Fall Leonie wird im September verhandelt: Anklage erschüttert

Fall Leonie wird im September verhandelt: Anklage erschüttert

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Der Mord an der 13-jährigen Leonie, die Passanten am 26.Juni 2021 auf einem Grünstreifen in Wien-Donaustadt leblos aufgefunden hatten, wird ab 27. September am Landesgericht Wien verhandelt.

Für den besonders schrecklichen „Fall Leonie“ steht nun der Prozesstermin fest. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage anberaumt. Ein Urteil soll es frühestens im Oktober geben. Mehrere Star-Anwälte sollen die mutmaßlichen Täter vertreten. Unklar ist indes noch, ob der Prozess öffentlich sein wird, was aufgrund des öffentlichen Interesses umso absurder wirkt. Kenner des österreichischen Justizsystems rechnen mit Jugendstrafen für die Beschuldigten.

Vergewaltigung mit Todesfolge

Dass die drei angeklagten afghanischen Flüchtlinge wegen „Vergewaltigung mit Todesfolge“ angeklagt wurden und nicht wegen Mord sorgte schon zuvor für Unverständnis. Laut Anklage sollen die drei Beschuldigten schon zu dem Zeitpunkt, als das Mädchen in die Wohnung mitkam, beschlossen haben, es unter starken Drogeneinfluss zu setzen und gemeinsam zu vergewaltigen. Ein Zwischengutachten der Gerichtsmedizin besagte bereits, dass die 13-Jährige infolge einer Suchtmittelvergiftung und Erstickens gewaltsam zu Tode gekommen ist. Sie sollen Leonie heimlich sieben(!) Ecstasy-Tabletten verabreicht und die Schülerin bis zu ihrem Tod abwechselnd vergewaltigt haben.

Auf Grünstreifen abgelegt

Infolge der Überdosis durch das ihr eingeflößte Suchtmittel setzte bei der 13-Jährigen plötzlich die Atmung aus. Die Männer dürften in Panik geraten sein. Doch anstatt die Rettung zu verständigen versuchten sie das Mädchen mit kaltem Wasser abzuduschen. Als sich die 13-Jährige nicht mehr regte, wickelten die Tatverdächten Leonie kaltblütig in einen Teppich ein, trugen sie in diesem vor die Tür und lehnten den Teppich mit dem Mädchen wie Unrat an einen Baum. Passanten entdeckten das bereits leblose Mädchen erst am nächsten Morgen. Jede Hilfe kam zu spät.

Verdächtige bestreiten Vorwürfe

Die angeklagten Afghanen bestreiten die Tat. Einer behauptet sogar, von den Geschehnissen nichts mitbekommen zu haben, weil er nach dem Konsum eines Mischgetränks eingeschlafen sei. Jedoch widerlegen laut Staatsanwaltschaft DNA-Spuren diese Angaben. Für den Prozess sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt, Urteile soll es frühstens am 6. Oktober geben. Für den ältesten Angeklagten, der im Tatzeitraum über 21 und somit erwachsen war, geht es im Fall eines Schuldspruchs um zehn bis 20 Jahre oder lebenslang (was in Österreich bei guter Führung wiederum nur 20Jahre bedeutet). Die beiden anderen könnten als Jugendstraftäter mit geringeren Strafen rechnen.

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