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Obstbau im Alten Land von den Holländern aus der Taufe gehoben

Published On: 5. Juni 2023 15:31

Wo früher vor den Toren Hamburgs noch Ebbe und Flut über die Elbmarsch herrschten, befindet sich heute eines der größten Obstanbaugebiete Europas. Den Grundstein für die beispiellose Entwicklung legten holländische Siedler, die im 11. Jahrhundert damit begannen, das Gebiet urbar zu machen. Anfang Mai ist Blütezeit im Alten Land. Zehn Millionen Apfel- und Kirschbäume erstrahlen dann in hellem Weiß und Rosa. Manche nennen es das „größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas“, in dem vor den Toren Hamburgs jetzt der Grundstein für eine reiche Ernte im Sommer gelegt wird. Das Obst spielt hier schon seit vielen hundert Jahren eine Rolle – jedoch lange Zeit nicht eine so große wie jetzt. Gute Böden und ein günstiges Klima waren seit jeher die Hauptfaktoren dafür, dass es gut gedeihen konnte. Und mit der nahen Großstadt gab es einen großen Absatzmarkt. Viele der Obstbauern in der Gegend hat das wohlhabend gemacht, wovon die prächtigen Bauernhäuser Zeugnis ablegen. Doch wie hat alles angefangen?

Neues Land wird zu Altem Land

Vor rund tausend Jahren gab es überhaupt noch kein Land, das man hätte bewirtschaften können. Die Altländer Marsch war ein Überschwemmungsgebiet der Elbe, die im Takt der Nordseegezeiten zweimal täglich überflutet wurde. Das Wasser konnte also kommen und gehen, wie es wollte, was eine Besiedlung oder gar Landwirtschaft nahezu unmöglich machte. Ab dem Jahr 1113 n. Chr. änderte sich dies durch die Weitsicht des damaligen Erzbischofs Friedrich I. von Bremen und Hamburg. Er schloss mit einem Wasserbauexperten aus Holland – dem Priester Henricus, der im Volksmund „Mönch Heinrich“ genannt wurde, einen Vertrag für die Kultivierung der sumpfigen „Wildnis“ ab. Das Gebiet wurde von der einheimischen Bevölkerung nicht genutzt – also gab es auch keine Konflikte um Eigentumsfragen. Die sogenannten „Holler-Kolonisten“, die in ihrer Heimat der Nordsee Land abtrotzten, vermochten es, die Marsch einzudeichen, durch Gräben zu entwässern und – in einem langwierigen Prozess – Land zu gewinnen. Die in Bearbeitung befindliche Fläche wurde „neues Land“, das urbar gemachte Areal, das besiedelt und bebaut werden konnte, „altes Land“ genannt, – ein Begriff, der bis heute für die ganze Region zwischen den Hansestädten Hamburg (-Cranz), Buxtehude und Stade gilt.

Einfluss der Niederländer

Mit der Gewinnung des Landes schufen die Niederländer zugleich auch Strukturen. Das waren vor allem die langen, schmalen Parzellen für die Siedler, die linear angeordnet waren. Sie wurden nach dem holländischen Vermessungssystem der Längen- und Flächenmaße bestimmt. Die heutige Struktur des „Alten Landes“ folgt noch immer der ursprünglichen, im Hochmittelalter von den Holländern angelegten Landschaft, die als Hollerlandschaft bezeichnet wird. Ein alteingesessener Altländer erzählt, wie die schmalen Streifen noch bis vor einigen Jahrzehnten genutzt wurden: Nahe beim Dorf wurden die Kirschen angebaut, dann kamen die Äpfel, noch weiter weg das Mischobst und ganz weit entfernt kamen Weiden, auf denen Schweine gehalten wurden. Die Schweine gibt es nicht mehr, der Schlachthof im Dorf wurde geschlossen, die Kirschen sind auf dem Rückzug, und der Apfel hat seinen Siegeszug angetreten. Er macht jetzt 90 Prozent des Obstanbaus aus. Die von den Holländern vergebenen Flur-, Siedlungs-, Gewässer- und Personennamen belegen noch heute ihren holländischen Ursprung, wie beispielsweise die Ortsnamen, die auf –“cop“ enden, wie Nincop, Francop oder Ladekop. Eine wichtige Rolle spielten die Deiche. Im Spätmittelalter galt der Grundsatz, „wer vom Wasser bedroht wird, muss es wehren“. Jeder, der Land am Wasser hatte, war daher für die Instandhaltung seines Deichteilstücks verantwortlich.

Prächtige Bauernhäuser

Nicht nur hier, sondern an vielen Stellen im Alten Land sind alte reetgedeckte Bauernhäuser erhalten geblieben. Eine Vielzahl von großen Höfen mit prächtigen Fassaden aus Buntmauerfachwerk belegt, dass Kolonisten mit Landwirtschaft zu Wohlstand gekommen sind – und dass sie einen Sinn für das Schöne hatten. Eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Fassaden spielt die Ausgestaltung der Gefache. Hier zeigen sich die Erbauer der Häuser von ihrer

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Obstbau im Alten Land – von den Holländern aus der Taufe gehoben

Wo früher vor den Toren Hamburgs noch Ebbe und Flut über die Elbmarsch herrschten, befindet sich heute eines der größten Obstanbaugebiete Europas. Den Grundstein für die beispiellose Entwicklung legten holländische Siedler, die im 11. Jahrhundert damit begannen, das Gebiet urbar zu machen. Anfang Mai ist Blütezeit im Alten Land. Zehn Millionen Apfel- und Kirschbäume erstrahlen dann in hellem Weiß und Rosa. Manche nennen es das „größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas“, in dem vor den Toren Hamburgs jetzt der Grundstein für eine reiche Ernte im Sommer gelegt wird. Das Obst spielt hier schon seit vielen hundert Jahren eine Rolle – jedoch lange Zeit nicht eine so große wie jetzt. Gute Böden und ein günstiges Klima waren seit jeher die Hauptfaktoren dafür, dass

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