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Die Marktwirtschaft im Kreuzverhör

Published On: 20. Oktober 2021 20:05

Unsere Gesellschaft ist Gegenstand des ganz großen Experiments geworden, der Entschlossenheit, sie planerisch, quasi wie durch einen Sozial-Ingenieur, nach dem Willen einer selbsternannten freiheits- und marktfeindlichen linken Elite umzugestalten. Dieses Experiment wird in Tränen enden.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig die meisten Menschen, egal ob Unternehmer, Arbeitnehmer, Bürger, Steuerzahler, Journalisten und selbst die meisten Hochschullehrer, über die Zusammenhänge der Marktwirtschaft wissen. Es ist dieses Unwissen, das den falschen Phrasen der Freiheitsfeinde Tür und Tor in die Gedankenwelt der Menschen öffnet. Nach fünfzig Jahren Bildungskatastrophe und dem propagandistischen Dauerfeuer linker, planwirtschaftlicher und marktfeindlicher Akteure in den staatlichen und gleichgeschalteten privaten Medien ist die intellektuelle Verwüstung in dieser Hinsicht total.

Selbst einfachste und offensichtliche wirtschaftliche Zusammenhänge werden nicht mehr verstanden. Unsere Gesellschaft ist in dieser Hinsicht auf den Stand eines Kindes zurückgeworfen, dem man das Lernen durch Wissenstransfer verweigert, dem man zugleich die Angst vor dem Unbekannten als Lebensgefühl tief einpflanzt und es so daran hindert, die notwendigen Lernerfahrungen durch Versuch und Irrtum selbst zu machen.

Deshalb machen wir zunehmend die Beobachtung, dass wir von einer Gesellschaft der Inkompetenz zu einer der Infantilität transformiert werden.

Zugleich ist diese Gesellschaft aber Gegenstand des ganz großen Experiments, der Entschlossenheit, den Versuch zu unternehmen, sie planerisch, quasi wie durch einen Sozial-Ingenieur, nach dem Willen einer selbsternannten freiheits- und marktfeindlichen linken Elite umzugestalten.

Aufgrund der Erfahrungen des 20. Jahrhunderts können wir bereits heute mit Sicherheit sagen, dass dieses Experiment in Tränen enden wird, dass es ein Irrtum ist. Insofern muss es verbrecherisch genannt werden, denn im Gegensatz zu den russischen Kommunisten von 1917 können sich die modernen Sozialingenieure nicht auf Unwissenheit berufen. Das Experiment wurde bereits vielfach unternommen, sein Ausgang ist bekannt. Wer es dennoch wieder versucht, ist ein Verbrecher.

„Who controls the past, controls the future.“

Es ist das Meer der Unkenntnis über die Zusammenhänge von Markt, Freiheit, Wohlstand und über die Gefahren von Planwirtschaft, Unfreiheit und Umverteilung, die es diesen Leuten überhaupt erst ermöglicht, diese Untat zu verüben.

Vorurteile sind der Hauptgrund für unberechtigte Feindschaft. Das gilt für Menschen wie für Systeme. Gegen nichts gibt es annähernd so viele falsche und unbegründete Vorurteile wie gegen die Marktwirtschaft.

Daher ist es zwingend notwendig, die Phrasen, Vorurteile, die Lügen und Propaganda, die Verzerrungen und Verleumdungen, die durch ständiges Wiederholen in die Köpfe der Menschen gepflanzt werden, zu benennen und durch die Klarheit logischer Argumente für jedermann nachvollziehbar und verständlich zu widerlegen. Das beginnt bei der Definition der Begriffe, denn oft genug werden wohlklingende Worte mit Inhalten aufgefüllt, die leer sind und die von diesen Begriffen niemals erfüllt werden können. Wir werden sehen, dass viele dieser von den Linken gegen die Ordnung der Freiheit ins Feld geführten Begriffe in Wahrheit orwellianisches Neusprech sind, Wieselworte, die sich in Nichts auflösen, sobald man anfängt, sie mit Hilfe der Logik zu sezieren.

Solche Worte sind insbesondere »soziale Gerechtigkeit«, »Verteilungsgerechtigkeit«, »Nachhaltigkeit«, »Moral«, »Werte«, ja selbst eigentlich solche in den Köpfen der Menschen über jeden Zweifel erhabene Begriffe wie »Demokratie« und »Menschenrechte«.

In vielen Diskussionen habe ich zudem beobachtet, mit welchen Taktiken die freiheitlich denkenden Menschen in die Defensive, in eine Verteidigungshaltung gedrängt werden, obwohl sie die weitaus besseren Argumente auf ihrer Seite haben. Der Erfolg dieser Taktiken hat etwas mit der Toleranz und Liberalität der freiheitsliebenden Menschen zu tun. Sie suchen im Widerstreit von These (Freiheit) und Antithese (Planwirtschaft, Knechtschaft) immer nach der Synthese, dem »dritten Weg«, dem Kompromiss, nach dem Fünkchen Wahrheit und Berechtigung im sozialen Beraubungskonzept der Sozialisten. Das ist eine grundfalsche Herangehensweise aus zwei Gründen: Erstens kann man keinen Kompromiss mit einer Lüge schließen. Die ganz große Lüge der Sozialisten ist es, dem Staat einen Beraubungsauftrag zuzubilligen, um das herzustellen, was Einzelne freihändig und willkürlich als »soziale Gerechtigkeit« definieren.

Jeder Mensch, soweit er nicht an einer narzisstischen, psychopathischen oder soziopathischen Störung erkrankt ist, denkt und fühlt immer auch sozial, und man hat der Gesellschaft nach vielen Jahrzehnten des Umverteilungsstaates die einzig wahre Caritas und soziale Ader, nämlich das freiwillige Teilen, weitestgehend ausgetrieben. Deswegen kann er dem Beraubungspostulat oft kein schlüssiges Nein entgegensetzen. Der Freiheitsliebende hat daher oft keine Alternative anzubieten, wenn er gefragt wird, was in einer reinen Marktwirtschaft mit denen passiert, die von Geburt an nicht in der Lage sind, für sich zu sorgen. Dass das im 19. Jahrhundert einmal völlig anders war, entzieht sich der Kenntnis der meisten, ja es übersteigt ihre Vorstellungskraft, weil man ihnen die Lüge vom angeblich menschenverachtenden »Manchester-Kapitalismus« lange genug ins Hirn gepflanzt hat. Dieser hat nie existiert, sondern ist ein propagandistisches Trugbild der Sozialisten, eine Meisterleistung der Lüge und Realitätsverfälschung.

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Der zweite Grund, warum diese Kompromisshaltung grundfalsch ist, liegt darin, den Streit unter falschen Voraussetzungen und falschen Annahmen zu führen. Roland Baader sprach in diesem Zusammenhang vom »Denken in falschen Systemen«. Wenn die Grundannahmen und die Begriffsdefinitionen eines Denksystems korrumpiert sind, so können aus ihnen mit noch so viel Logik keine korrekten Schlüsse gezogen werden. Weil wir mit diesen falschen Systemen aufgewachsen sind, fällt es den meisten von uns unendlich schwer, ihren sicher geglaubten Grund zu verlassen und sich auf die darunter liegende Ebene der Realität zu begeben. Dort ist der Grund zwar fester, aber er ist unbekannt, und es ist das Unbekannte, das uns mit einem intellektuellen Unwohlsein ängstigt.

Auf dem Humus der Wieselworten, falschen Systeme und der intellektuellen Trägheit gedeihen dann die Phrasen, die sich mit dem Anspruch unfehlbarer Wahrheiten, Brandzeichen gleich, in die Gehirne der Menschen drängeln. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich hier einige auflisten und meinen Lesern helfen, durch das Labyrinth der gedanklichen Verführung zu finden, das von diesen Wieselworten und Phrasen kunstvoll gebaut wird. (…)

[Hier folgen zwei der dreistesten Unwahrheiten und Legenden über die Marktwirtschaft. In seinem Werk „Freiheit oder Untergang“ erörtert und widerlegt der Autor 25 der gängigsten Vorurteile – Anm. d. Red.]

»Schrankenlose Freiheit ist Freiheit, andere zu berauben oder Verbrechen zu begehen.«

Der Satz ist richtig. Nur der Kontext, in dem er meistens benutzt wird, ist falsch. Denn schrankenlose Freiheit hat nichts mit Marktwirtschaft und Kapitalismus zu tun. Eine Freiheit, die schrankenlos ist, macht nicht halt vor dem Diktum, dass die Freiheit des Einzelnen dort endet, wo die Freiheit und die Rechte anderer bedroht sind. Die Maximierung der Gesamtfreiheit erfolgt eben nicht auf der Ebene des Einzelnen, sondern für alle gleichermaßen. Eine nur individuell maximierte Freiheit, die das nicht beachtet, ist in Wahrheit nicht Freiheit, sondern Tyrannei.

Die Verfechter eines großen Staates benutzen dieses Argument gegen eine schrankenlose Freiheit in aller Regel in dem Sinne, dass sie unterstellen, die Marktwirtschaft und der Kapitalismus würden genau darauf beruhen. Es wird dann gerne von Raubtierkapitalismus, Manchestertum oder dergleichen Dingen gesprochen. Außer dem Wunsch der Verfechter solcher Schlagworte ist an diesen Begriffen kein Gramm Wahrheit zu finden. Es gibt keinen Raubtierkapitalismus, weil der Kapitalismus eine Ordnung des freien Wettbewerbs und der Rechtsstaatlichkeit ist. Kommt es zu Machtkonzentrationen, bei denen zum Beispiele Großkonzerne die politische Richtung vorgeben, so spricht man nicht von Kapitalismus, sondern von Oligarchie. Oligarchien sind aber ausnahmslos in der Geschichte das Ergebnis der Verfilzung von Staat und Konzernen gewesen, sie setzen einen fetten, großen Staat für ihre Entstehung voraus.

Auch das Manchestertum beziehungsweise der sogenannte und vielgescholtene »Manchesterkapitalismus« ist eine Erfindung der sozialistischen Propaganda. Es ist natürlich richtig, dass es im 19. Jahrhundert in den aufstrebenden Industrienationen eine weit verbreitete Armut gab. Sie war aber nicht das Ergebnis des Kapitalismus, sondern das Erbe des Feudalismus. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, also zum Beginn der industriellen Revolution, war die absolute Armut der Normalzustand für 99 Prozent der Menschheit. Nur der Adel, die damalige »Classe distributive«, die verteilende Klasse, konnte sich über diesen Zustand der Armut erheben.

Die Marktwirtschaft, die industrielle Revolution, die sie ermöglichte, und die Freiheit von Handel und Gewerbe, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts erkämpft wurde, führten zu einer Explosion der Produktion in zuvor nie gekanntem Ausmaß. Die Zuwanderung vom Land in die Städte hatte ihre Ursache doch nicht in der Aussicht auf die dort angeblich endemische Ausbeutung und Armut, sondern sie hatte ihre Ursache in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Dieses bessere Leben lieferte die Marktwirtschaft auch, sonst wäre der Zustrom schnell ausgetrocknet.

Innerhalb weniger Jahrzehnte katapultierte die Marktwirtschaft diese Länder vom Lebensstandard des Mittelalters in den Lebensstandard des 20. Jahrhunderts, der in vielen bereits früh industrialisierten Regionen schon in den 1880er-Jahren erreicht wurde. Die großen Rückschläge, Armut, Elend, Hunger und Not waren dann im 20. Jahrhundert die Folge des Sozialismus.

Die Apologeten des Sozialismus taten genau das, was sie dem Kapitalismus vorwarfen: Sie führten ein System der Beraubung, ja des Massenmordes ein. Der bis heute andauernde Angriff der sozialistischen Strömungen auf den Rechtsstaat schafft dafür die Voraussetzungen.

Es war die schrankenlose Freiheit der sozialistischen Tyrannen, die usurpierte Freiheit zu Raub und Mord, die den Satz wahr machte, den man der freien Ordnung zum Vorwurf macht, die aber in Wahrheit das Markenzeichen der sozialistischen Tyrannei ist. (…)

»Der Kapitalismus führt zu immer größerer Ungleichheit. Das ist ungerecht.«

In diesem Satz stecken gleich zwei Irrtümer. Erstens, dass der Kapitalismus, also die Marktwirtschaft, Ungleichheit schafft, und zweitens, dass Ungleichheit ungerecht ist.

Die Produktion von Gütern benötigt stets beides: Kapitalgüter und Arbeit. Selbst eine immer weiter automatisierte Produktion als Ergebnis einer langen Zeit des technischen Fortschritts kommt nicht ohne menschliches Zutun aus. Was sich verändert, ist immer nur der Charakter dieses menschlichen Zutuns. Je geringer die technologische Basis der Produktion von Gütern, desto mehr manuelle Tätigkeiten sind erforderlich. Betrachtet man die Produktionsfaktoren, die die immer weitere verästelte Arbeitsteilung bestimmen, so haben wir im Prinzip drei Dinge: Kapital, Arbeit und Wissen. Wissen muss immer im Kopf von Menschen stattfinden, damit es überhaupt zum Einsatz kommen kann.

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Das gilt auch in der digitalen Welt, denn selbst ein Computer, der sich selbst programmieren könnte (was es noch nicht gibt), bräuchte einen menschlichen Anstoß der Entwicklung. Aus diesem Grund spricht man von Humankapital, welches durch Bildung, Training und Praxis erworben wird. Der Mensch sammelt im Laufe seines Lebens Humankapital an und erhöht dadurch seinen Wert im Produktionsprozess. Je verästelter der Prozess der Arbeitsteilung und je komplexer damit der Prozess der Produktion, desto mehr Humankapital ist erforderlich, seine relative Knappheit steigt also ständig an, solange technischer Fortschritt stattfindet, während Bildung sein Angebot erhöht.

Die zweite Frage ist: Wie verhält sich die relative Knappheit von Kapital und Arbeit zueinander? Was knapper ist, wird einen höheren Preis erzielen. Das bedeutet: In einer Situation der Kapitalknappheit im Sinne produktiver Mittel wird Kapital besser bezahlt, während es sich in einer Situation relativer Knappheit von Arbeit umgekehrt verhält.

Aus diesem einfachen Zusammenhang können wir erkennen, wie die Früchte der Arbeit im Zuge der Entwicklung einer Marktwirtschaft unterschiedlich verteilt werden. Das entspricht auch dem historischen Bild, das wir vom Beginn der industriellen Revolution um das Jahr 1800 bis heute beobachten können.

Zu Beginn befanden wir uns in einer Situation extremer Kapitalknappheit und extremen Arbeitskräfteüberschusses. Die Aufhebung der Leibeigenschaft setzte die erste Wanderungsbewegung in die Städte in Gang. Erfindungsreiche Unternehmer entwickelten neue Wege der Arbeitsteilung und neue Produkte. Insbesondere in Bezug auf die Montanindustrie, also die Herstellung von Stahl, war das 19. Jahrhundert von gewaltigen Sprüngen des Fortschritts geprägt.

In der anfänglichen Situation des Arbeitskräfteüberschusses waren die Löhne sehr niedrig, kaum über dem Existenzminimum, und die Kapitalvergütung war sehr hoch. Die Unternehmer, denen diese Kapitalvergütung zufloss, waren nach allen Maßstäben ihrer Zeit reich, ihr Lebensstandard hoch, jedoch war auch ihre Sparquote extrem hoch, sodass es in ihren Händen zu einer gewaltigen Kapitalakkumulation kam. Das Geld wurde in neue Fabriken und Erfindungen investiert, was die Kapitalakkumulation noch beschleunigte, aber auch die Nachfrage nach Arbeitskräften erhöhte.

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Trotz des hohen Bevölkerungswachstums im 19. Jahrhundert war die Rate der Kapitalakkumulation so hoch, dass sich die relative Knappheit von Kapital im Verhältnis zur Knappheit des Arbeitsangebotes verringerte. Das logische Ergebnis war ein Anstieg der Löhne und ein Rückgang der Kapitalverzinsung, ein Prozess, den Karl Marx durchaus korrekt beobachtet hatte. Fälschlicherweise leitete er aber aus dieser Beobachtung ab, dass dieses Phänomen den Kapitalismus in Krisen stürzen müsse, die zu seiner »Überwindung« durch die sozialistische Revolution führen würden. Sein statischer Blick auf die Dinge erlaubte ihm weder die Bedeutung des Konsums und die Macht der Konsumenten in einer entwickelten Marktwirtschaft noch die Rolle der technischen Innovation zu antizipieren. Entsprechend falsch waren seine gezogenen Schlussfolgerungen.

Das Ergebnis war das erstmals in der Geschichte zu beobachtende Phänomen des Massenwohlstands im 19. Jahrhundert. Die Gesellschaft war von einem starken Mittelstand geprägt, der Lebensstandard der Arbeiterklasse stieg im Vergleich zum Mittelstand langsamer an, in historischen Vergleichen jedoch geradezu sprungartig.

Das Humankapital als immer besser vergüteter Faktor einer auf Innovation und Wachstum aufbauenden Wirtschaft war dabei der Motor, der die Durchlässigkeit sozialer Grenzen erhöhte. Sozialer Aufstieg war nicht nur möglich, er war die Norm, denn der bei Weitem größte Teil des Mittelstandes am Ende des 19. Jahrhunderts war das Ergebnis eines solchen Aufstiegs, was sich schon allein durch seinen steigenden Anteil an der Gesamtbevölkerung schlüssig beweisen lässt.

Das Humankapital und seine Akkumulation in der breiten Bevölkerung waren aber nicht das Ergebnis sozialistischer Umverteilung, sondern das Ergebnis von Bildung, deren wirtschaftliche Erfolgsaussichten durch die Marktwirtschaft erzeugt worden waren. Dieses Muster wiederholt sich grundsätzlich in jedem Land, das den Markt als Basis seiner Wirtschaft akzeptiert. Das jüngste Beispiel ist China, wo die Einführung der Marktwirtschaft vor nur vierzig Jahren fast eine Milliarde Menschen aus absoluter Armut in den Mittelstand katapultiert hat. Einige waren dabei erfolgreicher als andere, nicht allein aufgrund von Talent, Begabung und – häufig in China – auch besseren Verbindungen, sondern vor allem durch Entschlossenheit, Erfindergeist, Fleiß und harte Arbeit. Sie trieben die Entwicklung voran, die alle anderen mit nach oben gezogen hat. Dass sie mehr verdienten, kann man daher durchaus als gerecht empfinden.

Lässt man den Markt also arbeiten, so erreicht er das, was die Sozialisten nur versprechen: abnehmende Ungleichheit von Einkommen und Vermögen. Er muss dafür keinen Gerechtigkeitsbegriff benutzen und überdehnen. Der Markt bringt das Einkommen zu dem, der etwas anbietet, was andere brauchen. Das Einkommen des Einzelnen ist damit das Ergebnis der Nutzenmaximierung der anderen und daher gerecht. Ungerecht hingegen ist es, dem, der leistet, im Namen einer nur vermeintlichen, erfundenen Gerechtigkeit durch Einkommensgleichheit den Lohn seiner Mühe zu stehlen.

Gekürzter Auszug aus: Markus Krall, Freiheit oder Untergang. Warum Deutschland jetzt vor der Entscheidung steht. LMV, 256 Seiten, 22,00 €


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