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Lothar Wieler: „Es wird eine vierte Welle geben, die Frage ist nur: Wie hoch wird sie sein?“

Published On: 24. Juli 2021 17:07
Die Impfbereitschaft geht zurück: Laut Lothar Wieler wäre entscheidend, dass es eine große Impfbereitschaft gäbe, die Beobachtung stimme aber, dass weniger Menschen geimpft werden. Man solle sich aber die Gründe dafür anschauen warum das so ist?

Am 22.07.2021 veröffentlicht das Robert-Koch Institut ein Papier mit dem Titel: „Vorbereitung auf den Herbst/Winter 2021/22“. Laut RKI stellt dieses lediglich eine Empfehlung dar, doch ein Blick in das Papier lässt Erinnerungen wach werden.

Inzwischen hat das Bundesgesundheitsministerium, neben dem NDR, der regelmäßig Herrn Drosten zu Wort kommen lässt, einen Impf-Podcast eingerichtet. Dieser nennt sich, wie passend, #Ärmelhoch. Zuletzt, und hierbei soll es wohl auch bleiben, kam der Veterenärmediziner Lothar Wieler vom Robert-Koch Institut zu Wort.

Lothar Wieler äußert sich in dem Podcast des Bundesgesundheitsministeriums darüber, dass das RKI die Zukunft für Deutschland relativ gut modelliert hat. Wieler warnt aber in normaler gewohnter Art und Weise: „wir müssen nach wie vor vorsichtig sein und die Basisvorsichtsmaßnahmen beachten, da sonst die Inzidenzen wieder stark steigen“. Auf der Website zu dem veröffentlichten Papier des RKIs steht:

Das RKI empfiehlt grundsätzlich, dass die Basismaßnahmen bis zum nächsten Frühjahr eingehalten werden sollten (s. dazu auch unten: ControlCOVID). Insbesondere wenn suszeptible Personen anwesend sind, sollte in Innenräumen AHA+A+L (bsp. bei Veranstaltungen, ÖPNV) eingehalten werden. Das Ziel der infektionspräventiven Maßnahmen ist weiterhin die Minimierung schwerer Erkrankungen durch SARS-CoV-2 unter Berücksichtigung der Gesamtsituation der Öffentlichen Gesundheit.

Robert-Koch Institut 22. Juli 2021

Wie immer werden in dem Papier Modellberechnungen zum Besten gegeben, mittels derer das öffentliche Leben bis mindestens, so das RKI, Frühjahr 2022 eingeschränkt bleiben soll. Weiterhin haben sich die Menschen an die Abstands- und Maskenregeln zu halten.

Vor diesem Hintergrund werden im Folgenden, ausgehend von verschiedenen modellierten Szenarien (siehe Punkt „6: Szenarienmodellierungen“) in Abhängigkeit der Impfquote für den Herbst und Winter 2021/2022, Empfehlungen zur Vorbereitung und Prävention gebeben.

Robert-Koch Institut 22. Juli 2021

In dem Podcast spricht Lothar Wieler davon, dass ihm das Coronavirus bereits seit seinem Studium bekannt ist. Lässt man die Zeit Revue passieren, erinnert man sich daran, dass Anfang letzten Jahres gesagt wurde, es wäre neu.

Genau wegen dieser Aussage, dass Coronaviren nicht neu sind sondern es unzählige, seit Jahren gibt, wurde Dr. Wodarg durch die öffentlich-rechtlichen Medien diskreditiert. Er sagt ebenfalls, dass wenn man früher den Fokus darauf gelegt hätte, man es bereits finden hätte können.

Wenn 47% voll geimpft sind – Impfschutz haben – dann haben ja 53% keinen vollen Impfschutz, das ist wichtig zu verstehen. Dieser Impfschutz, den wir jetzt haben, schützt einzelne Menschen.

Lothar Wieler beim #Ärmelhoch Podcast des Bundesgesundheitsministeriums

Mehrfach betont er in dem Podcast, dass die Impfbereitschaft nicht sinke, sondern gleich geblieben ist und korrigiert auch erstaunlicherweise die Moderatorin, wenn die von einer 45% vollständigen geimpften Bevölkerung spricht. Interessant worauf das RKI immer Punkt genau Auskunft geben kann wohingegen es in der Bundespressekonferenzen schon fast zum guten Ton gehört die wenigen kritischen Journalisten darauf zu vertrösten, dass Daten nachgereicht werden.

In einem weiteren Satz sagt er dann aber, entscheidend wäre, dass es eine hohe Impfbereitschaft gibt, aber weniger Menschen geimpft werden. Man solle sich die Gründe dafür anschauen?

Werfen wir also einen Blick auf die Gründe:

  1. Aufgrund des geringen Infektionsgeschehens denken sich die Menschen derzeit es ist nicht mehr so schlimm – Risikowarnehmung sinkt.
  2. Urlaubszeit hat angefangen – Menschen haben kein Impfen im Kopf
  3. Bei den ersten 50-60% der Geimpften geht es immer relativ flugs voran

Wir müssen wirklich sehr viel versuchen und große Anstrengungen unternehmen um so viele Menschen wie möglich dazu zu motivieren sich zu impfen.

Es ist ein richtiger Wettlauf der Impfkampagne gerade gegen diese Delta Variante vor Herbstbeginn. Aufsuchende Impfangebote müssen gestärkt werden.

Lothar Wieler im Podcast #Ärmelhoch (Minute 15:00)

Das Papier stellt also nur eine Empfehlung dar? Malt aber bereits den Teufel, wie beim Panikpapier, an die Wand. Ausschnitte wie der folgende lassen böses erahnen:

Unter den Modellannahmen (z. B. Impfverteilung, Kontaktverhalten, Saisonalität, usw., s. „6.1. Methodik“) zeigt sich für alle betrachteten Indikatoren (ITS-Belegung; 7-Tages-Inzidenz; Hospitalisierungen) folgendes Bild:

ein langsamer Anstieg bis in den Oktober, gefolgt von einer Beschleunigung des Anstiegs, ein Peak im Januar / Februar 2022, gefolgt von einem Absinken;

In den Szenarien treten unter den Erwachsenen (18-59) und Kindern (< 12 Jahre) die meisten Infektionen auf; der Großteil der ITS-Belegung ist zu ähnlichen Teilen unter Erwachsenen (18-59) und bei den über 60-Jährigen zu erwarten […]

Unter dem Punk 3.1 finden sich dann bereits die Booster-Impfungen und, dass sich die Bevölkerung bereits trotz der laut Wieler „hohen Impfbereitschaft“ auf die nächsten Einschränkungen einstellen kann (Lockdown?):

Da im Augenblick noch nicht bekannt ist, wie lange der Impfschutz anhält, ist es sinnvoll, zeitnah reagieren zu können. „Booster-Impfungen“ (insbesondere) für Ältere und Risikogruppen sollten jetzt geplant und vorbereitet werden, wie z. B. die ausreichende Bestellung bzw. Bevorratung an Impfstoffen, insb. solche, die für die Boosterung besonders geeignet sind (Wirksamkeit gegen neue Virusvarianten bzw. multivalente Wirksamkeit) […]

S. 2

Kommunikation: die Bevölkerung sollte frühzeitig darüber informiert werden, dass es im Winter wieder zu einer starken Belastung des Gesundheitswesens und möglicherweise regionalen / lokalen Überlastung (wie ECMO-Kapaztät) kommen kann; das Verhalten jedes Einzelnen Einfluss auf den Umfang und die Folgen der Infektionen im Herbst und Winter hat; bei einer zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante eine vollständige Impfung eine deutlich bessere Schutzwirkung hat. Dies wirkt einem Nachlassen der Impfbereitschaft entgegen.

S. 2


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