Berlins Gesundheitsministerin Dilek Kalayci will Kinder für die moralische Erpressung ihrer Eltern zurichten und verfasst dazu irreführende amtliche Schreiben.

Derzeit versteigen sich Politiker zu immer irreren Mitteln, um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen. Markus Söder verkündete jüngst, dass „2G“ „so oder so kommen werde“. Mit „2G“ ist gemeint, dass der Zugang zum öffentlichen Leben nur noch für Geimpfte oder Genesene erlaubt sein soll, während aktuell mit „3G“ außerdem Getestete die Möglichkeit haben, Zugang zu bestimmten Lebensbereichen – wie etwa Veranstaltungen – zu erhalten.

Und während man noch ungläublich den Kopf schüttelt, kommt aus Berlin der nächste dicke Hund. Dort werden jetzt Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren über ihre Eltern angeschrieben, um zum Impfen überredet zu werden. Gezeichnet von Berlins Gesundheitsministerin Dilek Kalayci. Der Berliner Senat versucht also, Minderjährige zu einem medizinischen Eingriff zu überreden, der kein reguläres Zulassungsverfahren passiert hat. Hier ein Auszug:

„Die Corona-Schutzimpfung schützt nämlich dreifach“

„Ich möchte Euch über das Thema Impfen informieren.

Die Corona-Pandemie hat viele Einschränkungen für uns alle und vor allem für Euer Leben gebracht. Leider ist das Rennen gegen Corona noch nicht gewonnen!

Wir haben in den letzten Monaten Erfahrungen sammeln können und wissen jetzt: Die Impfung gegen COVID-19 ist wirkungsvoll, schützt Leben und verhindert schwere Krankheitsverläufe. Auch kann eine Impfung die Übertragung des Virus auf andere Menschen verhindern.

(…)

Die Corona-Schutzimpfung schützt nämlich dreifach:

– Euch selbst,

– die Personen, mit denen Ihr Euch trefft und

– die gesamte Gesellschaft, also uns alle!

(…)

Die STIKO (Ständige Impfkommission) ist eine Expertengruppe, die Empfehlungen zu Impfungen in Deutschland ausspricht. Sie hat die Impfung für Eure Altersgruppe ab 12 Jahren bisher nicht allgemein empfohlen. Zu den Nach- und Nebenwirkungen wusste man zum Zeitpunkt der Empfehlung nicht so viel. Daher war die STIKO vorsichtig und hat noch keine allgemeine Empfehlung zur Impfung in Eurem Alter ausgesprochen. Inzwischen wurden ca. 10 Millionen Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren weltweit geimpft.“

Ausnutzen kindlicher Naivität

Unter dem Dokument werden noch die Eltern und mutmaßlichen Mitleser adressiert und darum gebeten, sich ebenfalls impfen zu lassen:

„Bitte tragen Sie dazu bei, dass unsere Kinder keine Infektionen aus dem häuslichen Umfeld in die Schulen einschleppen und weiter Infektionsketten verursachen.“

Die Bezeichnung „emotionale Erpressung“ für das Ausnutzen kindlicher Naivität durch Erwachsene ist noch ein gelinder Ausdruck für diese dreiste Manipulation durch eine offenbar übergeschnappte Politikerin. Angesichts einer hohen Infektionsquote in einem Land wie Israel, das ebenfalls eine hohe Impfquote vorzuweisen hat und gerade zum Hochrisikogebiet erklärt wurde, ist Frau Kalaycis Aussage, die Impfung sei „wirkungsvoll“, für ein amtliches Schreiben ein wenig voreilig, um es höflich zu sagen.

Das anmaßende Übergehen der STIKO als unabhängiger Expertengruppe, die bislang keine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren gegeben hat, verrät darüber hinaus, dass man sich in Berlins Amtsstuben von der Wissenschaft längst verabschiedet hat (auch wenn soeben STIKO-Mitglied Dr. Martin Terhardt äußerte, man werde „versuchen, der Politik ein bisschen entgegenzukommen.“). 

STIKO-Vorsitzender Prof. Dr. Mertens hatte vor über zwei Monaten deutliche Worte für seine Meinung zum Thema Kinderimpfung gefunden: „Wir dürfen ja nicht vergessen: Bei der Impfung werden ja keine Bonbons verteilt, sondern da wird ja immerhin ein medizinischer Eingriff vorgenommen. Wenn sich zum Beispiel herausstellen sollte (…) dass die Kinder aus medizinischen Gründen eine Impfung nicht dringend als Einzelperson brauchen, dann kann man ja zum Beispiel andere Maßnahmen ergreifen.“

Die Dreistigkeit, mit der die Politik das Wohl der Kinder übergeht und sie für die moralische Erpressung ihrer Eltern zurichten will, ist einfach nur noch unanständig. Selbst der eher gefällige Markus Lanz äußert hierzu immer wieder Bedenken. So zum Beispiel in dieser Sendung, wo er im Juni sagte: „Riesiges Thema: Kinder impfen – ja oder nein? Ich frage mich, selbst Vater seiend: Wie kann es eigentlich sein, dass Politik so lässig darüber weggeht und sagt: Die STIKO hat zwar noch nichts empfohlen (…) aber bitte, jetzt werden auch Kinder geimpft (…) Und ich habe schon manchmal das Gefühl (…) es geht darum, ganz schnell die billige Schlagzeile zu haben (…) vorne zu sein.“