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Warten auf Wagenknecht -> Erwartungsvoll auf Wagenknecht warten

Published On: 2. Oktober 2023 6:25

Sommerloch und Sommergewitter

Was die Medien dazu bewegt, Wagenknecht fast zur Gründung einer Partei zu tragen, wissen nur sie selbst. Bisher waren sie nicht bekannt für ihre Kritik am Kapitalismus, wie es Wagenknecht tut. Auffällig ist, dass Wagenknecht eher den Sturm und Drang einiger Medien bremst, als umgekehrt. Man könnte fast meinen, dass diesen Medien mehr an einer neuen Partei gelegen ist als der Gründerin selbst. Zuerst wies sie Spekulationen mit Verweis auf die Schwierigkeiten einer Parteigründung und ihren Gesundheitszustand ab, aber jetzt scheint die Frage nach einer Neugründung nicht mehr zur Debatte zu stehen, sondern nur noch das Wann. Diese Partei wäre sicherlich nicht nur eine ernsthafte Konkurrenz für die AfD, sondern auch für alle anderen, die sich im sogenannten linken Milieu bewegen. Für die Linkspartei selbst wäre sie wahrscheinlich der letzte Nagel im Sarg, der ihr langes Siechtum besiegelt. Andererseits könnten solche von den Medien angeheizten Diskussionen nur eine Überbrückungshilfe für das ereignislose Sommerloch sein. Aber das Thema ist schon zu lange Gesprächsstoff und Hoffnungsträger in der Gesellschaft, um es nur als Medienkampagne abzutun. Andererseits ist nicht klar, welche politischen Überlegungen dahinterstecken, dass einige Redaktionen immer wieder eine Wagenknecht-Partei zum Thema machen. Dass die Meinungsmacher besser informiert sind als der Durchschnittsdeutsche, bedeutet nicht, dass sie klügere Schlüsse aus ihrem Informationsvorsprung ziehen. Man muss sich nur die massiven Fehleinschätzungen in den Kommentarspalten des Mainstreams zu Afghanistan, dem Nahen Osten, der Sahelzone und natürlich auch zum Ukrainekrieg ansehen. Die Schwächen im politischen Denken staatstreuer Kommentatoren zeigen sich in ihrer Haltung zu den westlichen Sanktionen, die angeblich schon längst zum Untergang Russlands hätten führen sollen. Dennoch haben viele Medien ein besseres Gespür für die Stimmung im Volk als so mancher Politiker. Hat man deshalb Angst, dass sich Unmut in der Gesellschaft aufstaut und zu einem Gewitter zusammenbraut? Haben die Redaktionen und auch einige politische Kreise im Hintergrund der Gesellschaft Angst, dass sich aus diesem Gewitter Blitze entladen könnten, die mehr Schaden anrichten als das Donnergrollen einer drohenden Wagenknecht-Partei? Wird deshalb einer neuen Partei das Wort geredet, um dem Unmut eine neue Heimat zu bieten? Denn Parteien sind leichter zu kontrollieren als ein Schwelbrand, der sich in der Gesellschaft ausbreitet. Wer außer den Medien, die aus Krawall Umsatz machen, hätte noch ein Interesse daran, den Unmut durch eine neue Partei zu entschärfen? Geheimdienste und Militär könnten aus politischen Überlegungen dafür in Frage kommen. Aber aufgrund ihrer ausgeprägten Analysefähigkeit und ihres Einschätzungsvermögens von gesellschaftlichen Vorgängen dürften sie kaum Gefahren für die bestehende Ordnung durch unkontrollierte Proteste sehen. Das Treiben der Meinungsmacher bleibt also weiterhin ein Rätsel.

Zankäpfel

Diese Diskussion bringt bereits eine Frucht hervor: Große Teile der Bevölkerung setzen ihre Hoffnungen auf diese neue Partei. Die Erwartungen steigen und damit auch die Spekulationen. Mit all diesen Wünschen wächst jedoch auch der Zwist. Das ist nicht anders zu erwarten, denn zu viele Hoffnungen von zu vielen Hoffnungslosen sind mit dieser Partei verbunden. Die Hypothek wächst von Tag zu Tag. Wagenknecht scheint das zu ahnen, denn sie hat bereits angekündigt, dass sie selbst die Auswahl ihres Führungspersonals treffen will. Es wird also handverlesen sein. Bevor es richtig losgeht, will sie sich anscheinend eine Hausmacht aufbauen, eine Dynastie, auf die sie sich verlassen kann. Aber sie sollte die Lehren der Geschichte bedenken. Königsmörder kommen meistens aus der eigenen Dynastie. Es ist nicht verwerflich, dass Wagenknecht eine zuverlässige Mannschaft um sich scharen will, vielleicht sogar vernünftig. Das stärkt den Zusammenhalt der Partei in ihrer Anfangsphase. Aber mit der frühen Aufstellung eines festen Führungskreises werden basisdemokratische Illusionen von vornherein abgelehnt. Diese Ausgangslage verschlechtert andererseits auch die Aussichten von Karrieristen oder Volksrednern, direkt zu den gut bezahlten Parlamentssitzen durchzumarschieren. Wagenknecht ist ein gebranntes Kind aus den Zeiten von „Aufstehen“, jener Bewegung, die genauso schnell in der Versenkung verschwand, wie sie aufgetaucht war. Und hier lag auch eines der Probleme dieses Sammelsuriums: Es gelang nicht, Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Wagenknecht ist zwar ein Kristallisationspunkt, aber nicht wegweisend. Ihre Visionen enden an den Grenzen von Parlament und Kapitalismus. Nachdem die Leute „aufgestanden“ waren, gingen sie unverrichteter Dinge in verschiedene Richtungen auseinander. Es fehlte eine Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel, das die Mehrheit der Bewegung als solches ansah, und so konnte kein gemeinsames Handeln entstehen. Natürlich war Wagenknecht alleine mit dieser Aufgabe überfordert, was auch nicht anders zu erwarten war und ihr nicht vorgeworfen werden kann. Aber sie erkannte zwei Dinge nicht: dass ein gemeinsames Ziel benötigt wird und dass dieses den Mitgliedern zur Diskussion gestellt werden muss, wenn sie selbst kein Ziel anbieten kann, das von allen unterstützt wird.

Klasse statt Masse

Diese politischen Fehleinschätzungen

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Warten auf Wagenknecht

Sommerloch und Sommergewitter Was man sich bei „Bild“ und anderen Medien dabei denkt, Wagenknecht fast zur Parteigründung zu tragen, wissen nur die Medien selbst. Immerhin waren diese bisher nicht für Kapitalismuskritik bekannt, so wie es Wagenknecht ist. Auffällig ist, dass eher Wagenknecht den Sturm und Drang mancher Medien bremst als umgekehrt. Man könnte fast meinen, dass diesen Medien mehr an einer neuen Partei gelegen ist als der Gründerin selbst. Hatte sie erste Spekulationen noch mit dem Hinweis auf die Schwierigkeiten einer Parteigründung und ihren gesundheitlichen Zustand abgewiegelt, so steht das Ob einer Neugründung anscheinend nicht mehr zur Diskussion, nur noch das Wann. Sicherlich aber wäre diese Partei eine ernsthafte Konkurrenz nicht nur für die AfD, sondern auch für all die

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