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Teil 7: Ausländische Lenkung des Maidan

Published On: 14. Februar 2023 15:00

Ich werde drei Wochen lang an jedem Wochentag einen Teil der Chronologie der Ereignisse des Jahres 2014 veröffentlichen, die den Grundstein für den Krieg in der Ukraine gelegt haben.

Die Ereignisse des Jahres 2014 haben den Grundstein für die Eskalation in der Ukraine gelegt, zu der es vor fast einem Jahr gekommen ist. In meinem Buch über die Ukraine-Krise habe ich die Ereignisse des Jahres 2014 auf über 700 Seiten chronologisch dokumentiert. Da sich diese Ereignisse nun zum neunten Mal jähren, werde ich in den nächsten drei Wochen täglich ein Kapitel aus dem Buch als Leseprobe veröffentlichen.

In dieser 15-teiligen Serie werde ich die Chronologie der Ereignisse vom Beginn des Maidan Ende 2013 bis zum Beginn des Krieges im Donbass im April 2014 behandeln. Diese – heute fast vergessenen – Ereignisse haben den Grundstein für den Krieg in der Ukraine gelegt und sind zum Verständnis dessen, was sich heute ereignet, unverzichtbar.

In diesem siebten Teil der 15-teiligen Serie geht es um die ausländische Lenkung des Maidan. Ich verzichte hier auf Quellenangaben, in dem Buch sind alle Quellen angegeben.

Ausländische Unterstützung für den Maidan

Die Unterstützung von Jazenjuks Open Ukraine Foundation und seiner Partei „Vaterland“ durch die USA und die Nato wurde ja schon ausführlich analysiert, gleiches gilt für „Udar“, die Partei von Klitschko.

Der Rechte Sektor (manchmal in Deutschland nach der ukrainischen Aussprache auch „Prawy Sektor“ genannt) und die „Swoboda“ hatten gute Kontakte zur NPD, wie z.B. ein Artikel der „Berliner Zeitung“ vom 9. März 2014 zeigte. Unter der Überschrift „NPD und Swoboda gegen Europa“ schrieb die Zeitung: „Jarosch ist derzeit auch Vizechef des Nationalen Sicherheitsrates. Seine Partei, die Rechtsextremismus-Experten als ein Sammelbecken von Chauvinisten, Neonazis und Hooligans bezeichnen, hatte sich vor fünf Jahren mit anderen neofaschistischen Parteien in Budapest zu einer „Allianz der Europäischen nationalen Bewegung“ zusammengeschlossen. Unter Jaroschs Führung vereinten sich Anfang des Jahres auf dem Kiewer Maidan mehrere militante Neonazi-Gruppen, die mit Schusswaffen Sicherheitskräfte attackierten. … Neben Prawy Sektor ist mit der von dem Arzt und Juristen Oleh Tjahnybok geführten Swoboda noch eine zweite rechtsextreme Partei mit guten Verbindungen zur NPD in der ukrainischen Regierung vertreten. Die 1991 gegründete Swoboda hatte bereits bei den Parlamentswahlen am 28. Oktober 2012 mit einem anti-russischen Kurs und offener Hetze gegen Juden, Roma und Homosexuelle 10,4 Prozent der Stimmen gewinnen können. Swoboda-Chef Tjahnybok zieht in seinen Reden über die „russisch-jüdische Mafia“ her, die aus seiner Sicht die Ukraine beherrsche. Seine rechten Anhänger forderte er auf: „Schnappt Euch die Gewehre, bekämpft die Russensäue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten.“ Zu den Mitgliedern der als klerikal-faschistische Partei geltenden Swoboda gehören führende Aktivisten militanter Neonazi-Organisationen. Das EU-Parlament stellte in einer Resolution am 13. Dezember 2012 fest, dass die Partei in den vergangenen Jahren „rassistische, antisemitische und ausländerfeindliche Auffassungen“ verbreitete.“

Es bleibt bemerkenswert, dass die EU eine Regierung, in der diese Parteien vertreten waren, nicht nur nicht kritisierte, sondern sie sogar als demokratische Partner bezeichnete und mit ihnen dann das Assoziierungsabkommen unterschrieb, welches sie mit Janukowytsch vorher nicht unterschreiben wollte, weil es unter seiner (immerhin demokratisch gewählten) Regierung demokratische Defizite gegeben habe.

Der US-Milliardär George Soros hat – wie schon erwähnt – mehrere Stiftungen gegründet, die sich im Ausland engagieren. Über die Rolle seiner Stiftungen beim Maidan sagte er in einem CNN-Interview am 25. Mai 2014: „Ich habe schon vor der Unabhängigkeit in der Ukraine eine Stiftung gegründet. Sie hat seither funktioniert und spielte eine große Rolle bei den jetzigen Ereignissen“

Auch die im Zuge der Proteste so wichtigen privaten Internet-TV-Sender scheinen aus dem Ausland finanziert und gesteuert gewesen zu sein, wie das deutsche Wikipedia damals noch schrieb, was heute allerdings aus dem Wikipedia Artikel entfernt wurde. Demnach war z.B. „Espresso TV“, welcher sich zu Anfang schlicht „Eurmaidan“ nannte, vom polnischen Medienmanager Michal Boniatowski gegründet worden . Zu der Finanzierung des anderen wichtigen Internet-Senders „Hromadskoe.tv“ haben wir schon gesehen, dass in den Geschäftsberichten offen berichtet wurde, dass seine sämtlichen Kosten durch Finanzierung von den Botschaften der Niederlande und der USA bzw. einer Stiftung von Herrn Soros gedeckt wurden.

Finanzierung des Maidan

Eine weitere Frage, die sich stellt, ist die nach der Finanzierung des Maidan selbst. Auf dem Maidan gab es eine Suppenküche, Armeezelte, Bühnen und andere Ausrüstung, die nicht jeder unbedingt in seinem Keller vorrätig hat.

Eine Suppenküche z.B. kann nicht allein mit Lebensmittelspenden betrieben werden, da sie, wenn sie in großem Stil kocht, von bestimmten Lebensmitteln große Mengen braucht und nicht einfach das verarbeiten kann, was freiwillige Helfer aus ihren heimischen Kühlschränken mitbringen.

Es stellt sich also die Frage, wie der Maidan finanziert wurde, damit all diese Dinge vorhanden waren und über Monate funktionierten.

Da Nuland im Mai 2014 die Höhe der aktuellen US-Unterstützung für die Ukraine genannt hat und sie selbst und auch andere US-Politiker auf dem Maidan waren, ist anzunehmen, dass es aus den USA finanzielle Hilfen für den Maidan gegeben hat. Auch deutsche und andere Organisationen haben den Maidan moralisch und politisch unterstützt und haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie bestimmte Parteien in der Ukraine zu unterstützten. Ob z.B. die Konrad-Adenauer-Stiftung Klitschkos Partei „Udar“ auch finanziell unterstützt hat und ob dabei auch Gelder für die Unterstützung des Maidan verwendet wurden, weiß auch heute niemand. Soros hat sich regelrecht damit gebrüstet, dass seine Stiftungen bei den Ereignissen in der Ukraine eine „große Rolle“ gespielt haben. Ob dabei aber der Maidan konkret finanziell unterstützt wurde, weiß auch niemand. So kann man eine recht lange Liste von ausländischen Organisationen aufstellen, die alle potenziell als finanzielle Unterstützer des Maidan in Frage kommen.

Über die finanzielle Unterstützung von „Espresso TV“ und „Hromadskoe.tv“ haben wir schon einiges gelesen. Bei „Hromadskoe.tv“ hat der Sender die Zahlen selbst geliefert, bei „Espresso TV“ können wir nur raten, da der Sender erst mit dem Maidan entstanden ist und noch keine finanziellen Rechenschaftsberichte vorhanden sind. Diese Sender waren für den Maidan aber sehr wichtig, da sie die Ereignisse aus Kiew in die ganze Welt übertrugen und dazu beitrugen, dass im Sinne der Organisatoren berichtet wurde. Einiges, was es in die internationalen Nachrichtensendungen geschafft hat, war ursprünglich von diesen Sendern produziert worden.

Es gibt Gerüchte, denen zu Folge Poroschenko und andere Oligarchen den Maidan aus ihren Privatvermögen finanziell unterstützt haben. Aber das sind Gerüchte und es wird sich kaum nachweisen lassen.

Man muss auch noch etwas anderes beachten: Auf dem Maidan waren dauerhaft tausende Menschen. Nicht permanent bis zu hunderttausend, wie an den Tagen der großen Proteste, aber doch dauerhaft eine große Anzahl von Menschen. Diese Menschen sind in dieser Zeit nicht zur Arbeit gegangen, haben also keinen Lohn bekommen. In einem armen Land wie der Ukraine, wo das Gehalt gerade so zum Leben reicht, ist es unwahrscheinlich, dass diese Menschen alle genug gespart hatten, um monatelang ohne Lohn zu leben. Es gab viele Gerüchte darüber, dass die Demonstranten für ihre Teilnahme bezahlt wurden. Ich habe in Gesprächen mit Ukrainern von Menschen gehört, die dort waren und behaupteten, dass sie täglich Geld bekommen haben. Einer soll sogar freimütig gesagt haben, er und andere hätten sich von beiden Seiten bezahlen lassen und auch auf Kundgebungen gegen den Maidan für Geld mitgemacht. Aber das sind unbewiesene Behauptungen und die Berichte, die es vereinzelt in der russischen Presse über solche „Handgelder“ gab, sind auch unbewiesen.

In einem Land wie der Ukraine, wo es noch vor kurzem nicht ungewöhnlich war, dass Parteien denen, die für sie stimmten, Geld dafür gaben, ist die Bezahlung für die Teilnahme an einer Demonstration durchaus denkbar.

Wie gesagt, in diesem Kapitel geht es um Gerüchte und Vermutungen.

Aber dass der Maidan finanzielle Unterstützung hatte, muss als gesichert gelten, anders ist eine solche Großveranstaltung – auch ohne die Bezahlung von Handgeldern – mit all ihrer Infrastruktur nicht zu organisieren und schon gar nicht über mehrere Monate. Die Frage, die sich stellt, ist: Wer hat den Maidan finanziert?

Und auf diese Frage gibt es keine von unabhängiger Seite bestätigte Antwort aber umso mehr Gerüchte.

Anmerkung: Seit ich dieses Kapitel vor einigen Jahren geschrieben habe, gibt es viele neue Erkenntnisse, die bestätigen, dass der Maidan aus dem Westen finanziert und auch gelenkt wurde. Ich habe die Leseprobe aber unverändert aus dem Buch übernommen.


In meinem neuen Buch „„Putins Plan – Mit Europa und den USA endet die Welt nicht – Wie das westliche System gerade selbst zerstört ““ gehe ich der der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme – den wir gerade erleben – wirklich geht. Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. Wurden die Bürger im Westen gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen?

Das Buch ist aktuell erschienen und ausschließlich hier direkt über den J.K. Fischer Verlag bestellbar.

Hier geht es zum neuen Buch

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