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Swiss-Versager-Rat: Francioni, Russi, Blattmann

Die Swiss war eine Perle, verschenkt für ein Butterbrot an die Deutsche Lufthansa vor 17 Jahren. Das ist Geschichte.

Aktuell ist, dass die Swiss International Air Lines derzeit nichts Perlenhaftes mehr ausstrahlt. Verspätungen am Laufmeter, Flug-Ausfälle, Personal-Mangel – gar Streiks drohen.

„Die Chefs von Lufthansa und Swiss brauchen Ideen, um den Betrieb zu stabilisieren und das Vertrauen ihrer Leute zurückzugewinnen“, lanciert die sonst gnädige NZZ heute eine Breitseite gegen die operative Spitze.

Captains abgetaucht (Swiss)

Unbehelligt bleiben drei Schweizer, die über viel Renommee verfügen und an entscheidender Stelle bei der Swiss sitzen.

Die Rede ist von den Verwaltungsräten der Swiss. Von den fünf im Board zählen drei zu den national bekannten Persönlichkeiten.

Zuoberst steht Reto Francioni als Präsident der Schweizer Airline im Verbund der Lufthansa-Gruppe. Francioni ist ein Finanzmann, mit Aufstieg in der Welt der Börsen, zunächst in der Schweiz, dann in Deutschland.

Die letzten Jahre sass der Freund von Axel Weber in dessen Verwaltungsrat der UBS. Seit 2016 führt Francioni das oberste Gremium der Swiss.

Ihm zur Seite steht ein Ex-General. André Blattmann war ab 2008 für 8 Jahre Chef der Schweizer Armee. Noch heute kennt man Blattmann eher als seine Nachfolger – er ist wohl der berühmteste Dreisterne-General der jüngeren Zeit.

Schweigen im Sturm (Swiss)

Bei der Dritten im Swiss-Bunde handelt es sich um Doris Russi. Die Frau zählte bis vor kurzem zu den weiblichen Aushängeschildern der Schweizer Spitzenwirtschaft.

Russis wichtigstes Mandat war lange jenes bei der Versicherungsgruppe Helvetia, wo die Managerin bis diesen Frühling Präsidentin war. Sie hatte die Aufgabe vom gestrauchelten Pierin Vincenz übernommen.

Bis 2021 thronte Russi im VR der Luzerner Kantonalbank auf dem Präsidentenstuhl.

Russi, Blattmann, Francioni sind sogenannte „Household“-Namen der hiesigen Wirtschaftsszene. Nun wären sie gefordert.

Die Swiss hat vor 2 Jahren eine Milliarden-Kreditgarantie des Schweizer Steuerzahlers erhalten; dies mit der Idee, dass die Airline durch die Covid-Krise gelangt, ohne nachhaltig Schaden zu nehmen.

Sprich: Die Airline soll bereit sein, wenn die Krise vorbei ist.

Seit Ende der Pandemie wollen nun alle wieder fliegen. Statt dass die Swiss die Nachfrage befriedigt, ächzt und stöhnt sie ob dem Schub im Geschäft.

Nichts scheint mehr zu klappen – und das übermüdete Personal droht jetzt gar, den Bettel hinzuschmeissen. Von der Brücke mit dem Super-Trio wären nun klare Ansagen zu erwarten, wie es die Krise zu bewältigen beabsichtigt.

Statt dessen Schweigen im Wald. Kein Pieps. Nichts.

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AUTOR

Lukas Haessig

DATUM

August 4, 2022

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