Wie verrückt ist das denn? Deutsche Politiker überbieten sich gegenseitig mit Sparappellen, aber hintenrum beliefert Deutschland ein nordafrikanisches Land mit Gas. Die Informationen in der August-Ausgabe von COMPACT-Magazin (Titel: “Habeck, der Kaltmacher”) öffnen jedem die Augen – auf dass unser Volk sich erhebt, bevor es im Winter kaltgemacht wird… “Habeck – Der Kaltmacher. Morgenthaus williger Vollstrecker” ist am Kiosk und im COMPACT-Shop erhältlich.

 Konkret geht es um Lieferungen von US-amerikanischem Flüssiggas, die der deutsche Energiekonzern RWE seit dem Juli dieses Jahres vornimmt. Das Flüssiggas wird in einem LNG-Terminal in Spanien regasifiziert und dann durch eine im Mittelmeer befindliche Pipeline nach Marokko geschickt. In Spanien wird diese Praxis mittlerweile scharf kritisiert. Außerdem stellt sich die Frage, wie Marokko die Gaslieferungen finanziert, zumal schon reiche westliche Staaten derzeit Probleme haben, die enorm hohen Preise für Flüssiggas zu zahlen.

Neuer Streit vorprogrammiert

Gefährlich aus Sicht der Europäer ist aber vor allem die wachsende Wut in Algerien. Algerien und Marokko tragen seit Jahrzehnten einen scharfen Konflikt um Hoheitsansprüche in der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara aus. Während Marokko das Gebiet als Teil seines Staatsterritoriums betrachtet und höchstens dazu bereit ist, einige Autonomierechte zu gewähren, unterstützt Algerien die Rebellenorganisation Frente Polisario, die einen unabhängigen Staat Westsahara gründen möchte.

Demonstration für die Unabhängigkeit der Westsahara im Jahr 2008. Foto: Natalia de la Rubia I Shutterstock.com.

In Algier ist man ohnehin schon verärgert über einen plötzlichen außenpolitischen Schwenk der Regierung in Madrid, die sich nun plötzlich die Position Marokkos zueigen gemacht hat. Die RWE-Gaslieferungen nach Marokko dürften den Zorn der algerischen Regierung über die EU noch vergrößern, was kurz vor dem Beginn des Winterhalbjahres 2022/2023 noch ein weiteres Risiko für die europäische Gasversorgung darstellt. Schon jetzt beliefern die Algerier die Medgaz-Pipeline zwischen Algerien und Spanien aufgrund „technischer Probleme“ nur noch mit verminderten Füllmengen.

Baerbocks Wasserstoff-Utopie

Ein vollständiger Stopp der algerischen Gaslieferungen dürfte die EU dann endgültig vor unlösbare Probleme stellen, schließlich ist neben Spanien mittlerweile auch Italien abhängig vom algerischen Gas. Anscheinend hat man in der EU geopolitisch mal wieder auf das falsche Pferd gesetzt. Das betrifft auch Deutschland, wo sich Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für eine einseitige Übernahme der marokkanischen Position im Westsahara-Konflikt stark macht, weil nach ihrer dubiosen Energiestrategie Marokko eines der zukünftigen Hauptimportländer für grünen Wasserstoff werden soll.

Es kratzt sowohl in der spanischen wie auch in der deutschen Regierung angesichts solcher Wasserstoff-Träume offensichtlich niemanden mehr, dass die algerische Position im Westsahara-Konflikt – nämlich die Abhaltung eines Referendums über den zukünftigen politischen Status des ehemaligen spanischen Kolonialgebietes – vom Völkerrecht gedeckt ist. Aufgrund einiger grüner, wolkiger Wasserstoff-Utopien vergrault man jetzt lieber einen der – neben Russland – größten Gaslieferanten, die die EU in ihrer jetzigen Situation noch hat.

Hier eine Übersicht über das 12-seitige (!) Titelthema von COMPACT 8/2022 “Habeck – Der Kaltmacher. Morgenthaus williger Vollstrecker”:

Habeck – Der Kaltmacher

Der Kaltmacher

Wie Habeck uns in einen Hungerwinter führt. Robert Habeck warnt für den Winter vor einem „Alptraum-Szenario“. Schuld daran ist nicht der russische Präsident, sondern er selbst: der grüne Wirtschaftsminister.

Morgenthaus williger Vollstrecker

Deindustrialisierung nach historischem Vorbild: Robert Habeck nutzt die Ukraine-Eskalation, um endlich die Deindustrialisierung und Verarmung Deutschlands durchzusetzen. Dabei folgt er einem Plan der US-Besatzer von 1944/45.

Atomkraft? Ja bitte!

Nur mit AKWs kommen wir über den Winter – aber die ideologiebesoffenen Grünen mauern.

Der Tod der Schweinswale

Habeck und sein Frackinggas vernichten die Natur: In der Ostsee ist die einzige deutsche Walart bedroht, seit das Meer für den Bai von Flüssiggas-Terminals aufgewühlt wird.

Unbezahlbar!

Die Mega-Inflation auf einen Blick: Eine solche Preissteigerung gab es seit 50 Jahren nicht mehr – und der Großhandel hat noch gar nicht alle Mehrkosten an die Supermärkte weitergegeben.

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