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Marc Friedrich: »Steuer ist legitimierter Diebstahl. Inflation genauso.«

Marc Friedrich ist Vermögensverwalter, Bestsellerautor, Honorarberater – und Schwabe. Sein Buch „Crash“ stand in den Bestsellerlisten ganz oben. Sein aktueller Bestseller heißt „Die größte Chance aller Zeiten“. Wie kommt das? Ein Gespräch über die große Transformation und wie man sein Geld schützt.

Tichys Einblick: Vom größten Crash zur größten Chance? Herr Friedrich, wollen Sie uns ein bisschen auf den Arm nehmen? Die Schwaben haben ja sparsame Witze.

Marc Friedrich: Nein. Crashs, genauer: Krisen sind immer auch Chancen. Das ist in der Evolution immer so gewesen.

Also 90 Prozent sind untergegangen, den anderen zehn Prozent geht’s gut.

Wahrscheinlich ja. Wenn man sich nicht vorbereitet. Deswegen habe ich das Buch geschrieben. Weil wir vor dem größten Vermögenstransfer der Geschichte stehen. Mit einer Anleitung, wie man sich schützen kann. Monetär, aber auch mental.

Wer verliert, und wer gewinnt?

Diejenigen, die gut aufgestellt sind, werden durch das Notenbankpaket gewinnen. Die Notenbanken drucken mehr Geld als je zuvor. Durch die Schulden der Staaten, die immer gigantischer ansteigen, gibt’s einen Vermögenstransfer von unten, von der Mitte und von oben nach ganz oben. Deswegen haben die Reichen die letzten zehn Jahre eigentlich auch nur gegrinst und wussten: Sie müssen nichts machen und werden immer reicher. Deswegen muss man jetzt aktiv werden und sein Vermögen überdenken. Denn: Ein Großteil der Menschen verliert in solchen Krisen Hab und Gut.

Was hat die Notenbankpolitik mit der Umverteilung zu tun?

Historischer Paradigmenwechsel

 Durch die niedrigen Zinsen und durch das viele billige Geld, das ins System kommt, steigen Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Oldtimer, Kunstwerke, Uhren und so weiter. Und die können sich vor allem diejenigen leisten, die nah am Druck der Notenbanken sind, also die Unternehmen, die Banken, die Finanzwelt, die Staaten, aber auch die reichen Menschen. Die konnten dann auch mit einem Hebel noch neue Kredite aufnehmen, sich noch mehr Immobilien kaufen. Wer kann sich denn in einer großen Stadt in Deutschland noch adäquaten Wohnraum leisten? Wer kann sich noch ein Haus leisten? Also bei uns in Stuttgart kostet eine Immobilie mindestens 1,5 Millionen Euro. Und dann hat man aber noch lange nicht Garten oder Garage. Die Mittelschicht kommt immer schwerer über die Runden, weil die Inflation ja auch zunimmt.

Aber diese Inflation ist bei den Verbraucherpreisen erst seit Kurzem da …

Das ist natürlich ein Mythos. Wissen Sie, wie hoch die wahre Inflation letztes Jahr war? Offiziell hatten wir 0,5 Prozent, eine fast schon deflationäre Entwicklung. Aber wissen Sie, wie die Inflation war? Ich habe es im Buch ausgerechnet, die lag bei gigantischen 14 Prozent.

Maßstab sind doch die Verbraucherpreise: Wasser, Schnitzel, Bücher, Tische, Klamotten. Wie geht Ihre Inflationsberechnung?

Der statistische Warenkorb enthält 650 verschiedene Artikel. Aber wie oft legt man sich denn ein Smartphone aufs Brot? Essen, Trinken, die Grundnahrungsmittel, Miete: Das wird immer teurer in letzter Zeit. Schauen Sie sich an, wie die Geldmenge gewachsen ist.

Aber Geldmenge ist ja ein theoretischer Begriff. Was juckt mich Geldmenge? Geldmenge ist das, was die EZB macht, und die Geldmenge in meinem Portemonnaie ist eher übersichtlich.

Und deswegen müssen Sie jetzt aktiv werden. Sie brauchen eine Art Lebensversicherung für Ihre Kaufkraft. Je mehr Geld die Notenbank ins System pumpt, umso mehr wird das Geld, das Sie jetzt in Ihrem Portemonnaie haben, entwertet. Sie sehen das ja schon. Edelmetalle sind letztes Jahr gut gelaufen. Aktien steigen immer weiter, Immobilien steigen. Oder Bitcoin! Gegenüber Bitcoin ist alles Geld der Welt eigentlich schon in Hyperinflation.

Muss ich Angst um meine Lebensversicherung haben?

Sie wahrscheinlich nicht mehr. Sie haben das Privileg der frühen Geburt, um es mal diplomatisch auszudrücken – das könnte noch funktionieren.

Bis zu welchem Jahrgang funktioniert die Lebensversicherung noch?

Auf die Krise, fertig, los!

Also wenn sie dieses oder nächstes Jahr ausgezahlt würde, würde ich sagen, kann man das Risiko noch eingehen. Ich habe meinem Vater empfohlen zu kündigen, weil ich denke, die Inflation frisst die niedrige Garantieverzinsung so oder so auf. Es ist ein Wettrennen gegen die Inflationierung, die Entwertung von jetzt bestehenden Investments. Ich würde jungen Menschen nicht mehr raten, Versicherungen oder Kapitallebensversicherungen abzuschließen. Die Garantieverzinsung ist bei 0,9 Prozent, also weit unter der wahren Inflation. Und es besteht natürlich die Gefahr, weil Versicherungen ja Staatsanleihen kaufen müssen, dass es irgendwann mal zu einem Schuldenschnitt kommt. Und dann steht man da und schaut in die Röhre.

Jetzt noch mal ganz langsam. Sie plädieren ja für Vermögensstreuung. Und da haben Sie natürlich auch schon die wichtigsten Gegenstände angesprochen: Immobilien, Edelmetalle, Bitcoin, Gold …

… Bildung …

… Bildung, okay. Aber jetzt fangen wir mal mit Immobilien an. Da muss man schon viel auf der Naht haben, dass man noch was kaufen kann. Was hilft mir Ihr Rat „Wenn’s Haus schön ist, kostet es zwei Millionen“?

Ja, da muss man natürlich kleiner anfangen. Eine Silbermünze kostet 30 Euro. In Bitcoin kann man auch für nur fünf Euro investieren. Immobilien empfehle ich momentan eher nicht. Da würde ich eher antizyklisch verkaufen, denn da sehe ich schon Blasentendenzen. Zudem besteht auch die Gefahr der Besteuerung. Wir werden ja politisch eher nach links umkippen, und die Milliarden, die wir ins System gepumpt oder investiert haben, um Corona-Konjunkturpakete zu finanzieren, die müssen ja irgendwann bezahlt werden. Olaf Scholz hat ja schon angekündigt, dass es Steuererhöhungen und Vermögensabgaben geben wird. Und das war in der Vergangenheit auch immer so, dass die Immobilienbesitzer zur Kasse gebeten wurden. Auch bei der letzten Krise in Europa wurden in Griechenland, in Italien zuerst Immobilienbesitzer herangezogen, weil man Immobilien nicht einfach über die Grenze tragen kann. Man kann sie nicht verstecken, sie sind perfekt dokumentiert.

Sie erwarten also wieder eine Zwangsabgabe, eine Zwangshypothek auf Immobilien? Früher nannte man das Lastenausgleich. Ist das fair?

Was ist bitte fair heutzutage? Also Steuer ist legitimierter Diebstahl. Und Inflation genauso. Die Politik hat sich in eine Sackgasse manövriert, ist kopflos und überfordert. Wir haben ja schon die höchste Steuerlast weltweit, und trotzdem versucht man immer weitere Wahlversprechen abzugeben, um die Leute ruhig zu halten. Das ist immer das gleiche Spiel, bis zurück zu den Etruskern. Man startet mit einem guten Geldsystem, dann kommen die korrupten Politiker, und dann geht alles vor die Hunde. Dann kommt die Inflation, und dann muss man irgendwann das Geldsystem verbessern durch Münzverschlechterung. Zahlen tun also immer wir. Natürlich ist eine Vermögensabgabe nicht fair, auch wenn sie so propagiert wird.

Nun sagen Sie jedoch, die Immobilienpreise könnten möglicherweise wieder wegsacken. Aber wie soll das gehen? Ich dachte, die Immobilien gehören den ganz Reichen, die brauchen ja nicht zu verkaufen.

Eben nicht. Über zehn Millionen Immobilien in Deutschland sind Spitz auf Knopf fremdfinanziert.

Also angenommen, ich könnte ein Haus kaufen für zwei Millionen. Der Zinssatz ist kurz vor null. Wo ist mein Problem?

Wenn dann irgendetwas schiefgeht. Es kommt eine Rezession. Kurzarbeit.

Wohnen muss ich ja sowieso.

Die Frage ist aber: Im Eigentum oder zur Miete?

Ja, aber wenn ich ein Eigentum habe für zwei Millionen und keine Zinsen zahlen muss, dann muss ich genau null zahlen und wohne grün.

Sie müssen ja den Kredit tilgen. Sonst hat die Bank irgendwann ein Problem in ihrer Bilanz, dann kippt die auch.

Muss ich wirklich tilgen? Die Menschen sagen: Ich kann mir einen Palast kaufen. Es kostet mich nichts. Was könnte daran verkehrt sein?

Ja gut, wenn Sie Ihren Job verlieren, wenn eine Scheidung ins Haus steht, dann ist die Immobilie ganz schnell weg. Aber die Schulden bleiben, auch bei einer Währungsreform.

Das ist wichtig: Bei einer Geld- oder Währungsreform verschwinden meine Schulden nicht, die verwandeln sich wieder in das neue Geld.

Tichys Lieblingsbuch der Woche

 Genau. 1948 zum Beispiel, bei der Währungsreform, hatte man plötzlich 57 Prozent mehr Schulden als vor der Währungsreform, denn der Staat möchte natürlich nicht, dass die Schuldner bevorteilt werden oder dass die irgendwie davon profitieren. 1923 gab’s auch die Hauszinssteuer. Warum? Damals haben diejenigen, die Immobilienkredite hatten, von der Hyperinflation profitiert, weil die Schulden am nächsten Tag weg waren. Dann hat der Staat gesagt: Wartet mal, ihr müsst zahlen.

Sie sagen also, die Schulden werden bei Inflation nachträglich wieder aufgeblasen.

In der Vergangenheit war es leider immer so, dass das Ganze irgendwann kollabiert. Und dann schaut auch der Staat: Habt ihr irgendwie Vorteile gehabt durch die Inflation oder nicht? Und dann kommt ein Lastenausgleich wie 1952 oder die Hauszinssteuern wie 1923.

Das heißt, wenn ich ein Haus kaufe, nur Cash?

Wenn es noch Cash gibt! Daran arbeiten die Notenbanken ja auch schon.

Schritt für Schritt. Angenommen, Omi (die ich nicht mehr habe) hätte irgendwo einen Geldkoffer stehen: Damit soll ich Immobilien kaufen, sonst nicht?

Ich würde erst andere Vermögenswerte kaufen, bevor ich eine Immobilie kaufe. Eine Immobilie kann immer besteuert werden. Zweitens ist gerade der falsche Zeitpunkt. Momentan sind die Immobilienmärkte historisch hoch bewertetet. Noch nie war es teurer, in Deutschland Immobilien zu kaufen. Und meiner Ansicht nach geht dieser Trend in den nächsten Jahren zu Ende. Da sollte man lieber warten.

Die Alternative?

Der Gewinner der letzten zehn Jahre war Bitcoin. Und ich glaube, auch der Gewinner der nächsten zehn Jahre wird Bitcoin sein. Man muss sein Vermögen also zum Teil in Bitcoin investieren.

Deren Kurs ist doch auch schon so hoch. Und wenn der Strom ausgeht, ist Bitcoin weg.

Aber dann haben wir doch ganz andere Probleme. Wenn der Strom wieder kommt, ist der Bitcoin immer noch da, denn der liegt auf der Blockchain. Ich würde das jedem empfehlen, das habe ich übrigens beim letzten Gespräch mit Ihnen im März 2020 ebenfalls gesagt, da war er bei 3000 bis 4000 Euro. Jetzt ist er 15-mal höher. Und Bitcoin ist das erste digitale, limitierte, deflationäre System, das die Menschheit hatte, und vor allem eine Art Kriegserklärung …

Das waren jetzt zu viele Wörter auf einen Schlag.

Bitcoin ist das erste deflationäre, limitierte, digitale Gut, das die Menschheit jemals selbst entwickelt hat. Und es ist eine Art Kriegserklärung gegen die Notenbanken, gegen das unlimitierte Gelddrucken und gegen die Inkompetenz der Politik.

Also ist es ein Geld, das mit der Notenbank nichts zu tun hat. Aber die wollen das doch einfangen.

Zweijährige Untersuchungsphase

 Genau. Sie möchten eine eigene digitale Notenbankwährung herausbringen, also einen digitalen Euro. Da geht es aber nur um die Überwachung. Das hat nichts mit Bitcoin zu tun. Bitcoin ist der Giralgeldschöpfung massiv überlegen. Die Notenbanken versuchen natürlich, uns Bitcoin madigzumachen, indem sie sagen: Das verwenden nur Verbrecher, Steuerhinterzieher, Dark-Web-User, und es verbraucht ganz viel Energie. Je mehr die Notenbanken und die Medien dagegenschießen, umso hellhöriger sollte man werden. Mein Appell an die Menschen ist: Immer das Gegenteil von der breiten Masse machen.

Das ist also Thema Nummer 1: Bitcoin. Wie ist es mit Gold? Gold war hoch, ist aber schon wieder weggeschmolzen.

Wird in den nächsten zehn Jahren aber ebenfalls definitiv steigen, denn wir werden Inflation sehen. Dahingehend bin ich ganz positiv gestimmt. Wir sehen ja auch, dass die Notenbanken immer noch Gold haben und sogar zukaufen.

Warum kaufen Notenbanken Gold? Gold bringt keine Zinsen. Gold ist teuer in der Aufbewahrung. Also warum kaufen Notenbanken Gold?

Weil sie ihrem eigenen Produkt nicht trauen. Weil sie genau wissen, irgendwann kracht’s. Und dann braucht man eine absolute Lebensversicherung. Und das ist Gold seit 5000 Jahren. JP Morgan hat gesagt: Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.

Kauft die Bank of China Gold?

So viel wie noch nie zuvor.

Und die Russen?

Auch. Die Türken kaufen Gold. Ganz viele Länder in Afrika kaufen Gold, weil die einfach wissen: Irgendwann ist der Dollar wahrscheinlich platt.

Also Gold. In welcher Form?

Münzen, Krügerrand, Vreneli …

… die kleinen …

… ja, die ganz kleinen. Oder alte Kaiser-Josef-Dukaten. 20 Reichsmark in Gold. Heute fast 400 Euro wert.

Für maximal 2000 Euro.

Genau. Das sollte ein Warnsignal sein. Seit 2017 hat man diese Grenze des anonymen Tafelgeschäfts erst von 15000 auf 10000 und dann auf 2000 Euro reduziert. In Italien haben wir ja schon eine Bargeldobergrenze von 1000 Euro, in Griechenland sind es 500 Euro. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass wir einhergehend mit den digitalen Währungen auch ein Bargeldverbot sehen werden oder eine Limitierung. Oder bei Digitalzahlung bekommt man einen Rabatt von zwei bis drei Prozent. Und natürlich auch, um Minuszinsen zu implementieren und die Überwachung zu perfektionieren.

Sie glauben, dass das Bargeld früher oder später stirbt?

Ja, denn mit Bargeld hat der einfache Bürger einfach die Möglichkeit, legal aus dem Bankenkreislauf Geld zu ziehen und sich auch aus der Sichtbarkeit der Politik zu begeben. Und das mögen die gar nicht. Deswegen wird es den digitalen Euro geben – sogenannte CDCs, Central Digital Currencies.

Wenn du elektronisches Geld hast, bist du jederzeit kontrollierbar.

Komplett.

Der Friedrich wieder …

Genau. Es klingt zwar krass, aber wir laufen in eine digitale Diktatur. China ist das große Vorbild. Sie waren es während der Corona-Krise. Sie sind es bezüglich der digitalen Währung, denn man weiß ganz genau: Wenn das System ins Bersten gerät, dann muss man die Menschen überwachen, damit keine Revolution ausbricht. Es geht aber auch um Enteignung. Denn sie wissen ganz genau, mit der kommenden Rezession, die so sicher ist wie das Amen der Kirche, müssen sie die Zinsen in den Minusbereich senken.

Damit wir zum Kaufen gezwungen sind?

TE-Interview mit Marc Friedrich

Erstens das. Und um das System am Leben zu erhalten, damit das Geldkarussell weiterläuft. Wir haben momentan schon Nullzinsen. Ab 100000 Euro zahlt man minus 0,1 oder 0,5 Prozent Strafzinsen. Wenn wir mal bei minus ein bis zwei Prozent sind, dann wird der clevere Schwabe den Taschenrechner rausziehen und sagen: Mensch, das Schließfach ist für mich viel günstiger. Wenn alle sich ihr Geld auszahlen lassen, kommt es aber zu einem Bankencrash. Das möchte die EZB natürlich verhindern. Deswegen wird uns der digitale Euro schmackhaft gemacht, zum Beispiel mit einer schönen App. Mit der können wir dann günstiger einkaufen. Aber dann wird irgendwann der Hammer fallen, indem man sagt: Okay, jetzt haben wir zwar Minuszinsen von zwei Prozent, aber ihr könnt nicht mehr zur Bank gehen und Geld abheben. Nur so kann man das System am Leben erhalten, indem man langfristig Negativzinsen implementiert.

Aber was interessiert den Staat, was ich bei Rewe kaufe?

Wer weiß? Fragen Sie nicht mich! Fragen Sie China. In China ist es so: Wenn Sie etwas gegen den Staat sagen, dann erleiden sie Repressalien. Dann dürfen Sie keine Flugtickets oder Zugtickets mehr buchen.

Das ist eine sehr düstere Prognose. Wir wollten doch über Chancen reden.

Also die Chancen sind, dass man sich monetär als Privatperson darauf einstellt.

Das wissen wir jetzt. Sag dem Tichy jetzt, was er tun soll!

Wir brauchen ein komplett neues politisches System.

Ja, das kriege ich aber nicht. Ich möchte wissen, wie ich mich rette vor Baerbock, Scholz und Laschet.

Auf jeden Fall Geld aus dem System rausziehen, nicht auf der Bank liegen lassen. Lebensversicherungen kündigen, keine neuen abschließen, in Bitcoin investieren, in Gold investieren, in Silber investieren, Rohstoffe, Aktien in unterschiedlichen Bereichen, unter anderem auch Uran, das eine Renaissance erleben wird. Denn Deutschland schaltet zwar ab, alle anderen aber an.

Also Rohstoffe, Aktien, Bitcoins, Gold, Silber, Uran …

… Diamanten. Alles Sachwerte.

Landwirtschaft?

Ja, wenn Sie das Portemonnaie haben. Essen und trinken müssen wir immer.

Was Sie jetzt geschildert haben, ist so eine Art Rettungsring. Bitcoin. Aber das ist ja auch nur was wert, wenn die Wirtschaft wächst. Also wie kommen wir wieder ins Wachstum?

Vorab: Es geht darum, auch diese Krisenzeit zu überbrücken und die eigene Kaufkraft zu schützen. Ich habe im Buch auch gezeigt, was wir politisch ändern müssen. Wir werden in Zukunft nie wieder so arbeiten wie in der Vergangenheit. Wir werden anders leben, anders reisen, anders wählen und auch anders bezahlen. Diese Transformationsprozesse können Sie und ich uns momentan gar nicht vorstellen.

The Great Reset.

Ich würde es eher The Turning nennen. Es kommen mehrere Zyklen zusammen: der Machtzyklus, der Schuldenzyklus, der Konjunkturzyklus und der Generationenzyklus, die kommen alle in den nächsten Jahren zusammen.

Was ist der Machtzyklus?

Der Machtzyklus zeigt praktisch an, dass die Nationen, die jung sind, die eine gute Demografie haben, die noch gierig sind, die hungrig sind, dass die aufsteigend sind, dass sie produktiver sind.

Also wir steigen ab – der Untergang des Abendlandes?

Es wurden in den letzten zehn Jahren historische Fehlentscheidungen getroffen, die uns Wohlstand kosten werden.

Ihr Vertrauen in die Politik geht ziemlich gegen null …

Absolut null.


Marc Friedrich, Die größte Chance aller Zeiten. Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen und wie Sie vom größten Vermögenstransfer der Menschheit profitieren. FBV, 250 Seiten, 22,00 €


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AUTOR

Roland Tichy

DATUM

August 11, 2021

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