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Westen verschrottete, Moskau hortete

Gemäss dem renommierten International Institute for Strategic Studies in London verfügten die russischen Landstreitkräfte vor dem Krieg gegen die Ukraine über 2’800 einsatzfähige Kampfpanzer und 862 Mehrfachraketenwerfer. (1)

Die Mehrheit dieser Mehrfachraketenwerfer sind Grad-Werfer 122 mm, die aufgrund ihrer Reichweite im Frontbereich eingesetzt werden. Diese Mehrfachraketenwerfer werden vor allem in den Operationen um Luhansk und Donezk eingesetzt.

Mehrfachraketenwerfer Grad 122 mm (Reichweite 20.5 km; A.S.)

Ergänzt werden die Grad-Werfer durch den Einsatz der weitreichenderen Mehrfachraketenwerfer Uragan und Smerch.

Mehrfach-Raketenwerfer Uragan 220 mm (Reichweite 35–40 km; A.S.)

Russland hat in seinen Rüstungsarsenalen einen riesigen Bestand an solchen Waffen. Dort sind 10’200 Kampfpanzer der Typen T-72, T-80 und T-90 und 3’220 Mehrfachraketenwerfern der Typen Grad und Uragan eingelagert.

Im Gegensatz zu den NATO-Staaten haben die Russen ihre älteren Waffensysteme, die sie aus den einsatzfähigen Verbänden ablösten, nicht verschrottet, sondern gehortet.

Russische Waffen sind einfach konstruiert. Ihr Einsatz verlangt geringe technische Vorkenntnisse und keine intensive Ausbildung.

Die Waffen funktionieren in der Regel zuverlässig.

Der Trumpf der russischen Streitkräfte sind nicht High-Tech-Waffen, sondern die zahlenmässige Überlegenheit des massierten Einsatzes dieser „einfachen“ Waffensystemen.

Im Zweiten Weltkrieg hat die Rote Armee mit einfachen Waffen und dieser Art der Kriegführung über das Dritte Reich gesiegt.

1 The International Institute for Strategic Studies, Military Balance 2020, London, 2020, S. 196.

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AUTOR

Albert Stahel

DATUM

August 4, 2022

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