Categories: Medien, Terminkalender, The Expose Blog693 words2,7 min read

„Terminkalender voll“ – Blinken ersucht erfolglos um Gespräch mit Lawrow

Die USA hätten laut Washington Moskau mehrmals auf direktem Wege um ein Gespräch gebeten. Es geht dabei um zwei in Russland inhaftierte US-Bürger. Moskau erklärte, dass der Terminkalender Lawrows derzeit voll ist, er aber später auf die Anfrage eingehen werde.

Quelle: www.globallookpress.com © MFA Russia/via Globallookpress.com

Russland hat bestätigt, dass es am Donnerstag ein Gesprächsersuchen von den USA erhalten hat. Ein Gespräch zwischen den Spitzendiplomaten der beiden Länder könnte stattfinden, sobald es der derzeit volle Terminkalender von Außenminister Sergei Lawrow zulässt. Das teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Lawrow werde „dieser Anfrage Beachtung schenken, sobald es die Zeit erlaubt“, sagte Maria Sacharowa, die Sprecherin des Ministeriums, vor Journalisten und bezog sich dabei auf die Bitte Washingtons um einen Telefontermin zwischen Lawrow und US-Außenminister Antony Blinken.

Zuvor hatte der Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price am Donnerstag auf einer Pressekonferenz erklärt, die USA hätten der Russischen Föderation deutlich gemacht, dass sie ein Gespräch zwischen US-Außenminister Blinken und seinem russischen Amtskollegen Lawrow anstreben.

Die Anfrage sei Russland „direkt“ und „wiederholt“ übermittelt worden, so Price. Die USA erwarten, dass die beiden Spitzendiplomaten „in den kommenden Tagen Gelegenheit haben werden, miteinander zu sprechen“, fügte er hinzu.

Nach dem Scheitern in der Ukraine: Wo ist die Hintertür für die USA?

Der Sprecher des Außenministeriums räumte jedoch ein, dass er „keine aktuellen Informationen“ über mögliche Gesprächstermine habe und fügte hinzu, dass die beiden Seiten „weiterhin über die entsprechenden Kanäle diskutieren“.

Sacharowa erklärte ebenfalls am Donnerstag, dass der russische Außenminister derzeit „einen vollen Terminkalender mit internationalen Kontakten“ habe, einschließlich eines Ministergipfels der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit und einiger bilateraler Treffen.

Die USA wollen das Telefonat nutzen, um ihren „substanziellen Vorschlag“ zur Freilassung von zwei US-Amerikanern, die derzeit in Russland inhaftiert sind, weiterzuverfolgen: Die Basketballspielerin Brittney Griner, die wegen Drogenschmuggels verhaftet wurde, und der ehemalige Marinesoldat Paul Whelan, der wegen Spionageverdachts inhaftiert wurde.

Am Mittwoch sagte Blinken vor Journalisten, er hoffe, dass er in einem Gespräch mit Lawrow „die Bemühungen, sie nach Hause zu bringen“, vorantreiben könne. Der US-Sender CNN hat zuvor berichtet, dass die USA bereit sein könnten, Brittney

Griner
und Ex-US-Soldat Paul Whelan gegen den russischen Waffenhändler Wiktor But auszutauschen, der im Jahr 2012 in den USA zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde, nachdem er der Bewaffnung einer terroristischen Vereinigung und der Verschwörung zur Tötung von US-Bürgern angeklagt worden war.

Blinken bestätigte den Bericht nicht offiziell und erwähnte But bei seiner letzten Pressekonferenz nicht namentlich, obwohl ihm eine direkte Frage bezüglich Buts gestellt wurde. Stattdessen sagte er, er wolle „sicherstellen, dass der Vorschlag, den wir vorgelegt haben, eine echte Chance hat, voranzukommen“. Moskau antwortete daraufhin, dass die Verhandlungen über den Gefangenenaustausch mit den USA ergebnislos verlaufen seien, und fügte hinzu, dass die Interessen beider Seiten bei allen Gesprächen in dieser Angelegenheit respektiert werden müssten.

Nachtrag von 13:40 Uhr: Lawrow ist nach neuesten Angaben bereit, mit Blinken zu reden. „In den nächsten Tagen schlagen wir unseren amerikanischen Kollegen einen geeigneten Termin vor“, sagte er am Freitag in Taschkent der Agentur Interfax zufolge. Es wäre das erste Gespräch der beiden Diplomaten seit Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine.

Mehr zum Thema – Lawrows Afrika-Reise: Macrons geheime Panik

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des „Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes“ am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Leave A Comment

AUTOR

Russia today

DATUM

Juli 29, 2022

SHARE
NEUE VIDEOS/AUDIOS

Ähnliche Beiträge