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Bundesheer-Experte: „Russen rüsten Panzer schnell auf, der Vorsprung schwindet“

Published On: 6. Februar 2023 19:35

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Der eXXpress war am Montag beim Kampfpanzerbataillon in der Hessen-Kaserne in Wels auf Lokalaugenschein und befragte Kommandanten Oberst Jörg Loidolt zum Leopard 2-A4, aber auch zu anderen Panzermodellen und der dahingehenden Ausstattung der beiden Kriegsparteien Russland und Ukraine. Das spannende Interview sehen Sie heute um 19.50 Uhr auf eXXpress.at und eXXpressTV!

Redaktion

Die Ausbildung im Panzerbataillon dauert in Österreich mindestens sechs bis acht Monate. Im Hinblick auf die Ukraine sei es problematisch, dass Selenskyjis Heer aufgrund der akuten Kriegssituation die Ausbildung verkürzen oder verschnellern müsse. Lokale Medien berichteten von acht Wochen Ausbildungszeit „Unter sechs Monaten kann ich mir nicht vorstellen, dass die Soldaten ausreichend ausgebildet sind, um souverän ein Panzerfahrzeug zu betätigen“, so Loidoldt auf Nachfrage. 

Österreich verfügt momentan über 18 einsatzbereite Leopard Panzer, insgesamt befinden sich 58 Fahrzeuge im Besitz des österreichischen Bundesheers.

Im Ausbildungszentrum des Panzerbataillons Hessen 14 erklärte Kommandant Loidolt die Abläufe der Ausbildung für die 500 Soldaten, die momentan in diesem Bataillon sind.eXXpress

Fahrzeugexperte Oberleutnant Fürst erklärte dem eXXpress: Das Panzerarsenal der Russen ist deutlich größer als jenes der Ukraine. Auch könne die russische Seite bei Verlusten schneller nachrüsten. Laut Oberleutnant Fürst sind auf russischer Seite 9000 Panzer eingelagert und 2000 einsatzbereit, während auf ukrainischer Seite nur ein paar hundert Fahrzeuge vorhanden sind. Ein großes Problem stelle für die Ukraine auch das Nachrüsten dar. Während beispielsweise vom Leopard-2 nur ein bis zwei Panzer pro Monat in einer griechischen Fabrik produziert werden können, rüstet Russland pro Monat 30 Panzer nach – natürlich befinden sich darunter auch ältere Modelle, so Fürst. 

Deutsche und amerikanische Panzer seien zwar von der Ausstattung und Treffsicherheit den russischen Fahrzeugen überlegen, dieser Vorteil könne sich jedoch schnell in Luft auflösen, wenn Leopard-Panzer in die Hände der gegnerischen Seite gelangen. Das technische Know-How werde dann übernommen und russische Modelle dahingehend angepasst.
Gerade deswegen setzte Russland jetzt sogar „Kopfgeld“ für die Erbeutung des ersten Leopard-2 aus. Für die Zerstörung gibt es 500.000 Rubel (mehr als 6300 Euro), für die Erbeutung sogar eine Million Rubel (13.200 Euro) – der eXXpress berichtete.
Ob die von Deutschland versprochenen Panzer bisher überhaupt in der Ukraine angekommen oder sogar schon im Einsatz sind, konnten weder Loidoldt noch Fürst bestätigen. Sicher sei, dass 14 britische und 14 französische Panzer in der Ukraine angekommen sind. Auch bei der Ausstattung ist der Vorteil der westlichen Panzer nicht mehr so groß, wie angenommen; Zwar hinken die russischen Panzer wie der T-72 bei der Feuerkraft und Genauigkeit den westlichen Modellen hinterher, bei der Panzerung würden die Russen jedoch immer besser und könnten NATO-Panzer bald übertrumpfen.
Ein weiteres Problem auf ukrainischer Seite sei, dass für die verschiedenen Panzer nicht dieselbe Munition verwendet werden kann. Auch Größenangaben seien verschieden, so sei beim Werkzeug für den US-Panzer Abrams beispielsweise alles in „Inches“ und nicht in Zentimetern angeschrieben.

Das gesamte Interview mit Kommandant Loidolt sowie mehr spannende Einblicke in und um den Panzer in Österreich gibt es heute um 19.50 Uhr auf eXXpressTV.

18 Leopard 2-A4 Panzer sind in Österreich einsatzbereiteXXpress

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