolle des Grossteils der Bevölkerungen. Wir denken, dass Sie diese inszenierte ‹Kontroverse› ablehnen sollten. Denn ganz gleich inwiefern die Ost-West-Teilung in anderen Gebieten auseinanderklafft: Was Covid betrifft, sind beide Seiten dieselbe Seite und verbreiten dieselbe Geschichte. Und es kommt sowohl dem Osten als auch dem Westen gelegen, diese falsche Binäre – und diesen ‹Biowaffen/Impf›-iFear-Porn – auf Kosten umfassenderer und ehrlicherer Nachforschungen zu begünstigen. Sagen Sie einfach: Nein!»

Was folgern wir für das Corona-Narrativ? Symbiotisch wie ein siamesischer Zwilling und nicht zwiespältig wie das Janusgesicht resp. kritisch wie These und Antithese. Während auch von mir frequentierte alternative Medien der Labor(unfall)-Theorie teilweise erlegen sind (auch mein Caimi-Report!), sind die brennendsten Fragen in den Hintergrund gerückt worden.

Wie etwa die, wo zum Teufel das nach den Kochs‘chen Postulaten zu isolierende «SARS-CoV-2» zu finden ist. Und weshalb «erkrankten» Labortiere nicht an dem «Killervirus»? Was hat es mit den inzwischen aufgedeckten, jedoch augenblicklich unter den Teppich gekehrten PCR-Marotten auf sich? Oder wissen Sie, auf welchem cT-Wert die erneut «steigenden Fallzahlen» beruhen?

In der Konsensfabrik geht es ausschliesslich darum, Konformität für das ganz Grosse zu erreichen und Verwirrung zu stiften. Lassen Sie sich nicht von dem Mumbo-Jumbo vereinnahmen und hinterfragen Sie alles und jeden, auch wenn das Narrativ sakrosankt erscheint. Dann sollen und können Sie auch darauf hinweisen, dass Covid-19 alles andere als natürlichen Ursprungs ist (…)

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Dies ist der leicht gekürzte Newsletter von Marco Caimi, Arzt, Kabarettist, Publizist und Aktivist. Aus Zensurgründen präsentiert er seine Recherchen nebst seinem YouTube-Kanal Caimi Report auf seiner Website marcocaimi.ch. Caimis Newsletter können Sie hier abonnieren.

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AUTOR

Rafael Lutz

DATUM

August 2, 2022

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