brutalitaet-in-uniform:-mann-stirbt-nach-polizeimassnahme-–-gewalt-gegen-friedliche-menschenBrutalität in Uniform: Mann stirbt nach Polizeimaßnahme – Gewalt gegen friedliche Menschen
55-jahre-alter-familienvater-stirbt-5-monate-nach-coronavirus-impfung55 Jahre alter Familienvater stirbt 5 Monate nach Coronavirus Impfung
trotz-verbots-treffen-sich-tausende-menschen-friedlich-in-berlin-um-fuer-freiheit-zu-demonstrieren

Trotz Verbots treffen sich tausende Menschen friedlich in Berlin um für Freiheit zu demonstrieren

Published On: 2. August 2021 22:31

Auch wir vom Corona-Blog Team waren vor Ort in Berlin. Es war ein überwältigendes Gefühl mit tausenden von Menschen durch Berlin zu laufen. Während die Polizei damit beschäftigt war Verbote auszusprechen kam sie ihrer eigentlichen Tätigkeit, Menschen vor Gefahren zu schützen, nicht nach.

Wir erlebten in Berlin tausende friedliche Menschen, welche sich trotz eines Verbots durch die Polizei und einer Bestätigung der Gerichte, nicht ihrer Freiheit berauben ließen und durch Berlin zogen. Da die Querdenken-711 Versammlung bereits am Vortrag verboten wurde, hatten sich allein durch dieses Verbot unzählige Menschen abschrecken lassen und gar nicht erst die Reise nach Berlin angetreten.

Das war sehr schade, denn dadurch konnten Busse nicht ausgelastet werden und wurden demnach einfach abgesagt. Alleine wir kennen 8 Personen, welche aufgrund dessen nicht nach Berlin angereist sind.

Das soll heißen, dass dadurch sicherlich unzählige Menschen bereits an der Anreise scheiterten und genaue Zahlen zur Teilnahmebereitschaft nicht sicher abgegeben werden können.

Nachdem offiziell bekannt wurde, dass der „neue Versammlungsort“ der Olympische Platz sein sollte, fuhren viele Menschen mit der S-Bahn dort hin. Viele Autos und Menschen tummelten sich auf dem Platz und die Polizei war sich nicht zu schade die Menschen von dort, mit der Begründung nur Personen mit Autos und entsprechenden Hygieneauflagen dürfen daran teilnehmen, weg zu schicken – auch wenn auf der offiziellen Versammlungs-Ankündigungsseite der Polizei Berlin nur das Wort „Aufzug“ und nicht etwa „Autokorso“ stand.

Danke an Ronny und „Oberhavel steht auf“ für euren Einsatz und die wunderschönen Bilder. Hier noch der Protestsong von einigen engagierten Kindern.

Viele Menschen liefen dann nach der Abweisung durch die Polizei nach Neu-Westend. An der Länderallee erlebte man dann eine, noch voller Tatendrang agierende, Polizei. Inmitten der sich plötzlich auftuenden Polizeisperren, welche willkürlich Menschen noch passieren ließ – Mutter mit Kinderwagen durfte aus der Polizeisperre, Frau mit Rucksack nicht – stand dann plötzlich der Bus mit Ralf Ludwig und Samuel Eckert.

Beide spitzten ihre Köpfe aus der Dachluke und sprachen den Menschen Mut zu.

Irgendwann positionierten sich Polizisten um den Anhänger des Busses, auf dem sich die Lautsprecherboxen befanden (Bilder rechts und links). Mutig umstellten sie den Bus inklusive Anhänger – der Anblick erinnerte eher an Piraten, als an Gesetzeshüter. Dann wurde dem Busfahrer der Schlüssel genommen und am Anhänger der Stromstecker gezogen – sodass auch Nena nicht mehr aus den Boxen hallen konnte.

Mann muss dazu anmerken, dass der Autokorso (an dem auch der Bus teilnehmen wollte) genehmigt war. All die Menschen, die wir dort sahen, wollten lediglich dem Aufzug entlang der Strecke zusehen und den teilnehmenden Fahrzeugen zujubeln.

Nachdem die Polizei dann alle Wege um den Bus abgesperrt – und die Leute eingekesselt – hatte, gab es Durchsagen, dass nun die Personalien aufgenommen werden, weil man Teil einer verbotenen Versammlung wäre. Man solle für einen reibungslosen Ablauf die Papier bereits bereit halten. Das Ganze war also an Irrsinn kaum mehr zu übertreffen.

Nach ca. 1 Stunde entdeckten die Menschen dann einen Weg durch einen Innenhof. Die Anwohner hatten dort ein Gartentor geöffnet, weil diese sicherlich die Polizeisperre von den Balkonen beobachten konnten. Über Hinterhöfe und offene Tore konnten die Menschen durch eine Seitenstraße aus den Polizeiabsperrungen gehen.

Die Menschen liefen also dann wieder Richtung S-Bahn und fuhren zum Ernst-Reuter Platz, dem großen Kreisel, durch welchen man in die Straße des 17. Juni einfahren kann.

Viele liefen in diese Straße – kommend von der Bismarckstraße – da sie vermutlich die Nachricht von Markus Haintz (Rechtsanwalt) nicht gelesen hatten, der davor warnte. Denn auf dieser Straße wurde eine Demonstration verboten, sprich man handelt sich hier, wenn man sich dort aufhält, sehr schnell ein Bußgeld ein.

Wir warteten zunächst ab und sahen einen Teil eines Zuges in eben die Straße des 17. Juni abbiegen. Kurz davor fuhren gewiss 30 Polizeiwagen dort hinein. Nachdem der Zug, vermutlich endete, fuhren mit erhöhter Geschwindigkeit weitere Polizeiautos auf diese Menschenansammlung. Der Polizeikessel um diesen einen Aufzug war also geschlossen.

Dass bei dem wilden Gefahre der Polizei nichts passierte, verdankten die Fahrer vermutlich dem lieben Gott – denn in einem Livestream war zu sehen, dass die Polizei einem Polizisten über den Fuß fuhr.

Nach einiger Zeit kam ein weiterer Teil eines Demonstrationszuges aus der Bismarckstraße und bog in die Hartenbergstraße ab. Bei diesem schlossen auch wir uns an.

Was die Polizei überraschte, war offenbar die Ausdauer, mit der die Demonstrierenden auf den Straßen ausharrten. „Die Strategie ist Aufwachen. Die Schläfer müssen aufwachen. Wir verlieren unsere Freiheit. Wir laufen einfach“, sagte etwa ein Teilnehmer.

Welt

Wir liefen, einfach um des Laufens Willens und um der Polizei keine Möglichkeit zu bieten uns einzukesseln. Sobald eine Straße von der Polizei gesperrt wurde, drehten die Menschen um und liefen in eine andere Straße, welche nicht gesperrt wurde. Während dieses Laufes, die Welt spricht von 30 Kilometern, blockierten die vielen Menschen – ungehindert von Polizei, denn diese war irgendwann nicht mehr präsent – riesige Kreuzungen in Berlin und der Verkehr staute sich gewiss stundenlang. Viele Autofahrer zeigten Daumen hoch, hupten, drehten die Fenster herunter und bedankten sich. Eine Frau rannte mit Socken auf die Straße und bedankte sich bei den Menschen. Kinder und Senioren aus Senioreneinrichtungen winkten aus den Fenstern und Fußgänger freuten sich über die Menschenmassen.

Die Menschen bewiesen Ausdauer, denn sie liefen wirklich stundenlang mit einer positiven Energie, klatschend, singend und jubelnd durch Berlin. Unzählige Kilometer wurden bewältigt.

Die Teilnehmer liefen durch mehrere Stadtbezirke, von Charlottenburg-Wilmersdorf über Schöneberg, Kreuzberg und bis nach Mitte. Demobegleiter berichteten, dass sie knapp 30 Kilometer Weg zurückgelegt hätten. Selbst erfahrene und trainierte Beamte sprachen von einem Kraftakt.

Welt

Von Seiten der Welt hieß es noch am Sonntag, dass 2.000 Menschen in Berlin demonstrierten, sprich die Polizei hätte die Personen mit deren 2.200 Beamten (Reiter- und Hundestaffel) vor Ort 1 zu 1 betreuen können. Auch hier sieht man wieder, wie falsch die Medien, wohl bewusst berichten.

Laut Einschätzung der Polizei liefen am Sonntag 8000 Menschen durch die Hauptstadt. Diese Schätzung allerdings liegt wahrscheinlich zu niedrig. Denn auch die Behörde dürfte keine verlässlichen Zahlen darüber haben, wie viele Menschen tatsächlich unterwegs waren.

Welt

Anstatt die Menschen vor dem fließenden Verkehr und den Autos zu schützen, was die Aufgabe der Polizei gewesen wäre, haben sich viele Polizisten stattdessen bewusst Menschen in den Weg gestellt, welche friedlich durch die Stadt liefen.

Mehrere hundert Menschen waren am Vormittag zunächst in Charlottenburg zusammengekommen und dann spontan ohne Anmeldung in Richtung Innenstadt gezogen. Dabei kam es mehrfach beinahe zu Autounfällen, da Demonstranten immer wieder auf Fahrbahnen liefen. Über eine längere Zeit war der Demonstrationszug nahezu unbegleitet. Immer wieder tauchten zwar Polizisten auf. Diese waren aber hoffnungslos in der Unterzahl. Dazu war die Demonstration der „Querdenker“ gut organisiert. Anzeige

Welt

Aufgrund der Länge der Strecke lies die Menschenmasse gegen 17:00 Uhr nach und da die Polizei dies mit 3 Polizeihubschraubern von oben beobachtete, wurden ab diesem Zeitpunkt, die verbliebenen Menschen von der Polizei wieder und wieder versucht einzukesseln. Dies geschah zum Teil mit so waghalsigen Fahrmanövern, dass man von Glück sprechen muss, dass kein friedlicher Passant überfahren wurde. Mit ihren Mannschaftswagen fuhren einige Polizisten direkt in die Mengen von Menschen.

Laut Welt fuhren an den Spitzen der vielen Demo-Züge durch ganz Berlin Fahrzeuge. Das war uns nicht bekannt, denn wir liefen irgendwo in diesem Zug mit. Es sollen wohl auch Späher mit Funk unterwegs gewesen sein, welche Ausschau nach neuen Polizeisperren hielten. Zu beobachten war aber, dass keine Bilder vor dem Brandenburger Tor und im Regierungsviertel gewünscht waren – dort waren Kilometer an mobilen Absperrgittern verbaut.

Wir konnten aus Berlin heraus zeigen, dass sich die Menschen nicht alles gefallen lassen müssen und die Kraft haben, sich gegen diese Schikanen auf eine ganz friedliche weise zu wehren, indem sie alle auf die Straße gehen. Denn die Ressourcen der Polizei sind zwar groß – aber wenn genügend Menschen in der Bevölkerung friedlich aufstehen, kann auch die Polizei diese unglaubliche Macht nicht zurückdrängen.

Berlin hat am 01. August 2021 Geschichte geschrieben und wir können alle nur ermutigen: kommt am 29. August mit nach Berlin, denn gemeinsam sind wir viel mehr.

Freiheit lässt sich nicht verbieten ❤️.


Vielleicht sollten wir uns zukünftig folgende Fragen stellen:

  • Sind Busse direkt nach Berlin so sinnvoll?
  • Ist es sinnvoll, sich von Anfang an durch Buttons, T-Shirts, Flaggen etc. bereits zu erkennen zu geben?
  • Sollte mehr Zeit in Aufklärung der Menschen investiert werden, denn nur wer gegenüber der Polizei souverän auftreten kann, tritt selbstbewusst für seine Rechte ein?

Abonniert uns gerne bei Telegram – Corona ist nicht das Problem, dort informieren wir euch noch umfangreicher als hier auf dem Blog.

Categories: Corona BlogTags: , , , , , , Daily Views: 1Total Views: 67
brutalitaet-in-uniform:-mann-stirbt-nach-polizeimassnahme-–-gewalt-gegen-friedliche-menschenBrutalität in Uniform: Mann stirbt nach Polizeimaßnahme – Gewalt gegen friedliche Menschen
55-jahre-alter-familienvater-stirbt-5-monate-nach-coronavirus-impfung55 Jahre alter Familienvater stirbt 5 Monate nach Coronavirus Impfung